Author Archive | Elke Trost

Titelblatt

Saśa Stanišić, Herkunft

In seinem 2019 erschienenem Roman „Herkunft“ erzählt Saśa Stanišić die eigene Familiengeschichte, das heißt eine Geschichte von Flucht, Ankunft und Neuorientierung in Deutschland, aber auch von Sehnsucht nach dem Verlassenen, von den unterschiedlichen Erzählungen der Erinnerung. Die stark autobiographisch geprägte Erzählung aus der Sicht des inzwischen erwachsenen Saśa thematisiert die Vielschichtigkeit des biographischen Bruchs, der […]

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L.P.Hartley: „Ein Sommer in Brandham Hall“

Der Roman „Ein Sommer in Brandham Hall“ von L.P. Hartley erschien im englischen Original erstmals 1953 unter dem Titel „The Go-Between“. Es gab inzwischen verschiedene deutsche Auflagen, aber der Roman geriet in Vergessenheit. Jetzt ist er im Eisele Verlag neu aufgelegt worden, und es hat sich gelohnt. „Ein Sommer in Brandham Hall“ erzählt aus der […]

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Gabriele Tergit: „Effingers“

Der Roman „Effingers“ von Gabriele Tergit erschien zum ersten Mal 1951 im Verlag Hammerich & Lesser, nachdem zuvor viele Verlage, darunter Suhrkamp und Rowohlt, das Manuskript abgelehnt hatten, zum Teil unter fadenscheinigen Gründen, etwa wegen angeblichen Papiermangels. Eine zweite Auflagen erschien 1978. Danach geriet der Roman in Vergessenheit. Nun ist er im Mai 2019 von […]

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Peggy Mädler, Wohin wir gehen

In ihrem Roman „Wohin wir gehen“ begibt sich Peggy Mädler auf Spurensuche in zwei Familien. Es geht um Bewegungen, Bewegungen im Raum und in der Zeit, um den Verlust von Heimat und um die Suche nach den eigenen Wurzeln. Peggy Mädler macht diese Spurensuche fest an zwei Mädchenfreundschaften in zwei Generationen, die von der Kindheit […]

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Julian Barnes: „Die einzige Geschichte“

In dem Roman „Die einzige Geschichte“ von Julian Barnes steht wie in früheren Romanen das Thema Erinnerung hinter der Erzählung: Erinnerung als psychischer Prozess, dem wir nicht trauen können. Erinnerung verändert, verklärt, verdrängt Erlebnisse. Je älter wir werden, desto stärker verdichten sich Erinnerungen, je nach dem, welche Bedeutung und welche Auswirkungen die jeweiligen Ereignisse im […]

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Christoph Ramsmayr, Cox oder Der Lauf der Zeit

Der 2016 erschienene Roman „Cox oder der Lauf der Zeit“ des österreichischen Schriftstellers Christoph Ramsmayr entwirft ein Bild der chinesischen Gesellschaft im 18. Jahrhundert zur Zeit des Kaisers Qianlong, der in seiner Vermessenheit auch über den Verlauf der Zeit gebieten will. Im Mittelpunkt der Romanhandlung steht der weltweit bekannte englische Uhrmacher Alistar Cox, der von […]

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Gretchen Dutschke, 1968 Worauf wir stolz sein dürfen

Mit ihrem 2018 erschienenen Buch „1968 – Worauf wir stolz sein dürfen“ liefert Gretchen Dutschke eine zusammenfassende Übersicht über die Entwicklung der Studentenbewegung und deren gesamtgesellschaftliche Auswirkungen. Die Autorin verknüpft in ihrer Darstellung ihre persönliche Geschichte als Partnerin und Ehefrau Rudi Dutschkes mit den politischen Zielen und Hoffnungen großer Teile der jungen Generation der 60er […]

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Kenah Cusanit, Babel

Im Zentrum des historischen Romans „Babel“ von Kenah Cusanit steht die Figur des Architekten Robert Koldewey, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts das antike Babylon mit Ishtar-Tor, Prozessionsstraße und dem Fundament des Turms ausgegraben hat. Kenah Cusanit folgt Robert Koldewey im Jahre 1913 auf die Ausgrabungsstätte von Babylon, wo er als Grabungsleiter ein Team von […]

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Judith Schalansky: Verzeichnis einiger Verluste

Was für ein Buch! Judith Schalansky fordert mit ihrem neuen Buch „Verzeichnis einiger Verluste“ ihre Leserinnen und Leser heraus. Aber wer sich auf sie einlässt, wird reichlich belohnt, er wird in entfernte Wissensgebiete, in versunkene Zeiten, in ferne Zukunft entführt. Zwölf ganz unterschiedliche Texte kreisen um die Themen Verlust, Vergessen und Erinnerung. Sie sind der […]

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Buchcover

Michel Houellebecq: Serotonin

„Es ist EINE KLEINE WEISSE, ovale, teilbare Tablette.“ Mit diesem Satz beginnt der neue Roman „Serotonin“ von Michel Houellebecq. Mit diesem Satz ist auch der letzte Abschnitt, eine Art Epilog, überschrieben. Zwischen diesen beiden Sätzen liegt die Lebensbeichte des Ich-Erzählers Florent-Claude Labrouste, der mit seinen 46 Jahren am Ende ist, völlig abhängig von der kleinen […]

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