Graz - die verborgene Perle Österreichs

Treffpunkt von Renaissance und modernem Life-Style
 
Graz, die zweitgrößte Stadt Österreichs und Hauptstadt der Steiermark, erschließt sich vielen Besuchern erst auf den zweiten Blick. Selbst in Österreich gilt sie Vielen als "heimliche", da stille Liebe. 
Die Lage an der Mur und das Aufeinandertreffen großer Handelsstraßen ließen hier schon vor etwa 900 Jahren eine bedeutende Ansiedlung entstehen. In der Renaissance blühte Graz dann als Residenzstadt der Habsburger auf. Italienische Baumeister schufen die historische Altstadt, die heute mit ihren Arkadenhöfen als eine der besterhaltenen Europas gilt. 

Arkadenhof des Landhauses im Renaissance-Stil 
 

Gerade diese romantischen Innenhöfe, umgeben von toskanischen Säulengängen, und die prachtvollen Renaissancebauten gilt es zu entdecken. Vermitteln sie doch ein südliches Flair, das den besonderen Charme von Graz ausmacht. Etwa hundert Meter über der Stadt thront der grüne Schloßberg mit dem Uhrturm, dem Wahrzeichen der Stadt. Die Glocke stammt noch aus dem Jahre 1382 und ist bekannt durch ihren besonders volltönenden Klang. Das Zifferblatt allerdings sorgt für Verwirrung, denn man muß die Funktionen der Zeiger erst interpretieren. 
Die Aussicht vom Schloßberg eröffnet dem Betrachter einen einzigartigen Blick auf die rote Ziegellandschaft der Altstadtdächer. Mit der Schloßbergbahn kann man sich gemütlich auf den Aussichtsberg der Grazer kutschieren lassen. Der Abstieg auf verträumten und grün umsäumten Pfaden gerät zu einem erholsamen Spaziergang.

 


Der Schlossberg mit Uhrturm -
Wahrzeichen von Graz 

Höhepunkt und unverzichtbares Element eines Stadtbummels durch Graz stellt das im 16. Jahrhundert von dem italienischen Festungsbauer Domenico dell´Allio erbaute Landhaus dar. Es ist ein Bauwerk der italienischen Renaissance, wie es gelungener kaum sein kann. Der Arkadenhof bildet heute den Rahmen für stimmungsvolle Freilichtaufführungen und Konzerte. 

 
 
Das Café und Restaurant JOHAN 
 
Nicht versäumen sollte man nach einer längeren Stadterkundung einen Besuch im Café-Restaurant JOHAN. Ganz minimalistisch möbliert, wirkt die ehemalige Remise vor allem durch die trutzigen Säulen und das Kreuzrippen-Gewölbe. Hier fühlt sich der Purist wohl und kann sich von einer frischen Küche verwöhnen lassen oder die süßen Törtchenträume der hauseigenen Patisserie genießen. Sie sind fast zu schade zum Verspeisen, aber verführen doch zu sehr, um sie nur zu betrachten. 

Ein architektonisch verspieltes "Zuckerl" ist die berühmte spätgotische Doppel-Wendeltreppe der "Burg" aus dem Jahre 1499. Zwei Wendeltreppen steigen parallel auf und treffen nach jeder Drehung wieder aufeinander. 

Die spätgotische Doppel-Wendeltreppe

Die kriegerische Seite der Grazer Geschichte findet sich mit über 30.000 Exponaten im Landeszeughaus. Seit 1551 wurden hier verschiedenste Waffen und Kriegsgeräte von der Offizierspistole über Krummsäbel und Rüstungen bis zur gewaltigen Hakenbüchse zusammengetragen. Heute könnte man mit dieser weltgrößten Sammlung historischer Waffen eine ganze Armee ausrüsten. 


Die Grazer Stadtkrone - das Mausoleum Kaiser Ferdinand des II.

Sehenswert ist die sogenannte "Grazer Stadtkrone", bestehend aus gotischem Dom, Mausoleum, Burg, Schauspielhaus und alter Jesuiten-Universität. Hier spürt man schon etwas von den vielseitigen Einflüssen der politischen und kirchlichen Machthaber, die immer wieder italienische Baumeister in ihre Pläne einbanden. So auch Kaiser Ferdinand II., der sich noch zu Lebzeiten das gewaltige Mausoleum von Pietro de Pomis errichten ließ. 
Das Flair der ländlichen Steiermark findet man auf dem Bauernmarkt (tägl. von 6 bis 13 Uhr) vis à vis der Oper. Hier bieten die Bauern der Steiermark Obst, Blumen, Gemüse, das gute Kürbiskern-Öl, Wurst- und Fleischwaren, hausgemachte Säfte, Marmeladen und vieles mehr feil. Wer wirklich frische Ware wünscht oder dem echten Steirer auf´s Maul schauen will, ist hier an der richtigen Adresse. 

Der Bauernmarkt an der Oper 

Wer nach diesen intensiven Besichtigungen eine Verschnaufpause benötigt, sollte bei Frankowitsch die Häppchen mit ausgewählten und ausgefallenen Belägen wie Kaviar oder verschiedenen Käsesorten in Begleitung eines Gläschens Sekt genießen. Überhaupt ist Graz nicht zuletzt dank der Universität für seine gehobene "Kneipenkultur" bekannt, und so mancher ist schon im "Bermuda-Dreieck" am Mehlplatz verlorengegangen, wo sich Lokal an Lokal reiht. Die Schickeria trifft sich im "Limarutti" oder im Barturm des "M1", man genießt dort coole Drinks und den Blick hinab auf das nächtliche Graz. 
Spielernaturen fühlen sich im Spielcasino wohl, können sie hier doch die "dicke Kohle machen" oder aber schnell das gesamte Urlaubsbudget verjubeln. Genießer schlemmen im Casino-Restaurant. Haubenkoch Walter Prettenthaler verwöhnt seine Gäste kulinarisch aufs Feinste. Auf den Ratschlag des Sommeliers sollte man unbedingt hören. Er empfiehlt so manchen edlen Tropfen, gerade auch aus Österreichs Weingebieten. 

Musikalische Unterhaltung inmitten feinster Spirituosen 

Den Digestif schließlich sollte man an der Pianobar einnehmen, an der es sich zwanglos plaudern läßt. Sängerknaben und -madln dürfen ihr musikalisches Repertoire herunterträllern, und der Mann am Klavier begleitet sie gerne dazu.


Weitere Informationen unter www.info-graz.at oder office@info-graz.at.