Little People. BIG DREAMS: Andy Warhol und weitere

Andy Warhol

Wie schafft es ein Künstler, mit Suppendosen, die er in der Galerie stapelt, eine neue Kunstepoche einzuleiten?

Andy war ein schüchternes Kind. Seine Eltern waren aus den europäischen Karpaten in die USA ausgewandert und mussten in Pittsburgh mit wenig Geld auskommen. Wann immer Andy Papier und Bleistift zur Hand hatte, zeichnete er. Als Achtjähriger erkrankte er schwer und musste lange im Bett liegen. Aus Langeweile stellte er Collagen aus Zeitschriften zusammen, wobei er viele Stars kennenlernte, denen er nacheifern wollte. Vielleicht mit seinem kreativen Talenß

Als er an der Universität studierte, wurden seine Arbeiten zum ersten Mal öffentlich sichtbar. Jetzt wollte er es wissen und verdingte sich bei einem Modemagazin. Erst entwarf er verrückte Sonnenbrillen, schicke Schuhe und Makeups, dann entdeckte er die Dosen mit Tomatensuppe. In seiner Ausstellung stapelte er die Suppendosen wie in einem Lebensmittelladen. Die Pop-Art war geboren. Kunst für alle. Mit poppigen Farben, Alltagsmotiven und Reihungen schuf er etwas gänzlich Neues. Das stille Genie wurde über den ganzen Erdball berühmt.

Vivienne Westwood

Schon das Cover zeigt Vivienne Westwood in der Pose des aufmüpfigen Mädchens. Sie war ein wildes Kind und träumte davon, die Welt umzukrempeln. Sie kämpfte schon in der Schule für Gerechtigkeit und hasste Mobbing.

Als sie älter wurde, wählte sie in London das Studium für Mode- und Schmuckdesign. Nebenher verdiente sie sich Geld als Lehrerin in einer Vorschulklasse. Doch im herzen war sie immer bei der Mode. Deshalb eröffnete sie mit ihrem Freund Malcolm eine Boutique für coole Kleidung und Musik. Sie kreierte aus alten Stoffen neue abgefahrene T-Shirts, dazu kamen krasse Haarschnitte und Körperschmuck. Es war ein Protest gegen das Establishment – der Punk war geboren.

Bald schaffte sie es mit zerfetzten T-Shirts und Kleidern aus Samt und Brokat auf die Laufstege der großen Modeschauen. Bald danach forderte sie, weniger Kleidung zu kaufen und diese länger zu tragen. Mit Kritik konnte sie gut leben – sie wollte gegen den Strom schwimmen und liebte das Andersartige.

Journal

Passend zu der Kinderbuchserie gibt es jetzt auch ein „Journal“. Hier können sich die jungen Leser mit ihren Träumen, Ängsten und Sorgen selbst einbringen. Sie lernen anhand verschiedener Arbeitsanleitungen, zu sich selbst zu finden, z. B. was sie Cooles tun können, damit die Woche für sie zählt. Sich selbst annehmen, indem man sein Gesicht im Spiegel betrachtet und Merkmale aufzählt, die man an sich mag. Was kann ich alles mit meinem Körper machen? Mein Mund kann….mein Gehirn kann…meine Arme können… Wenn ich ein Regenbogen wäre, würdest Du diese Farben sehen. Einen Brief an die Zukunft schreiben….

Das Journal zeigt in vielen kleinen Schritten auf, wie man stark werden und seine Träume umsetzen kann. Es ist eine tolle Ergänzung zu den Kinderbüchern über Berühmtheiten. Es kostet 17 Euro.

Sticker-Mitmachbuch

Im Sticker-Mitmachbuch werden noch einmal viele Persönlichkeiten der Kinderbuchreihe aufgerufen, z. B. Frida Kahlo. Hier wird das Kind aufgefordert, Farben für Fridas Palette zu finden, und anschließend kann es noch ein Selbstportrait gestalten. Stephen Hawking war fasziniert vom Weltall. Hier kann das Kind den Himmel phantasievoll ausgestalten. Mit Vivienne Westwood kann das Kind selbst krasse Mode gestalten.

Auch dieses Album ist wohldurchdacht, lässt Kinder kreativ werden und dabei neue Kräfte und Ideen entstehen. Es kostet 6,95 Euro.

Die Bücher sind im Inselverlag erschienen.

Barbara Raudszus

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