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Von der Hafenfestung zum Hotel |
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Weitere
Stationen der Andalusien-Reise:
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Das Parador-Hotel "Gibralfaro" in Malaga |
| Der Weg von Granada nach Malaga an der Mittelmeerküste führt durch zunehmend hügeliges und bewaldetes Land. Je näher man der Küste kommt, desto mehr tritt das trockene, teilweise karstige Binnenland gegen die grüne Natur des Küstenstreifens zurück. man spürt förmlich, wie die feuchte Meerluft hier die Vegetation fördert. In langen Kurven führt die Autobahn hinunter in die Hafenstadt, und anfangs bereitet die Orientierung einige Schwierigkeiten, da die ehemalige Hafenfestung "Gibralfaro" hoch über dem Hafen erst in der Innenstadt ausgewiesen ist. Hat man jedoch einmal die Hinweisschilder zum "Castillo de Gibralfaro" entdeckt, so schlängelt man sich entspannt die gewundene Straße zur Festung hoch entlang. Das Parador de
Gibralfaro in MalagaDort ist das Parador gemäß der Philosophie der Paradores, ahemalige Schlösser und Burgen wieder mit neuem Leben zu rfüllen, in die alten Festungsanlagen integriert worden, wobei jedoch der Hotelbau selbst moderne Züge trägt. Die Zimemr sind geräumig, hell und wohnlich eingercihtet, Hotelterrassen und Zimmerbalkons bieten einen geradezu atemberaubenden Blick unmittelbar auf die Innenstadt und den weitläufigen Hafen von Malaga. Stundenlang könnte man hier oben stehen und den ein- wie auslaufenden Schiffen sowie dem regen Treiben im Hafengebiet zuzuschauen. In so einem großen Hafen herrscht eben stets Betrieb. Das Restaurant des in staatlicher Verantwortung betriebenen Hotels bietet seinen Gästen wie üblich ein kostengünstiges Abendmenü und ist vor allem an Wochenenden ein wichtiges Ausflugsziel für die Einwohner der Stadt und der Umgebung, und bei schönem Wetter sind die besten Plätze mit unbehindertem Blick ebenso wie der Hotel-Parkplatz schon am späten Vormittag besetzt. Hotelgäste tun deshalb gut daran, an Wochentagen im Laufe des frühen Nachmittags anzureisen und am Wochenende spät anzureisen oder von Ausflügen zurückzukehren. Außer der alten Festung Gibralfaro gibt es auf den Anhöhen oberhalb von Malaga noch die "Alcazaba", eine zweite Befestigungsanlage, die neben einem römischen Amphiteater auch ein Archäologiemuseum beherbergt. Die Alcazaba ist bzw. war mit dem Gibralfaro durch einen Gang verbunden, um sich im Falle eines Angriffs gegenseitig unterstützen zu können. Für Freunde alter Festungsanlagen gibt es hier viel zu entdecken und zu bestaunen. Blick
vom Hotel auf MalagaUnmittelbar vor dem Hafen verläuft parallel zu diesem die von Grünanlagen umsäumte Hauptverkehrsader. Das nimmt zwar der Stadt ein wenig das romantische Flair einer Altstadt, wie sie die anderen Städte durchaus aufweisen, doch gewinnt sie dadurch an Dynamik und Leben. Einige alte Gebäude sind auf dem Hafengelände noch vorhanden, doch vor allem im östllichen Teil überwiegen Hochhäuser aus dem sechziger und siebziger Jahren. Hier bleibt hinsichtlich Stadtverschönerung noch etwas zu tun. Doch da Spanien nicht nur von Touristen sondern auch von der Anlieferung und dem Transport von Gütern lebt, müssen diese irgendwo umgeschlagen werden. Wenn man den touristischen-historischen Aspekt einmal zugunsten eines eher großstädtischen zurückstellt, bietet Malaga ein attraktives Ziel für einen Wochenendbesuch. Gleich hinter der breiten Uferstraße beginnt die Innenstadt mit einer breiten Fußgängerzone, die Freunden des "Shoppens" sämtliche Möglichlkeiten bietet. Von drei Seiten schließen die alten Stadtteile mit