| Landschaft pur, Bewegung und gute Küche |
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Sportliche und kulinarische Erholung im Bregenzerwald |
Wer den Bregenzerwald als Urlaubsziehl wählt, sollte sich auf sportliche Ferien einstellen, denn die Berge locken gesunde und bewegungsfreudige Urlauber geradezu auf die Höhen und in die Täler dieser so vielfältigen, mit satten Almen und viel Wald gesegneten Landschaft. Wenn man in Bregenz nach Osten abbiegt, gelangt man in knapp einer halben Stunde zu dem auf rund 1.000 Metern gelegenen Sulzberg und wundert sich über das Leben und das touristische Angebot dieses kleinen, abgelegenen Ortes. Kenner der Gegend verweisen dann auf die Herbstnebel, die im letzten Quartal des Jahres gerne die Orte am Bodensee wie in Watte einpacken und depressiv stimmen können. Da fährt der Bregenzer gerne hinauf nach Sulzberg und genießt dort die warme Herbstsonne und den weiten Blick über die Berglandschaft des Bregenzerwaldes. Wer hier länger Station machen und obendrein noch die Vorzüge eines gepflegten Wellness-Angebotes genießen möchte, dem kann man das Linde Vital-Hotel kurz vor Sulzberg empfehlen. In luftiger Höhe von 850 Metern über dem Bodensee liegt das Haus an einem weiten Hang und schaut mit der Front ins Tal und auf die gegenüber liegenden Höhen. Von den großzügigen Balkonen ihrer Zimmer können die Gäste die Bergwelt des Bregenzerwaldes intensiv genießen. Blick vom Balkon des
VitalhotelsÜberhaupt ist das Thema Genuss hier groß geschrieben. Der elegante und geräumige SPA-Bereich wurde im letzten Jahr neu eröffnet. Das Schwimmbad mit seinen großen Panoramascheiben ist lichtdurchflutet und lädt zum Wohfühlen und sportlicher Betätigung ein. Die Saunawelt mit Blocksauna, Kräuterdampfbad, Sole-Dampfbad, Heu-Sanarium und Trinkbrunnen lässt Alltagsstress und -sorgen vergessen. Das Tüpfelchen auf dem "i" ist sicher das elegante Edelstahlbecken des großzügigen Whirlpools im Garten. Hier thront man umtost von warmem Wasser und lässt das satte Hellgrün der Wiesen, das dunkle Grün der Wälder und die blassblauen Berghöhen in der Ferne auf sich wirken. Gibt es etwas Schöneres als diese Bilderbuchlandschaft? Wem das noch nicht genügt, der kann sich mit Massagen, Heublumen- und Moorpackungen sowie Schönheitsanwendungen den Tag versüßen. Erwähnenswert ist in jedem Fall die ausgezeichnete Küche des Linde Vitalhotels. Jeden Abend belohnt ein kreatives Viergang-Menü den hungrigen Gast, der müde vom Bergwandern, Mountainbike-Fahren oder Golfen zurückkehrt. Hier seien als Beispiele die Muskat-Kürbis-Quiche an Knoblauchsauce erwähnt oder die Lammhüfte in Rosmarinjus mit Ratatouille und Mascarpone-Polenta. Das Dessertangebot enthält neben anderen Genüssen geeisten Kaiserschmarrn an roter Kirschsauce und frischen Ananas. Für kalorienbewusste Gäste gibt es allabendlich auch ein leichtes Vitalmenü und auf Wunsch sogar spezielle Diätprogramme. Die Zimmer im Vitalhotel sind durchweg großzügig geschnitten. Neben dem Doppelbett gibt es eine gemütliche Sitzecke, so dass man auch bei schlechtem Wetter hier verweilen kann. Die grün-weiß gefliesten Badezimmer bieten jeglichen Komfort. Angesichts des attraktiven Preis-Leistungsverhältnisses steht dem Vital-Genuss-Urlaub im Bregenzerwald nichts mehr im Wege. Das
