Archive | Bücher

2607_hafen_tod

Johann-Günther König: „Hafen oder Tod“

Zweitausend Jahre Seefahrt und ihr Niederschlag in der Literatur finden in diesem Buch ihr Echo, und der Autor fügt dabei die selten fröhlichen und meist ängstlichen oder gar traumatischen Berichte über Meeresüberquerungen zu einer eindrucksvollen Palette der unterschiedlichsten Gemütsfarben zusammen. Dabei überwiegt das Gefühl, dass er selbst kein „gestandener“ Seemann ist, da er in seinen […]

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Cover Marmor

Judith Schalansky: „Marmor, Quecksilber, Nebel – Woraus die Welt gemacht ist“

Judith Schalansky hielt im Sommer 2025 Poetikvorlesungen an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Ihr neues Buch „Marmor, Quecksilber, Nebel“ basiert auf diesen Vorlesungen. Angesichts des Titels fragte ich mich, was Marmor, Quecksilber und Nebel mit Literatur zu tun haben könnten. Ich war gespannt auf Judith Schalansky und erwartete eine aufregende Lektüre, nachdem mich ihr 2018 […]

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2606_teufelspakt

Sebastian Haffner: „Der Teufelspakt“

Der Autor dieser Zeilen wuchs in den fünfziger Jahren in der Bundesrepublik auf und übernahm sein Weltbild hinsichtlich West-Ost und speziell der Sowjetunion von dem gesellschaftlichem Umfeld der Elterngeneration. Eltern, Lehrer und auch die Presse verbreiteten unisono das Bild der „bösen“ UdSSR, deren Soldaten am Ende des Krieges massenhaft deutsche Frauen vergewaltigt hatten und deren […]

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2606_hirnstattmoral

Liya Yu: „Hirn statt Moral“

Der Titel dieses Buches erscheint angesichts des in weiten Kreisen vorherrschenden Moralismus einleuchtend und auf eine eher faktengebundene Diskussion aktueller gesellschaftlicher Probleme zu dringen. Doch die Lektüre zeigt schnell, dass er wörtlicher gemeint ist als vom Leser angenommen. Die Autorin ist „neuropolitische“ Philosophin, was bedeutet, dass sie ihr philosophisches Gedankengebäude aus den Erkenntnissen der Gehirnforschung […]

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Cover Lebenentscheidung

Robert Menasse: „Die Lebensentscheidung“

Der österreichische Schriftsteller Robert Menasse nennt seine Erzählung „Die Lebensentscheidung“ eine Novelle. Es handelt sich demnach um eine Erzählung mittlerer Länge mit einsträngiger Handlung, die wesentlich durch eine dialogische Struktur gekennzeichnet ist. Der Ausgang der Handlung bleibt meist offen, hier sind dann die Leserinnen und Leser gefordert, sich einen Reim zu machen.Wie schon in seinem […]

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Agnes Callard: „Sokrates“

In der Danksagung am Ende dieses Buches gesteht die Autorin ihr eigenes Paradox – wir wollen es in Anlehnung an ihre Begriffe im Buch das „Callard-Paradox“ nennen – ein, das sich aus dem Widerspruch zwischen dem Buch als solchem und den in ihm entwickelten Erkenntnissen zu Sokrates´ Denkweise ergibt. Um es hier vorwegzunehmen: Callard leitet […]

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Lerner, Cover

Ben Lerner: „Transkription“

Der kleine Roman „Transkription“ – eigentlich ist es eine Erzählung – des jungen amerikanischen Autors Ben Lerner hat es in sich! Auf nur 160 Seiten entfaltet der Autor ein Beziehungsgeflecht um den 90-jährigen Thomas, einen Wissenschaftler und Filmemacher an der Universität in Providence, das uns in die verschiedenen Lebenswelten der alten und der jungen Generation […]

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Richard Price: „Lazarus Man“

Richard Price wurde 1949 in der New Yorker Bronx geboren und wuchs dort auf. Heute lebt er in Harlem, ebenfalls New York. In seinem Roman „Lazarus Man“ wird der Protagonist Anthony sechsunddreißig Stunden unter den Trümmern eines eingestürzten Hauses begraben. Er weiß nicht recht, ob er in dieser Zeit bewusstlos war oder sich in einer […]

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COver Sanditz

Lukas Rietzschel: „Sanditz“

Der 1994 in der Lausitz geborene Schriftsteller Lukas Rietzschel gehört zu der Generation der sogenannten „Nachwende-Kinder“. Diese Generation hat die DDR nicht mehr selbst erlebt, wohl aber die Folgen der Wende. „Nachwende-Kinder“ sind in einer eigentümlichen gesellschaftlichen Situation aufgewachsen. Sie haben die ideologische Beeinflussung der DDR-Erziehung nicht mehr selbst erfahren, aber sie waren oft in […]

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2605_sörensen

Sörensen füttert an

Der fiktive Kriminalkommissar Sörensen des Krimis-Autors Sven Stricker ist kein James Bond, kein Hercule Poiret oder einer der sonstigen „Helden“ des Krimi-Genres, sondern ein echter „Antiheld“. Seine krankheitsgleichen Angstattacken haben ihn schon aus der kriminellen Hochburg Hamburg nach Nordfriesland verschlagen, wo es vermeintlich geruhsamer zugeht. Doch die ersten beiden Bände der Sörensen-Serie – die erst […]

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