Archive | Bücher

Cover, Nahaufnahmen

Bodo Kirchhoff: „Nahaufnahmen einer Frau, die sich entfernt“

Der neue Roman „Nahaufnahmen einer Frau, die sich entfernt“ von Bodo Kirchhoff ist in den Feuilletons schon viel diskutiert worden, viele Rezensenten sehen den Roman eher kritisch: zu konstruiert; ein männlicher Erzähler, der sich in eine Frau einfühlt, wenig plausibel; die Sprache „verschwurbelt“. Ich kann mich dieser Sicht nicht anschließen, im Gegenteil, mich hat der […]

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2603_alexander

Ferdinand von Schirach: „Alexander“

Alexander hat Glück mit seinem Vater, der ihm die Wand seines Kinderzimmers mit Tierbildern bemalt hat, darunter ein großer Elefant mit lustigen Augenbrauen und liebevollen Augen. Dieser Elefant wacht nachts über den Jungen, so dass Alexander sich sehr geborgen fühlt. Doch dann kommt es plötzlich zum Krieg. Der König von Kaliste, dem Wohnort des Jungen, […]

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2602_gründerzeit

Graichen/Wemhoff: „Gründerzeit 1200“

Gerne kleidet man historische Bücher in ein Roman-Gewand, da Sachbücher als trocken gelten und daher nur einen begrenzten Leserkreis ansprechen. Das geht jedoch wegen der „menschelnden“ Herangehensweise meist auf Kosten der historischen Genauigkeit. Doch es gibt auch Sachbücher, die ohne diese Gattungskrücke sowohl ein lebendiges Abbild der jeweiligen historischen Situation als auch ein Stimmungsbild des […]

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Irene Dische: „Prinzessin Alice“

Prinzessin Alice Mountbatten, Urenkelin von Queen Victoria, Mitglied des englischen Königshauses und Prinzessin von Griechenland, war drei Jahrzehnte lang die Schönste in der Familie. Sie gebar vier Töchter und als jüngstes Kind schließlich noch den Sohn Philipp, den späteren Ehemann von Queen Elizabeth II.. Irene Dische lässt Alice in ihrem Roman selbst zu Wort kommen […]

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Martin Becker/Tabea Soergel: „Die Feuer von Prag“

Romane über historische Personen und Ereignisse sind stets mit dem Problem der Realität konfrontiert. Die tatsächlichen Abläufe – soweit sie allgemein bekannt sind – eröffnen wenig Freiraum bei der Entwicklung der Handlung und dämpfen die Spannung, und eine Nichtbeachtung der tatsächlichen Geschehnisse lässt die Wahl eben dieses Sujets widersinnig werden. Zweifelt aber ein solcher Roman […]

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COver Zsömle

László Krasznahorkai: „Zsömle ist weg“

Der 1954 in Ungarn geborene Schriftsteller und Drehbuchautor László Krasznahorkai ist bei uns erst durch den Nobelpreis bekannt geworden, den er 2025 erhalten hat. Seit 1987 hat er an den verschiedensten Orten der Welt gelebt: in Berlin, in China, in der Mongolei, in Kyoto und in New York. Heute lebt er in Budapest und Berlin. […]

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David Szalay: „Was nicht gesagt werden kann“

In seinem Roman „Was nicht gesagt werden kann“ zeichnet David Szalay die Lebensgeschichte des Protagonisten Istvan auf und nimmt dabei die Rolle des Beobachters ein. Emotionslos, sehr sachlich schaut er auf Istvans Leben. Wie in einem „Coming of Age“-Roman beginnt die Aufzeichnung mit dem Fünfzehnjährigen, der mit seiner Mutter in einer neuen Stadt ankommt und […]

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