| "Tiertod" - Mythen und Wirklichkeit |
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Ausstellung des Hessischen Landesmuseums Darmstadt |
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Nach der Ausstellung Tier im Tiegel bietet das Hessische Landesmuseum eine weitere Ausstellung, die dem Thema Tier gewidmet ist. Lag beim "Tier im Tiegel" der Schwerpunkt darauf, was der Mensch alles aus Tieren und tierischen Produkten fertigt, so beschäftigt sich die neue Ausstellung mit dem Tod der Tiere. Dieses Thema bietet sich für das Landesmuseum geradezu an, da sowohl die zoologische Abteilung als auch die Fossiliensammlung der "Grube Messel" hauptsächlich Tiere zeigen. Nirgends ist der Tod schöner als im Museum.
Viele ausgestorbenen Tierarten sind heute nur noch als präparierte Schau-Objekte in Museen zu finden. Beispielsweise der letzte Wolf Hessens, dessen Balg in imponierender Größe im Schaukasten hängt.
Der Tod von Tieren und der Umgang des Menschen damit sind gesellschaftlich definiert. Die Interaktionen zwischen Mensch und Tier bestimmen die Todesarten aber auch die Trauerarbeit, die Menschen für Tiere leisten. So werden auch Hunde-Friedhöfe und Tier-Urnen in der Ausstellung gezeigt. Um Tiere und deren Tod ranken sich Mythen - immer dann, wenn der Mensch auf Unerklärliches stößt. Der massenhafte Selbstmord der Lemminge beispielweise wurde auf diese Weise verklärt. Die Ausstellung widerlegt den Selbstmord-Mythos und erklärt den Tod der Lemminge auf ganz realistische Weise. Während der Begleitkatalog zur Ausstellung eine durchaus aufschlußreiche Auseinandersetzung mit dem Thema bietet, ist die Ausstellung selbst etwas dünn bestückt. Hier hätte man mehr erwartet. Die Ausstellung ist vom 25. Januar bis zum 8. März 1998 geöffnet. |