Archive | Hörbücher

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Giuseppe Tomasi di Lampedusa: „Der Leopard“

„Der Leopard“ gehört zu den anfangs gering geschätzten Werken der Weltliteratur, die erst nach dem Tode des Verfassers weltweite Wertschätzung erfuhren. Im Falle dieses Romans kann man das auf die zeitliche Nähe des Stoffes und die seitdem entstandenen (welt)politischen Umbrüche zurückführen. Nach der Einigung Italiens und zwei Weltkriegen schien das Ende des Feudalismus in Sizilien […]

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Jon Fosse: „Ein anderes Leben: Heptalogie I-II“

Die Literaturgeschichte weist dem – guten! – Roman eine ganze Reihe typischer Eigenschaften zu, zu denen etwa ein reiches Personaltableau, sorgfältig konturierte Charaktere, eine sich markant entwickelnde Handlung und schließlich eine reiche, vielfältige Sprache gehören. Nichts von alle dem zeichnet das Romanwerk – oder zumindest die ersten beiden Teile des siebenbändigen Werks – des gerade […]

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Kommissar Raths Fälle der frühen Dreißiger

Spätestens nach der Fernsehserie „Babylon Berlin“ haben Kommissar Gereon Rath und seine Freundin Charlotte Ritter Kultstatus errungen. So lag es nahe, alle „Rath“-Romane von Volker Kutscher auf Hör-CDs anzubieten. Das kann jedoch zu gewissen Reihenfolge-Problemen führen, die wiederum die Spannung reduzieren und zu einem erzählerischen Rückschritt führen. Nachdem wir im Januar bereits „Transatlantik„, den neueste […]

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Joseph Conrad: „Lord Jim“

Joseph Conrad ist einer der herausragendsten Romanciers des ausgehenden 19. und beginnenden 20.Jahrhunderts, und aufgrund seiner langjährigen Tätigkeit als Kapitän von Handelsschiffen handeln seine Werke im weitesten Sinne von der Seefahrt. Seine Sprache gilt als besonders einfühlsam und eindringlich. In dem Roman „Lord Jim“ verarbeitet er einen realen Vorfall, bei dem die Offiziere eines Pilgerdampfers […]

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Martin Walker: „Tète à Tète“

In seinem vierzehnten Fall hat es der „Dorfpolizist“ Brunot mit einem alten Mord und Politik zu tun. Sein Kollege Jean-Jacques kämpft – im übertragenen Sinne – immer noch mit der unbekannten Leiche eines Mannes, der vor etwa dreißig Jahren im Périgord zu Tode kam und bis heute nicht identifiziert werden konnte. Jetzt lässt er den […]

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Volker Kutscher: „Transatlantik“

Die Fernsehserie „Babylon Berlin“ mit dem Kommissar Gereon Rath war so erfolgreich, dass Autor Volker Kutscher das epische Rad weiterdrehte. Nachdem Rath in der letzten Folge, die bereits nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten spielt, erst den scheinbar unfallbedingten Tod eines SS-Offiziers bearbeitet hatte und dabei mit einem ehemaligen Gegner der Weimarer Republik und jetzigem Unterweltkönig […]

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Joel Dicker: „Die letzten Tage unserer Väter“

Ende 1940 hatten die Deutschen zwar die Luftschlacht gegen England verloren, aber dagegen das restliche Westeuropa vom Nordkap bis zur spanischen Küste besetzt. Für junge Franzosen gab es nur die Alternativen des Wegduckens, der Résistance oder der Flucht in ein anderes Land, verbunden mit der Möglichkeit des aktiven Widerstands. Am Beispiel des jungen Parisers Paul […]

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Nino Haratischwili: „Das mangelnde Licht“

Von dieser Autorin haben wir bereits den Roman „Das achte Leben“ vorgestellt, der eine georgische Familiengeschichte des 19. Jahrhunderts widerspiegelt. In dem neuen Roman schließt Nino Haratischwili zeitlich an den Vorgänger an, ohne jedoch das Personal zu übernehmen. Man darf aber dennoch einen starken biographischen Hintergrund vermuten, da die emotionale Eindringlichkeit der Geschichte auf intensives […]

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Miranda Cowley Heller: „Der Papierpalast“

Dieser Roman, hier als Hörbuch vorgestellt, besteht aus zwei eng miteinander verbundenen Geschichten: einmal die Biographie einer Frau, die um 1970 in New York der USA zur Welt kam, einschließlich der Familiengeschichte vor ihrer Geburt, andererseits ihre Zerrissenheit zwischen einem glücklichen Familienleben mit perfektem Ehemann und Kindern einerseits und ihrer Jugendliebe andererseits, von der sie […]

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Stine Pilgaard: „Meter pro Sekunde“

Bücher von Großstädtern über die Entdeckung der ländlichen Provinz sind gerade en vogue, in Deutschland etwa bei Julie Zeh oder Lola Rand. Diese Selbstfindungserzählungen weisen oft einen leicht jovialen wenn nicht – unbewusst? – herablassenden Grundtenor auf, glauben doch weltläufige Urbanisten gerne, als einzige die Vorteile beider Lebenswelten zu vereinigen. Die Dänin Stine Pilgaard erliegt […]

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