Author Archive | Elke Trost

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Michel Houellebecq: „Vernichten“

Der neue Roman „Vernichten“ von Michel Houellebecq ist eine Überraschung. Anders als in den bisherigen Romanen ist die Hauptfigur nicht ein zynischer Opportunist oder gar Nihilist, vielmehr ein ganz normaler Franzose der gebildeten Mittelschicht. Beruflich ist er durchaus erfolgreich, aber nicht überragend. Er ist verheiratet, aber nicht glücklich, wie viele andere auch. Dennoch steht diese […]

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Tove Ditlevsen: „Gesichter“

Die autobiographischen Romane der dänischen Schriftstellerin Tove Ditlevsen (1917-1976) sind eine Wiederentdeckung des Aufbau Verlages. Tove Ditlevsen ist eine frühe Annie Ernaux des Nordens. Von der 1967 und 1971 auf Dänisch erschienenen autobiographischen „Kopenhagener Trilogie“ („Kindheit“ und „Jugend“ 1967, „Abhängigkeit“ 1971) wurde bisher nur der dritte Band 1980 unter dem Titel „Sucht“ bei Suhrkamp verlegt. […]

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Cover Zwiegespräch

Peter Handke: „Zwiegespräch“

Der neue, grade erschienene Handke-Text „Zwiegespräch“ ist noch schmaler als sein Vorgänger „Mein Tag im anderen Land“ von 2021. Auf nur 67 Seiten in großem Druck mit breitem Rand führt der alte Erzähler ein Zwiegespräch mit einem offenbar ebenso alten Gegenüber. Die beiden Alten definieren sich als „Narren“, die mit ihren jeweiligen Erinnerungen und dem […]

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Antje Rávik Strubel: „Blaue Frau“

Der 2021 erschienene Roman „Blaue Frau“ von Antje Rávik Strubel erzählt die Geschichte der jungen Adina, die aus der Abgeschiedenheit ihres tschechischen Heimatdorfes im Riesengebirge nach Berlin aufbricht, um die Welt des Westens kennenzulernen. Diese Welt aber wird ihre Hoffnungen auf ein besseres Leben grundlegend erschüttern. Auf ihren Stationen in Berlin, in der Uckermark und […]

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Marie NDiaye: „Die Rache ist mein“ 

Marie NDiaye konfrontiert uns in ihrem neuen Roman „Die Rache ist mein“ mit familiären Beziehungen, die nach außen harmonisch und friedlich wirken. Tatsächlich aber tun sich Abgründe auf, die alle Liebesbekundungen als aufgesetzt und heuchlerisch entlarven. Was nach außen als Liebe zum Partner bzw. zur Partnerin aussieht, ist in Wahrheit nur ein Zerrbild größter Eigenliebe. […]

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COvere Liebe in Zeiten

Florian Illies: „Liebe in Zeiten des Hasses – Chronik eines Gefühls 1929 – 1939“

In „Liebe in Zeiten des Hasses“ entfaltet Florian Illies das Lebensgefühl von in der Mehrheit deutschen Künstlern, Schauspielern, Regisseuren und Intellektuellen in einem chronologischen Durchgang durch die Jahre von 1929 bis 1939. Berlin ist in den späten 20er Jahren das Zentrum der deutschen alternativen und avantgardistischen Szene, Paris ist das europäische Zentrum. Die Moderne räumt […]

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Caroline Rosales: „Das Leben keiner Frau“

Caroline Rosales Roman „Das Leben keiner Frau“ beginnt mit dem Ende, der wohl durchdachten Planung eines eleganten Selbstmords. Erst nach diesem Prolog erzählt Caroline Rosales die Geschichte der Midlife-Krise von Melanie, einer äußerst attraktiven und erfolgsgewohnten Frau, die ihren 50. Geburtstag mit einer Riesenparty feiert. Noch scheint alles im Lot: Sie ist stellvertretende Chefredakteurin einer […]

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Eva Menasse: „Dunkelblum“

„Dunkelblum“ – was für ein Titel! Das ist doch ein Widerspruch in sich, das helle, farbige Leuchten, das wir mit einer Blume verbinden, im Zusammenhang mit Dunkel, also Unklarheit. Oder ist es das, was im Dunklen, also im Verborgenen, blüht und gedeiht? Der Titel scheint auf nichts Gutes zu verweisen. Der 2021 erschienene Roman „Dunkelblum“ […]

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Alex Schulman: „Die Überlebenden“

Den 2020 auf Schwedisch erschienenen Roman „Överlevarna“ von Alex Schulman hat nun der dtv Verlag unter dem Titel „Die Überlebenden“ in der deutschen Übersetzung von Hanna Granz herausgebracht. Alex Schulman erzählt die Geschichte eines Familiendramas, das sich vor der Kulisse scheinbarer Idylle und Harmonie abspielt und das die drei Söhne ein Leben lang prägen wird. […]

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Amy Waldman: „Das ferne Feuer“

Der Roman „Das ferne Feuer“ der US-amerikanischen Autorin Amy Waldman erschien im Frühjahr 2021  in der deutschen Übersetzung von Brigitte Walitzek. Der Roman führt die Leserinnen und Leser in die abgeschiedene ländliche Welt Afghanistans im Jahre 2019, als die US-Amerikaner und die Nato-Truppen noch im Land sind. Amy Waldman geht es insbesondere um die katastrophale […]

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