| Sinnliche Kleider-Kreationen im "Block Beuys" |
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Sarkis-Ausstellung im Landesmuseum Darmstadt |
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Das Hessische Landesmuseum zeigt vom 17. Februar bis zum 14. April neue Werke des Künstlers Sarkis. 1938 in Istanbul geboren und armenischer Abstammung, lebt er seit 1964 in Paris und gehört mit seinen zahlreichen
internationalen Ausstellungen zu den wichtigsten Künstlern der Gegenwart. In seinen
Installationen schafft Sarkis poetische und höchst
sinnliche, mitunter magisch anmutende Dialoge, die verschiedene Lebens- und Kulturbereiche und die ihr eigentümlichen Objektwelten miteinander verbinden. Historische und aktuelle Objekte,
Alltagsmaterialien, Kultgegenstände, häufig auch museale Sammlungsbestände treten in ein neues Verhältnis zueinander. Überraschend eröffnet sich ein Potenzial vielfältiger Bezüge und Wahrnehmungen.
Im Hessischen Landesmuseum wird Sarkis die Galerieräume im 2. Stock bespielen, in denen sich der "Block Beuys", der größte Werkkomplex des Künstlers Joseph Beuys, und die Malerei des 19. Jahrhunderts, vor allem die Gemälde Arnold Böcklins, befinden. Im Zentrum der Präsentation steht die im Jahr 2000 entstandene Arbeit "Le défilé du XXième siècle en fluo": zehn farbenfrohe Kinderkleider, die in Anlehnung an historische Kostüme des 20. Jahrhunderts von Sarkis entworfen und von dem Couturier Victor Férès für das FRAC des Pays de la Loire in Carquefou/Nantes gestaltet und realisiert wurden. In Zusammenarbeit mit Darmstädter Kindern werden diese Kleider von Victor Férès variiert, ein weiteres Kleid entsteht neu. Sie werden zu textilen Objekten der Ausstellung; in einer besonderen Aktion an festgelegten Tagentragen die elf Darmstädter Kinder diese Kleider durch die Museumsräume - ein poetischer Farb- hauch voller Lebendigkeit zwischen den Objekten des "Block Beuys". Drei weitere raumfüllende Werke ergänzen diese zentrale Arbeit und die mit ihr verbundene Aktion. Besonders der BöcklinSaal erfährt mit von Sarkis entworfenen großen Filz-Objekten, den "Grand Vête- ments" (2001-2002), einen spannenden Dialog. Die Installation "La Conversation entre la Domenika du Chasseur Dozo" (1986-2000) zeigt die Begegnung zweier rituell anmutender Gewänder aus unter- schiedlichen Kulturen zwischen transparenter Präsenz und magischer Kraft. Die dritte Installation führt schließlich eine neue Video-Arbeit mit weiteren Filz-Objekten zusammen und bildet den Abschluss einer Ausstellung mit geradezu körperlich wirkender Präsenz des Materials, der Farben und des Lichts. Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit dem Musée d´Art Moderne in Ceret, wo sie im Anschluss an Darmstadt gezeigt wird. Weitere Informationen sind über E-Mail erhältlich. |