| Ein Golfpark im Alpenpark |
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GolfPark im Bregenzer Wald bei Riefensberg |
Grün ist die Farbe der Hoffnung - auf ein Par oder gar ein Birdie. Grün ist aber auch die Farbe des Bregenzerwaldes. Wer an einem schönen Sommertag von Bregenz hinauffährt in den Bregenzerwald, kommt über den Geheimtip Sulzberg - dieser hübsche Ort liegt über dem Herbstnebel des Bodensees - in das Tal von Riefensberg. An beiden Seiten der Weißach öffnen sich weite, sanfte Hänge, die mit sattem Almengrün und dazu passenden dunklen Wäldern die Gäste aus dem Flachland zu ausgedehnten Bergwanderungen verlocken. Doch Golfer halten nach anderen Merkmalen der Landschaft Ausschau, und siehe da, schon bei der Anfahrt von Sulzberg aus entdeckt man von der Höhe der Hänge die bekannten hellen Flecken der Bunker und die hellere Färbung der Greens.
Mitten im Tal liegt der Golfpark Bregenzerwald, der erste 18-Loch-Platz des Vorarlbergs. Golfplatz-Architekt Rossknecht hat die hügelige Landschaft geschickt in das Konzept des Platzes integriert und den Golfern damit eine echte Herausforderung beschert, sowohl konditionell als auch technisch. Denn einerseits müssen sie außer den Bällen auch ihre Wagen hinauf und hinunter bewegen, andererseits stellen sich enge Schneisen, nur scheinbar friedliche Wasserflächen und die allgegenwärtige Weißach als echte Schwierigkeiten auf dem Weg des Balls vom Abschlag bis zum Grün heraus. Der Golfpark bezieht seine Attraktivität jedoch nicht nur aus den allgemeinen Charakteristiken der Landschaft, sondern zu mindestens gleichen Teilen von den Eigenarten und Schwierigkeiten der einzelnen Löcher. Das beginnt bereits mit dem ersten Loch, ein Par 5, das seinen Wassergraben hinter einer Kuppe verbirgt. Bis zum neunten Loch halten sich die Schwierigkeiten der Löcher in Grenzen; mal ein Dogleg rechts, mal eins links, aber außer dem üblichen Wasser im Knickpunkt des Doglegs keine wesentlichen Probleme. Die zweite Hälfte hat es dann aber in sich. Nach der 11 geht es auf die andere Seite der Weißach, und hier öffnen sich beim Abschlag lange schmale Schneisen, links und rechts von Wasser oder Wald gesäumt. Ein Slice oder Hook kann hier den Ball auf Nimmerwiedersehen verschwinden lassen. Loch 14, ein kurzes Par 3, führt steil hinab auf das Grün, das greifbar nahe zu sein scheint, aber wegen des dazwischen liegenden Gebüschs doch nicht einfach zu erreichen ist. Das nächste Loch ist eines mit der langen Abschlagschneise, und rechts schluckt die Weißach die Slices.
Eine wirkliche Herausforderung stellt Loch 17 dar. Vom hoch gelegenen Abschlag geht es 150 Meter über Wald und Weißach, und tief unten in der Ferne leuchtet unschuldig das satte Grün des Fairways. Wer in diesem Wald auf Ballsuche geht, dürfte schnell fündig werden, wenn auch wahrscheinlich nmicht mit seinem eigenen Ball..... Wenn man sich dann aus der Tiefe des Flussbettes bis zum hoch gelegenen Grün vorgearbeitet hat, wobei eine größere Baumgruppe zu überwinden ist, versperrt ein tiefer Bunker mit einer steilen Wand zum Grün den weiteren Weg. Den Berichterstatter kostete dieser "Teufelsbunker" drei Schläge...... Loch 18, ein Par 3, entschädigt dann für die Missgeschicke an den vorangegangenen Löchern und führt direkt zu Loch 19, dem Club-Café, wo man - je nach Laune - bei einem Latte oder einem Bier die Erfolgserlebnisse und kleinen Katastrophen noch einmal Revue passieren lassen kann. Jetzt kann man auch den Blick auf das Bergpanorama in aller Ruhe genießen. Wer sich während des Spiels von der Landschaft hat gefangen nehmen lassen, hat dafür seinen Tribut in Form verlorener Punkte gezahlt. Daher ein guter Rat an alle Golfer: wer den Blick in reizvolle Landschaften liebt, sollte auf diesem Platz nicht vorgabewirksam spielen, sondern den Freizeitcharakter dieses schönen Sports genießen, denn beides geht nur schwer: das Panorama genießen und gut spielen. Wie kommt man nun am schnellsten zu diesem schönen Platz? Von Bregenz aus über Langen (bei Bregenz) und Sulzberg oder Doren und Krumbach. Alternativ vom Allgäu direkt von Oberstaufen aus. Einmal im Tal von Riefensberg angekommen, weisen Hinweisschilder den Weg. |
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