Kanisfluh-MassivDoch was fängt man mit der freien Zeit zwischen den Mahlzeiten und den Saunagängen an? Schließlich muss man durch körperliche Betätigung erst für den nötigen Appetit sorgen, um das kulinarische Angebot genießen zu können. Hier steht natürlich das Bergwandern an erster Stelle. Das Tourismusbüro in Egg hat eine umfangreiche Sammlung leichter, mittelschwerer und anstrengender Wanderungen zusammengestellt und stellt die Beschreibungen allen Hotels zur Verfügung. Nahezu in jedem Ort kann man zu gut ausgeschilderten Wanderungen von einer bis zu neun Stunden Dauer starten. Wir wollen die Spielwiese der Steinböcke am Kanisfluh bei Mellau kennenlernen, die über die Bergbahn von Mellau zu erreichen ist. Von der Bergstation führt ein angenehmer, leicht ansteigender Wanderweg zur Kanisalpe, einem weitläufigen Hochtal, in dem im Sommer das Vieh grast. Von dort geht es in den Berg hinein, nun aber bald nicht mehr auf Wanderwegen sondern auf einem zusehends steiler und steiniger werdenden Gebirgspfad. An dem langen Hang des Kanisfluh-Massivs führt der Pfad in engen Serpentinen bis auf den Sattel zwischen den beiden Gipfeln hinauf. Der Schweiß rinnt dank der sommerlichen Hitze in Strömen, und die Wasserflaschen leeren sich bedenklich schnell. Öftere Pausen dienen nur vordergründig dem begeisternden Rundblick auf die Gebirgszüge ringsumher. Vom Sattel aus öffnet sich ein weiter Blick auf die umliegenden Täler, im Westen schimmert sogar der Bodensee durch. Hier kann man bei absoluter Stille seine Brotzeit verzehren und denjenigen Wanderern zuschauen, die auch noch den letzten Aufstieg zum Gipfelkreuz in Angriff nehmen. Wir verzichten wegen mangelnder Übung - schließlich ist es erst der zweite Tag - auf diese letzte Etappe und machen uns wieder an den Abstieg durch den felsigen Hang, wobei wir noch eine wohlverdiente Pause in dem urigen Berggasthof auf der Wurzachalm einlegen. Als wir im Tal wieder aus der Gondel steigen, wissen wir, dass wir morgen unsere Muskeln spüren werden.... Radeln im
Bregenzerach-TalWegen mittleren Muskelkaters entscheiden wir uns am nächsten Morgen für eine leichtere Gangart. Der Radweg entlag der Bregenzerach hat es uns angetan. Von Egg bis Schoppernau verläuft er entlang des Flusses und bietet damit eine gewisse Garantie für mäßige oder geringe Steigungen. Wir entscheiden uns aus Zeitgründen für die zweite Hälfte der Radtour ab Mellau. Beim örtlichen Sportgeschäft Broger stehen schon zwei stabile und gut ausgestattete Fahrräder abrufbereit, und dann geht es den geteerten Radweg durch das sich langsam verengende Tal nach Osten. Mal geht es durch das flache Tal und durch kleine Orte - Au und Schnepfau-, dann wieder im Wald entlang der schnell zu Tale stürzenden Bregenzerach, die öffentliche Straße meist in gebührender Entfernung. Je weiter man ins Tal vorstößt, desto höher und schroffer werden die Berge, und die Ortschaften nehmen einen zunehmend ländlichen Charakter an. Hier hat der sanfte Tourismus die Herrschaft an sich gerissen. Das allgemeine Tempo scheint von Kilometer zu Kilometer zurückzugehen, und die Vesper in Schoppernau genießen wir in friedlicher sommerlicher Mittagsstille. Der Rückweg zeigt uns dann erst, das der Hinweg stetig bergauf führte, denn nun laufen die Fahrräder anscheinend wie von selber. Nur hin und wieder müssen die Beine antreten, um eine kleine Steigung zu überwinden. In Mellau führt uns unser Weg noch in ein denkmalgeschütztes Haus, das schon kurz vor dem Abriss stand, nach einer aufwendigen Renovierung nun jedoch als authentische Gastwirtschaft udnPension dient. Die kleinen Räume sind vollständig mit Holzausgekleidet und vermitteln ein wenig das Lebensgefühl des 18. Jahrhunderts, auch wenn es uns als zahlenden Gästeh heute wesentlich besser geht als damals den hart arbeitenden bewohnern. Radweg
an der Bregenzerach (zum Zoomen bitte Anklicken)Das Fazit nach dieser dreitägigen Erkundungstour durch den Bregenzerwald lautet, dass sich eine Reise dorthin immer lohnt, auch für deutlich längere Dauer. Dieser Region bietet eine breite Palette von landschaftlichen, kulturellen und sportlichen Angeboten, angefangen von den Festspielen in Bregenz bis zur Bergwanderung auf den Kanis-Fluh (oder auf einen anderen Berg). Im Winter kommen die Loipen für die Skiläufer hinzu, aber das ist eine andere Geschichte.
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