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Geschichte und Gastfreundschaft |
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Die Parador-Hotels in Spanien, am Beispiel
Andalusien |
Das spanische Andalusien steckt voller historischer Bauten. Die Phönizier gründeten vor über 3000 Jahren Cádiz an der Atlantikküste, dann folgten die Karthager und nach den Punischen Kriegen die Römer. Nach dem Ende des Römischen Reiches ließen sich dort verschiedene Reisende der Völkerwanderung nieder, so die Vandalen, und im 8. Jahrhundert schließlich folgten die Araber, auch Mauren genanant, in deren Zeit die erste wirkliche Hochkultur in diesem Teil Europas entstand. Bis zum Ende des 15. Jahrhunderts gediehen hier die Künste und der Frieden nicht zuletzt dank der liberalen, weltoffenen und feinsinnigen Lebensart der Sarazenen. Nach dem Sieg der "fundamentalistischen" Christen, damals noch nicht Katholiken genannt, folgte eine weniger friedliche Zeit mit blutigen Eroberungen rund um die Welt, Religionskriegen in ganz Europa und nicht zuletzt der Inquisition. Die Araber bauten eine Reihe architektonisch einmaliger Paläste und Befestigungen, und die Christen steuerten danach zahlreiche mächtige Kathedralen bei. Karte
der Paradores in Spanien Während letztere noch immer im katholischen "Betrieb" sind, drohte den maurischen Bauten der Verfall, bis der spanische Staat auf die Idee kam, die älteren, nicht-sakralen Bauten im Zeichen des neu enstehenden Tourismus gastronomisch zu nutzen. Man renovierte Teile alter Schlösser und Burgen, oftmals auf Anhöhen mit traumhaften Anhöhen gelegen, und richtete in den alten Gemäuern moderne Hotels ein, ohne deswegen die alte Baustruktur zu vergewaltigen. Geschichte und Moderne feiern in den vom spanischen Staat betriebenen "Paradores" eine gelungene Symbiose im Zeichen der Gastfreundschaft. Der vorliegenden Bericht beschreibt eine Reise durch Andalusien, die südlichste Provinz Spaniens, mit den Städten Sevilla, Córdoba, Jaen, Granada und Málaga, und die entsprechenden Parador-Hotels in den jeweiligen Städten. Er soll den Lesern einen Eindruck von der Schönheit der Städte und ihrer Baudenkmäler sowie von der Bedeutung dieser speziellen Hotelgruppe vermitteln und die Lust wecken, eine entsprechende Erkundungstour auf eigene Faust durchzuführen. Frank Raudszus |
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