Cover Überleben

Tsitsi Dangarembga: „Überleben“

Der Roman „Überleben“ der aus Simbabwe stammenden Autorin Tsitsi Dangarembda erschien bereits 2018 auf Englisch unter dem Titel „This Mournable Body“, seit 2021 liegt er nun auch auf Deutsch vor. Tsitsi Dangarembga erhielt im Oktober 2021 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels für ihr Werk, in dem sie sich für die Frauen in Afrika einsetzt. „Überleben“ […]

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Charlotte Wiedemann: „Den Schmerz der Anderen begreifen“

Der Begriff der „Anderen“ im Titel dieses Buches trägt eine doppelte Bedeutung. Einmal sind es die „anderen“ Menschen, deren erlittenes Leid auch die nicht Betroffenen erkennen und wertschätzen sollten; darüber hinaus bezeichnet dieses Wort jedoch auch und gerade die Gruppen und Minderheiten, deren Leid entweder wegen der vergangenen Zeit oder wegen eines anderen, wesentlich größeren […]

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Jean-Pierre Wils: „Der Große Riss“

Bücher über gesellschaftliche Spaltungen sind derzeit – aus guten Gründen – en vogue, allerdings beleuchten sie meist den sozialen, sprich: materiellen Aspekt. Der belgische Philosoph Jean-Pierre dagegen nimmt die Corona-Pandemie als Ausgangspunkt seiner Philippika gegen den Lebensstil (nicht nur) der westlichen Welt, der für ihn in eine Endzeit-Stadium eingetreten ist. Diesen Zustand verbindet er jedoch […]

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PAradies, Cover

Abdulrazak Gurnah: „Das verlorene Paradies“

Als Abdulrazak Gurnah 2021 den Nobelpreis für Literatur erhielt, war der tansania-stämmige Autor bei uns nahezu unbekannt. Keines seiner Bücher war in deutscher Übersetzung erhältlich. Wer sofort einen seiner Romane lesen wollte, musste auf das englische Original zurückgreifen, das bereits  1994 in Großbritannien erschienen ist. Gurnahs Familie gehörte der muslimisch-arabischen Minderheit auf Sansibar an, wo […]

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John McWhorter: „Die Erwählten – der neue Antirassismus“

Der vollständige Untertitel dieses Buches lautet „Wie der neue Antirassismus die Gesellschaft spaltet“ und setzt damit bereits die inhaltlichen Grundpfeiler. Mc Whorter arbeitet als geisteswissenschaftlicher Professor an der Columbia University in New York und zählt sich selbst zu den „Schwarzen“, obwohl er laut Photo offensichtlich nur einen geringeren Teil dieser Herkunft für sich beanspruchen kann. […]

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Alina Bronsky: „Schallplattensommer“

Maserati lebt bei ihrer Großmutter und betreibt mit ihr eine Gartenwirtschaft in Ferienregion Brandenburgs. Es gibt ausreichend Gäste, und Omas Teigtaschen sind sehr beliebt. Alles geht seinen Gang, bis eines Tages eine Familie in die leer stehende Villa im Dorf einzieht. Da Maserati im Umkreis von dreizehn Kilometern das einzige weibliche Wesen unter 55 Jahren […]

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Riku Onda: „Die Aosawa-Morde“

Eine Familie feiert Geburtstag, genau genommen gleich drei Geburtstage: das Familienoberhaupt, der Arzt Dr. Aosawa, wird 60, die Großmutter wird 88, und auch ein Enkel feiert Geburtstag. Erstaunlicherweise haben alle drei am selben Tag Geburtstag. Die Feier ist in vollem Gange, als ein Bote Sake und Erfrischungsgetränke liefert. Alles wird gleich auf dem Fest verteilt, […]

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Philipp Felsch: „Wie Nietzsche aus der Kälte kam“

Der Titel dieses Buches erinnert nicht zufällig an John le Carrés Thriller „Der Spion, der aus der Kälte kam“ aus der Zeit des Kalten Krieges. Allerdings basiert die Analogie hier eher auf dem Kontext der Forschungen als auf thematischen Kongruenzen, obwohl natürlich gerade Friedrich Nietzsche von den verschiedenen politischen Lagern nicht nur unterschiedlich bis gegensätzlich […]

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Matthias Wittekindt: „Die Schülerin“

In diesem Kriminalroman erfährt der Leser viel über den Kriminaldirektor a. D. Manz. Er hat Rückenprobleme und geht mehrmals die Woche rudern, was der Rücken offensichtlich mitmacht. Er liebt Schwarzwurzeln, die er eigenhändig anbaut. Seine Enkeltochter Emma ist ihm eine große Freude, aber er muss auf der Hut vor seiner Tochter Julia sein, Emmas Mutter, […]

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Spagat zwischen Werktreue und Neudeutung

Jede neue Inszenierung einer Repertoire-Oper kämpft mit dem Problem, dem jeweiligen Werk andere, zeitgemäße Aspekte abzugewinnen. Nur die reine Unterhaltung gibt sich mit einer möglichst opulenten Wiedergabe der Handlung zufrieden. Im Gegensatz zum Schauspiel, das „nur“ mit der Zeichenhaftigkeit der Sprache konfrontiert ist und die Interpretation ziemlich frei gestalten kann, ist die Oper an die […]

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