Archive | Literatur

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Miranda Cowley Heller: „Der Papierpalast“

Dieser Roman, hier als Hörbuch vorgestellt, besteht aus zwei eng miteinander verbundenen Geschichten: einmal die Biographie einer Frau, die um 1970 in New York der USA zur Welt kam, einschließlich der Familiengeschichte vor ihrer Geburt, andererseits ihre Zerrissenheit zwischen einem glücklichen Familienleben mit perfektem Ehemann und Kindern einerseits und ihrer Jugendliebe andererseits, von der sie […]

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2205_demut

Szczepan Twardoch: „Demut“

Alois Pokora kommt im Jahr 1891 im oberschlesischen Nieborowitz als Sohn von Anton und Paulina Pokora zur Welt. Alois´ Vater arbeitet als Steinhauer im Kohlebergwerk. Sein Verdienst reicht gerade einmal, um seine Familie zu ernähren, die sich alle zwei Jahre um ein weiteres Kind vergrößert. Anton Pokora ist ein griesgrämiger Mensch, der keinerlei Freude am […]

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Cover

Michel Houellebecq: „Vernichten“

Der neue Roman „Vernichten“ von Michel Houellebecq ist eine Überraschung. Anders als in den bisherigen Romanen ist die Hauptfigur nicht ein zynischer Opportunist oder gar Nihilist, vielmehr ein ganz normaler Franzose der gebildeten Mittelschicht. Beruflich ist er durchaus erfolgreich, aber nicht überragend. Er ist verheiratet, aber nicht glücklich, wie viele andere auch. Dennoch steht diese […]

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Helga Bürster: „Eine andere Zeit“

Geheimnisvoll beginnt der Roman „Eine andere Zeit“ von Helga Bürster. Die Romanidee ist im Jahr 2019 in dem kleinen Fischerdorf Kamp in Vorpommern verortet, das einsam und vom Fortschritt abgeschnitten gegenüber von Usedom liegt. Als die Mauer 1989 in Berlin fiel, sind viele Dorfbewohner in den Westen gegangen, um dort ihr Glück zu versuchen und […]

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Shahla Ujayli: „Unser Haus dem Himmel so nah“

Shahla Ujaylis Roman „Unser Haus dem Himmel so nah“ ist einerseits eine Familiengeschichte aus der syrischen Stadt Raqqa, aber gleichzeitig auch eine Liebesgeschichte zwischen der Kulturanthropologin Djuman Badran, die auf einem Flug nach Jordanien den Ägypter Nasser al-Amiri kennenlernt. Beide fühlen sich sofort zueinander hingezogen, und während sich ihre Beziehung über die Jahre festigt, tauschen […]

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Marc Degens: „Selfie ohne Selbst“

Literaten bauten in ihren Fiktionen von je her gerne Phantasiewelten auf, die nicht notwendigerweise Rückschlüsse auf ihr eigenes Leben ermöglichten. In dem noch jungen Genre der Autofiktion ändert sich das jedoch radikal, da Schriftsteller in entsprechenden Werken ihr eigenes Leben verarbeiten, oft nur dünn mit fiktionalen Elementen kaschiert. Die konsequente Weiterentwicklung der Autofiktion ist das […]

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Axel Simon:“Thronfall“

Nachdem Gabriel Landow es im letzten Kaiserzeit-Krimi „Goldtod“ mit kriminellen Bankiers, rachsüchtigen Geschädigten und pädophilen Honoratioren zu tun hatte, wird er in dem Roman mit dem Titel „Thronfall“ in den Mahlstrom des internationalen Terrorismus gerissen, der auch schon Ende des 19. Jahrhunderts aktiv war. Allerdings füllt er die politisch nicht ganz überzeugend ausgearbeitete Geschichte mit […]

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Inga Abele: „Flut“

Ieva hat Aksel geliebt. bei ihm fühlte sie sich als Ganzes. Aber er wurde ihr genommen. erschossen von ihrem Ehemann Andrejs. Jetzt muss sie wieder zu sich selbst finden und Körper und Geist zusammenfügen. Ieva ist glücklich aufgewachsen bei Lieboma. Hier war alles geregelt, und sie hatte viel Zuwendung. Früh heiratet sie Andrejs, und bald […]

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Amy Waldman: „Das ferne Feuer“

Die Protagonistin Parvin Schams, Amerikanerin mit afghanischen Wurzeln, entschließt sich nach dem Abschluss ihres Studiums in Berkeley, nach Afghanistan zu gehen. Einerseits möchte sie ihre eigene Identität erkunden, andererseits hat sie einen Roman über eine Frauenklinik in Afghanistan gelesen, der sie so beeindruckt hat, dass sie am liebsten dort vor Ort mitarbeiten würde. „Mother Afghanistan“ […]

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Tove Ditlevsen: „Gesichter“

Die autobiographischen Romane der dänischen Schriftstellerin Tove Ditlevsen (1917-1976) sind eine Wiederentdeckung des Aufbau Verlages. Tove Ditlevsen ist eine frühe Annie Ernaux des Nordens. Von der 1967 und 1971 auf Dänisch erschienenen autobiographischen „Kopenhagener Trilogie“ („Kindheit“ und „Jugend“ 1967, „Abhängigkeit“ 1971) wurde bisher nur der dritte Band 1980 unter dem Titel „Sucht“ bei Suhrkamp verlegt. […]

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