Archive | Bücher

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Karine Tuil: „Die Liebeshungrigen“

In ihrem letzten, hier besprochenen Buch „Diese eine Entscheidung“ hatte Karine Tuil auf mitreißende und dennoch präzise Art nicht nur die Folgen einer fragwürdigen juristischen Maßnahme beschrieben, sondern damit auch auf einem brisanten politischen Problemfeld eindeutig Stellung bezogen. In ihrem neuen Roman setzt sie diese Linie konsequent fort, indem sie ihn in den höchsten politischen […]

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Cover Nanon

George Sand: „Nanon“

Anlässlich ihres 150. Todestags wurde in den Medien der französischen Schriftstellerin George Sand (1804 – 1876) gedacht, die eine der bedeutendsten frühen feministischen Stimmen in Frankreich war. Vielen ist sie nur als Lebensgefährtin von Chopin bekannt, den sie bis zu seinem Tod begleitete. George Sand, eigentlich Amantine Aurore Lucile Dupin de Francueil, war eine bemerkenswerte […]

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Cover An den Rändern

Elena Ferrante: „An den Rändern“

Die italienische Schriftstellerin Elena Ferrante, Autorin der Tetralogie „Neapolitanische Saga“, auf Deutsch zwischen 2016 und 2018 erschienen, hütet weiterhin das Geheimnis ihrer Identität. Auch mit ihrem neuen Buch „An den Rändern“ hält sie daran fest. Das Buch enthält drei Vorlesungen über Lesen und Schreiben, die 2021 an der Universität von Bologna im Rahmen der „Lectiones […]

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2607_teilung_der_macht

Luise Schorn-Schütte: „Die Teilung der Macht“

Der Untertitel dieses historischen Sachbuches lautet „Eine Geschichte der frühen Neuzeit“ und verortet es in die Epoche von Luthers 95 Thesen (1517) bis zur französischen Revolution (1789). Damit schließt es zumindest zeitlich an das hier vorgestellte Buch „Gründerzeit 1200“ an , das die Entwicklung der Stadtkultur zwischen 1200 und dem Ende des 15. Jahrhunderts beschreibt. […]

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Johann-Günther König: „Hafen oder Tod“

Zweitausend Jahre Seefahrt und ihr Niederschlag in der Literatur finden in diesem Buch ihr Echo, und der Autor fügt dabei die selten fröhlichen und meist ängstlichen oder gar traumatischen Berichte über Meeresüberquerungen zu einer eindrucksvollen Palette der unterschiedlichsten Gemütsfarben zusammen. Dabei überwiegt das Gefühl, dass er selbst kein „gestandener“ Seemann ist, da er in seinen […]

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Cover Marmor

Judith Schalansky: „Marmor, Quecksilber, Nebel – Woraus die Welt gemacht ist“

Judith Schalansky hielt im Sommer 2025 Poetikvorlesungen an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Ihr neues Buch „Marmor, Quecksilber, Nebel“ basiert auf diesen Vorlesungen. Angesichts des Titels fragte ich mich, was Marmor, Quecksilber und Nebel mit Literatur zu tun haben könnten. Ich war gespannt auf Judith Schalansky und erwartete eine aufregende Lektüre, nachdem mich ihr 2018 […]

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Sebastian Haffner: „Der Teufelspakt“

Der Autor dieser Zeilen wuchs in den fünfziger Jahren in der Bundesrepublik auf und übernahm sein Weltbild hinsichtlich West-Ost und speziell der Sowjetunion von dem gesellschaftlichem Umfeld der Elterngeneration. Eltern, Lehrer und auch die Presse verbreiteten unisono das Bild der „bösen“ UdSSR, deren Soldaten am Ende des Krieges massenhaft deutsche Frauen vergewaltigt hatten und deren […]

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2606_hirnstattmoral

Liya Yu: „Hirn statt Moral“

Der Titel dieses Buches erscheint angesichts des in weiten Kreisen vorherrschenden Moralismus einleuchtend und auf eine eher faktengebundene Diskussion aktueller gesellschaftlicher Probleme zu dringen. Doch die Lektüre zeigt schnell, dass er wörtlicher gemeint ist als vom Leser angenommen. Die Autorin ist „neuropolitische“ Philosophin, was bedeutet, dass sie ihr philosophisches Gedankengebäude aus den Erkenntnissen der Gehirnforschung […]

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Cover Lebenentscheidung

Robert Menasse: „Die Lebensentscheidung“

Der österreichische Schriftsteller Robert Menasse nennt seine Erzählung „Die Lebensentscheidung“ eine Novelle. Es handelt sich demnach um eine Erzählung mittlerer Länge mit einsträngiger Handlung, die wesentlich durch eine dialogische Struktur gekennzeichnet ist. Der Ausgang der Handlung bleibt meist offen, hier sind dann die Leserinnen und Leser gefordert, sich einen Reim zu machen.Wie schon in seinem […]

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Agnes Callard: „Sokrates“

In der Danksagung am Ende dieses Buches gesteht die Autorin ihr eigenes Paradox – wir wollen es in Anlehnung an ihre Begriffe im Buch das „Callard-Paradox“ nennen – ein, das sich aus dem Widerspruch zwischen dem Buch als solchem und den in ihm entwickelten Erkenntnissen zu Sokrates´ Denkweise ergibt. Um es hier vorwegzunehmen: Callard leitet […]

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