Reisen Heitere Empfindungen bei der Ankunft auf der Insel

                                                       
April 2010
Die erste Reisestation auf Kreta führt zu der Hafenstadt Rethymno an der westlichen Nordküste und ihrem Hinterland

 
Die Stationen der Reise:

Rethymno
Maroulás und Arkadi
Argiropoulis und Moni Préveli
Miliá
Elafonisi
Chania
Akrotiri
Makrigialos
Kato Zákros
Dasaki-Schlucht
Elounda
Rosá-Schlucht































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An einem frischen Freitag Morgen Ende März besteigen wir in Frankfurt die Maschine nach Athen. Natürlich gibt es am Flughafen Probleme, da unsere Flugbestätigung einen Lufthansaflug ausweist, dieser aber nicht auf der Anzeigetafel erscheint. Nachfragen führen an den Schalter von Aegean Airlines, die den Flug in eigener Regie abwickeln. Schließlich sitzen wir im Flugzeug nach Athen, denn einen Direktflug nach Heraklion haben wir bereits im Herbst nicht mehr ergattern können. So heißt es also in Athen innerhalb einer knappen Stunde auszusteigen, ein neues Ticket für die zweite Strecke abzuholen, ein weiteres Mal die Sicherheitskontrollen zu durchlaufen – entgegen allen Klischeevorstellungen sehr genau! - und den Bus zum Flugzeug zu erreichen.

Heraklion begrüßt uns mit kühlem, aber sonnigem Abendwetter, und als auch unser in Frankfurt direkt abgefertigtes Gepäck auf dem Förderband erscheint, kann der Urlaub beginnen. Das Mietauto steht ebenfalls zur Übernahme bereit, und gegen 18 Uhr verlassen wir den Flughafen von Heraklion auf der nördlichen Küstenautobahn in Richtung Westen in den intensiv glühenden Abendhimmel.

Der alte Hafen von Rethymno
Der alte Hafen von Rethymno


Das erste Ziel unserer Reise heißt Rethymno. Die Stadt liegt etwa achtzig Kilometer westlich von Heraklion an der Nordküste und zählt knapp 30.000 Einwohner. Die Altstadt mit ihren engen Gassen und der alte venezianische Hafen sind besondere touristische Anziehungspunkte, ein neuer, großzügiger Fährhafen bindet die Stadt ans Festland an. Die Fahrt dorthin führt durch eine gebirgige Küstenlandschaft, deren karstige, mit dünnem Gestrüpp bewachsenen Hänge bis ans Meer reichen und die Straße immer wieder zu lang gezogenen, auf und absteigenden Kurven durch die Täler zwingen. Aufgrund der frühen Jahreszeit ist der Tourismus noch nicht in Fahrt gekommen und die Straße erfreulich leer. Man kann also auch als Fahrer hin und wieder einen Blick auf das Mittelmeer oder die schneebedeckten Berge im Süden und fern im Westen richten. Je weiter wir nach Westen kommen, desto freundlicher und üppiger wird die Landschaft. Hier regnen sich die Wolken des Westwinds offensichtlich ab, bevor sie auf die zentralen Gebirgsmassive stoßen.

Blick in den Innenhof unseres Hotels
Blick in den Innenhof unseres Hotels

Als wir schließlich in Rethymno eintreffen, ist es bereits dunkel, und der rege Abendverkehr um die Altstadt macht uns zu schaffen. Unser Hotel, ein restaurierter „Palazzo“, liegt mitten im engen Gassengewirr der Altstadt, und ohne Navgationssystem – dass aber hier wohl auch nicht geholfen hätte – ist es sehr schwer, die Zielstraße zu finden. Doch die befragten Passanten zeigen sich sehr hilfsbereit und lotsen uns Stück für Stück näher ans Hotel. Schließlich lassen wir das Auto an einer fragwürdigen Stelle stehen und hoffen auf die Großzügigkeit der lokalen Polizei, um zu Fuß weiter zu suchen, da man mit dem Auto in den engen Gassen nicht einfach halten und die Karte befragen kann. als wir mit unserer Karte einen repräsentativen Schmuckladen an exponierter Stelle aufsuchen und die Verkäuferin nach dem Weg fragen, gestaltet sich die englische Diskussion abfangs etwas mühsam, bis die Dame unsere deutschen Bemerkungen hört und in bestem Deutsch weitermacht: sie ist inDeutschland geboren und hat 18 Jahre lang in Frakfurt gelebt. Welch ein Zufall und Glückfür uns! So erreichen wir kurze Zeit später endlich unser Hotel und müssen zugeben, dass sich die schwierige Suche für diese Unterkunft wirklich gelohnt hat. Wir residieren im obersten Stockwerk eines ehemaligen venezianischen Palazzos in einem geräumigen, ursprünglich und großzügig eingerichteten Zimmer mit Dachterrasse und einem weiten Blick über den abendlichen Hafen auf das Mittelmeer. Und ein typisches Restaurant mit einer reichhaltigen Fischkarte finden wir auch noch in umittelbarer Nähe.

Morgen werden wir zuerst einmal die Umgebuing von Rethymno erkunden.

Frank Raudszus
 

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