"L´Arbre Vert" - ein Synonym für gutes Essen

Radeln, bummeln und schlemmen im Elsaß
  Wer sich für ein Wochenende dem Streß des Alltags in der gewohnten Umgebung entziehen möchte, dem bietet der Elsaß Gelegenheit zum Luftholen und Abschalten. Nicht nur gehen hier die Uhren anders, das heißt gemächlicher, als in unseren Ballungsgebieten, das Leben der Bevölkerung ist aus ausgerichtet auf einen sanften Tourismus und auf den Weinbau, was ja beides durchaus zusammenhängt.

Biegt man in der Höhe von Freiburg nach Westen ab, so ist man nach kurzer Zeit in Colmar, das man möglichst links liegen läßt. Weiter geht es in Richtung Vogesen und bald erreicht man eine Gruppe kleinerer Ortschaften, von denen Kaysersberg den Mittelpunkt bildet. Ringsumher lagern sich die Orte Kientzheim, Sigolsheim und Ammerschwihr. Kaysersberg ist ein zauberhafter Ort, der eigentlich nur aus alten Fachwerkhäusern in allen Farbschattierungen besteht. Man sollte sich die Zeit nehmen, die Fußgängerzone auf der alten Dorfstraße langzubummeln. Hier ist jedes Haus ein Schmuckstück, und bei den Restaurants hat man die Qual der Wahl.
Wer sich den leider auch in Kaysersberg relativ zahlreich auftretenden Touristen - wir sind selbst welche - entziehen will, weicht beim Logis auf eines der Nachbardörfer aus. Hotel- und Restaurantbetrieb gehören in diesen Orten einfach zusammen, so daß man nicht lange suchen muß, um eine gemütliche Bleibe für Schlaf und gutes Essen zu finden.

In Ammerschwihr ist es zum Beispiel der "L´Arbre Vert" - zu Deutsch "Grüner Baum" - der zu einem Wochenende einlädt. Die geräumigen und freundlichen Zimmer direkt über dem Restaurant ermöglichen den Genuß verschiedenster französischer Rot- oder Weißweine, ohne auch nur einen Gedanken an die Heimfahrt verschwenden zu müssen. Das Restaurant in rustikal-warmen Holztönen beschwört ein ländliches Ambiente herauf, in dem man sich gerne und ausgiebig der Speise- und Getränkekarte widmet. Die Preise für Unterkunft und Essen ermöglichen es auch Reisenden mit nicht so dicken Brieftaschen, den Elsaß kulinarisch kennenzulernen.

Wer am nächsten Tag die überflüssigen Kalorien abarbeiten möchte, kann sich in Kaysersberg an der BP-Tankstelle am Ortseingang ein Mountain-Bike leihen und damit die Weinberge rauf- und runterradeln. Aber aufgepaßt, so mancher lauschige Weinberg erweist sich als höher denn gedacht, doch das ist ja auch der Sinn der Übung. Empfehlenswert ist eine Fahrradtour nach Riquewihr, die von Kaysersberg in knapp zwei Stunden zu absolvieren ist, wenn sich die letzten Kilometer bergauf auch etwas ziehen. Dafür genießt man dann das mittelalterliche Flair dieses farbigen Fachwerk-Städtchens, und gemütliche Ecken für den Genuß eines typisch elsässischen Flammkuchens bieten sich auch an. Sehr ähnlich, aber weiter weg von unserem Ausgangsort ist Ribeauvillé. Auch dieser Ort ist ein Kleinod, wie man es in Deutschland nur noch ganz selten sieht.

Wer am nächsten Tag unter Muskelkater leidet, kann sich ja auf einen kurzen Ausflug nach Turckheim beschränken, das neben einer ebenfalls sehenswerten Altstadt auch eine sehr verlockende Gastronomie bietet. Man sollte den Urlaub jedoch nicht zu lange ausdehnen, sonst ist am Ende der Hosenbund soweit eingelaufen, daß er sich nicht mehr schließen läßt.
 
Hotel- und Restaurant-Tip (einer unter vielen):
Hotel und Restaurant "L´Arbre Vert
Familie Gebel-Tournier
Ammerschwihr
Tel.: 0033-3-89471223 
Fax: 0033-3-89782721 
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