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"Do it Yourself" - auf dem Tanzboden |
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Das
Tanztheater des Staatstheaters Darmstadt holt in einem Workshop Laien
auf die Bühne |
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Der
Titel des Workshops lautete "Somemrwind" und hatte vor allem
sommerliche (Urlaubs-)Freuden zum Thema, die im familiären Kreis
angesiedelt sind. Daher war eine wesentliche Bedingung bei der
Anmeldung, dass sich jeweils zwei (oder mehr) Familienmitglieder
gemeinsam zusammen meldeten. Die
erste Choreografie nannte sich "Picknick" und beschreibt ganz einfach
mit körperlichen Ausdrucksmittel einen sonntäglichen Ausflug
der Familie zum Picknick im Freien. Zu diesem Zweck bildete die Gruppe
alle erforderlichen Requisiten und Umgebungen mit den Körpern nach
- die Eisenbahn (oder den Bus?) als Käfig aus Menschenleibern, den
Wald mit seinen Bäumen mit erhobenen, leicht schwankenden Armen
und Vogelgezwitscher aus den Mündern (nicht vom Band!), den Genuss
eines Pilzes und die Ohnmacht der Eltern, den Bach, den die nach Hilfe
suchenden Kinder überqueren mussten, den Telefonanruf durch einen
langen Draht, der die Worte überträgt, den
Rettungshubschrauber und schließlich sogar die einzelnen
Buchstaben zum glücklichen ENDE. Das Ganze war mit viel Humor und
witzigen Einfällen garniert, und die einfach nachzuvollziehende
Handlung zog sich als roter Faden durch die ganze Choreographie.
Die
dritte Gruppe präsentierte verschiedene Gruppensituationen, bei
denen der Tanz im Mittelpunkt stand. Paarweise tanzten alle
Gruppenmitglieder nach verschiedener Musik und in verschiedenen
Stilrichtungen und brachten damit die Beziehung zwischen Musik und
Körperbewegung zum Bewusstsein. In
der vierten und letzten Choreographie präsentierte sich die Gruppe
unter der Leitung von Mei Hong Lin persönlich als "stehendes Bild"
wie für eine Fotoaufnahme. Zu den einschmeichelnden Klängen
des uralten Schlager "Que sera, sera" drehten sich die Darsteller wie
in Zeitlupe und präsentierten dabei ein ständig changierendes
Bild einer großen Gruppe. Diese Choreographie stellte wegen der
fehlenden "Handlung" die größten Anforderungen an
Konzentration und Spannung der Teilnehmer, verzichtete daher aber
notgedrungen auf die humoristischen Effekte der ersten beiden
Vorführungen. Das
Publikum dankte "seinen" Darstellern mit begeistertem Beifall und
folgte gerne der Aufforderung von Mei Hong Lin, gemeinsam mit dem
Ensemble auf der Bühne zu tanzen. Man kann diese Publikumsaktion
des Staatstheater uneingeschränkt als einen großen Erfolg
bezeichnen, auch wenn es vielleicht nicht Eingang in die Feuilletons
der großen Zeitungen findet. Frank
Raudszus Alle Fotos © Barbara Aumüller |
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