typischer spanischer Altstadt-Kultur und -Architektur dieses moderne Areal ein. Während im östlichen Teil eher der traditionelle Charakter mit kleinen Läden, Bars und Restaurants überwiegt, drängen sich in den engen Gassen unterhalb der alten Festung die Lokale und Boutiquen. Doch obwohl es hier durchaus touristischer zugeht als auf der anderen Seite, hat man nie den Eindruck einer künstlichen Touristenattraktion. Die Souvenirläden halten sich durchaus in grenzen und die kleinen restaurants und Hotels haben sich alle einen intimen Charakter erhalten. Man spürt, dass hier keine Touristenmassen einfallen, sondern dass die Besucher eher gezielt hierherkommen. Einen Grund dafür stellt sicher das moderne Picasso-Museum dar, das in einer ständigen Ausstellung eine Reihe von Gemälden und Zeichnungen des großen spanischen Künstlers präsentiert. Zwei Straßen weiter befindet sich an dem "Plaza de la Merced" angeblich das Geburtshaus von Picasso, aber selbst Spanier vermerken mit einem Augenzwinkern, dass Picasso hier wohl einige Zeit gelebt hat, aber ob er dort auch geboren ist, sei auf jeden Fall fraglich. Wie dem auch sei, Malaga pflegt den Ruf des Künstlers und nutzt seine Verbindung mit der Stadt auf durchaus verständliche und legitime Weise. Die bizarre Felslandschaft von El TorcalDoch nicht nur Malaga hat dem Besucher Einiges zu bieten, auch die nähere und fernere Umgebung lohnt unbedingt einen Ausflug. Da ist in erster Linie der "Parque Natural del Torcal" in der Nähe von Antequera zu nennen. Etwa eine halbe Stunde dauert die Fahrt bis zum 50 km entfernten Antequera, dann führt die Straße aufwärts in die Berge, bis nur noch Felsen zu sehen sind. Hinter El Torcal endet sie dann inmitten wirl zerklüfteter und erodierter grauer Felsmassen, die einem wegen ihrer seltsamen Formen in der Dämmerung wahrhaft Schrecken einflößen können. Doch am Tage und bei schönem Wetter sind einfsch nur faszinierend. Ein Wander- oder besser Kletterweg führt von einem Besucherzentrum durch die graue Felswildnis - und sicher wieder zurück. Hier wollte man ausreichend Filmmaterial bzw. einen entsprechenden Speicherchip für die Kamera mitnehmen, denn alle zehn Meter öffnet sich ein neuer, spektakulärer Blick. Wer schon einmal in dieser Gegend ist, sollte sich noch einen Abstecher nach Fuente de Piedra gönnen, wo ein großer Salzsee in einem Naturschutzgebiet tausenden von Wasservögeln Brutstätten bietet. Wenn man zur richtigen Zeit kommt und ein wenig Glück hat, kann man hier Flamingos im flachen Wasser stehen sehen. Andernfalls kann man sich Fahrräder mieten und den See umrunden. Wer jedoch kein Freund der Berge und des Binnenlandes ist und eher den Mittelmeerstrand liebt, findet in der Nähe von Malaga vielfältige Strandunterhaltung. Quasi in Sichtweite winkt im Westen der bekannte Badeort Torremolinos, daran schließen sich in einigem Abstand Marbella - leider schon ziemkich zugebaut - und Estepona. Im Frühjahr herrscht hier noch kein großer Verkehr, weder auf den Straßen noch am Strand. Einsame Strandspaziergänge und gemütliche bis intime Abende in Restaurants sind jetzt noch möglich. Das Wetter spielt erlaubt bereits im März zumindest tagsüber leichte Strandbekleidung, und der eine oder andere Badegast wagt sich auch schon mit kräftigen Schwimmzügen aufs Wasser hinaus. Wer dagegen das Wasser lieber vom Trockenen aus genießt, kann auch einen Ausflug mit dem Auto bis nach Gibraltar unternehmen, sollte dafür jedoch von Malaga einen Tag für Hin- und Rückweg einplanen. Parador de Málaga Gibralfaro ****Castillo de Gibralfaro, S/N - 29016 Málaga Frank Raudszus |
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