| English Theater" Kat and the Kings" |
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Musical-Revival der 50er und 60er aus Südafrika |
Judith Rosenbauer, Managing Director des "English Theaters" in der Frankfurter Kaiserstraße, zaubert ein wenig "Capetown Sunshine" in das winterliche Frankfurt. Mit dem Musical "Kat and the Kings" erfüllt sie die Ohren und Herzen der Zuschauer mit der Musik der 50er und 60er Jahre, reißt zum Schluß der Aufführung die Gäste sogar von den Sitzen und läßt sie mittanzen, mitklatschen und mitjubeln. Da kommt viel "rüber" von den heißen Rhythmen der farbigen Truppe aus Südafrika.
Die Handlung spielt zu der Zeit, als Elvis Presley, Bill Haley, Fats Domino und Chubby CHecker die Teenager in Ohnmacht fallen ließen und wahre Begeisterungsstürme bei den Jugendlichen entfachten.
Kat Diamond(Danny Butler), ein gealterter Schuhputzer, versucht im Zuschauerraum Kundschaft zu finden: "Shoeshine, shoeshine! Ma´am can I fix your shoes for you?...". Angesichts einiger junger Leute in der Kluft der fünfuiger Jahre erinnert er sich, wie er als 17jährigerden Traum von einer eigenen Musikgruppe verwirklichte.
Im District Six, einem multi-rassischen Stadtteil von Kapstadt, begeistern sich die vier Freunde Kat Diamond(Elton Landrew), Bingo(Kurt Herman), Ballie(Ashley Washing) und Magoo(Emraan Adams) am Rock´n Roll und wollen eine "Vocal Harmony Group" gründen. Die Idee ist geboren, doch Lucy(Tertia Botha), Magoos ältere Schwester, macht ihnen klar, daß die Idee alleine nicht genügt, sondern daß "talent, determination, smart clothes, choreography, god songs..." und viel Schweiß nötig sind, um wirklich gut zu werden. Sie organisiert die vier Jungs zu einer richtigen Truppe.
Das Outfit der neuen Musikgruppe stimmt. Von Frühlings-Grün über Tomaten-Rot und Knall-Orange bis hin zu Kornblumen-Blau bestechen die Jungs durch Mut zur Farbe. Die ersten Gesangsversuche sind noch zögerlich, die Choreographie noch etwas wirr. Doch schließlich "geht die Post ab". Sie schaffen den Sprung ins "Show Bizz" und werden engagiert. Die "Cavalla Kings" werden zur Top-Truppe in Kapstadt. Doch die Probleme der Apartheid holen sie ein. Lucy will den weißen Konzertagenten Smitty heiraten, der die Gruppe engagiert hat, und muß nach Kanada auswandern, weil die Mischehe in Südafrika nicht erlaubt ist. Ihr Bruder Magoo folgt ihr, da auch er in Südafrike keine Zukunft für sich sieht. Die Gruppe fällt auseinander. Zurück bleibt die Hoffnung auf ein toleranteres Afrika, in dem niemand mehr nach der Hautfarbe beurteilt wird und die Musik alle Bevölkerungsgruppen vereint.
Im Englischen Theater ist dies gelungen. Jung und Alt, Farbig und Weiß versammelten sich nach der Aufführung in bester Stimmung zusammen mit der Schauspieltruppe im Foyer und ließen den Abend beschwingt ausklingen. Karten gibt es unter: 069/28 00 87, 0611/9 99 79 12 oder 0180/5 23 14 31 |