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Riku Onda: „Die Aosawa-Morde“

Eine Familie feiert Geburtstag, genau genommen gleich drei Geburtstage: das Familienoberhaupt, der Arzt Dr. Aosawa, wird 60, die Großmutter wird 88, und auch ein Enkel feiert Geburtstag. Erstaunlicherweise haben alle drei am selben Tag Geburtstag. Die Feier ist in vollem Gange, als ein Bote Sake und Erfrischungsgetränke liefert. Alles wird gleich auf dem Fest verteilt, […]

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Philipp Felsch: „Wie Nietzsche aus der Kälte kam“

Der Titel dieses Buches erinnert nicht zufällig an John le Carrés Thriller „Der Spion, der aus der Kälte kam“ aus der Zeit des Kalten Krieges. Allerdings basiert die Analogie hier eher auf dem Kontext der Forschungen als auf thematischen Kongruenzen, obwohl natürlich gerade Friedrich Nietzsche von den verschiedenen politischen Lagern nicht nur unterschiedlich bis gegensätzlich […]

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Matthias Wittekindt: „Die Schülerin“

In diesem Kriminalroman erfährt der Leser viel über den Kriminaldirektor a. D. Manz. Er hat Rückenprobleme und geht mehrmals die Woche rudern, was der Rücken offensichtlich mitmacht. Er liebt Schwarzwurzeln, die er eigenhändig anbaut. Seine Enkeltochter Emma ist ihm eine große Freude, aber er muss auf der Hut vor seiner Tochter Julia sein, Emmas Mutter, […]

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Spagat zwischen Werktreue und Neudeutung

Jede neue Inszenierung einer Repertoire-Oper kämpft mit dem Problem, dem jeweiligen Werk andere, zeitgemäße Aspekte abzugewinnen. Nur die reine Unterhaltung gibt sich mit einer möglichst opulenten Wiedergabe der Handlung zufrieden. Im Gegensatz zum Schauspiel, das „nur“ mit der Zeichenhaftigkeit der Sprache konfrontiert ist und die Interpretation ziemlich frei gestalten kann, ist die Oper an die […]

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Peter Sloterdijk: „Wer noch kein Grau gedacht hat“

Ein dem Rezensenten namentlich nicht mehr erinnerlicher deutscher Schriftsteller hat einst eine Farbenlehre entwickelt, die er im Gegensatz zur Nachwelt für eines seiner wichtigsten Werke hielt. Peter Sloterdijk, einer der namhaftesten Intellektuellen des deutschsprachigen Raums, tritt nun in gewisser Weise in dessen Fußstapfen. Allerdings geht es ihm weniger um den Charakter und die Zusammensetzung von […]

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Musikalischer Bogen von Mozart bis Mahler

Ein gegensätzlicheres Programm für ein Sinfoniekonzert hätte sich GMD Daniel Cohen kaum aussuchen können: erst Wolfgang Amadeus Mozarts vor Lebensfreude sprühendes Klavierkonzert Nr. 12 in A-Dur und anschließend Gustav Mahlers melancholischer Abgesang auf die Welt – das „Lied der Erde“. Doch gerade diese Gegensätze bauen Spannung auf, und so war es auch an diesem Juni-Sonntag. […]

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Moralische Abgründe – leicht genommen

Ausgerechnet mitten im Zweiten Weltkrieg inszenierte der Broadway die schwarze Komödie „Arsen und Spitzenhäubchen“ von Joseph Kesselring. Die anschließende Verfilmung mit Gary Grant in der Hauptrolle wurde zu einem weltweiten Kassenschlager. Die Geschichte ist makaber genug und konnte zu Kriegszeiten wohl auch nur im weiten Amerika in die Kinos gebracht werden. Jetzt hat die Hessische […]

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Beethoven und Schubert von türkischen Oppositionshänden

Der türkische Musiker Fazil Say (* 1970) hat sich im Laufe der Jahrzehnte nicht nur als Pianist ein hohes Renommé erworben, sondern auch als Komponist – und als aufrechter Oppositioneller gegen die gegenwärtige türkische Regierung. Da passt ein Komponist wie Beethoven natürlich wunderbar ins musikalisch-politische Bild, der seine „Eroica“ erst dem vermeintlichen Revolutionär Napoleon gewidmet […]

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Miranda Cowley Heller: „Der Papierpalast“

Dieser Roman, hier als Hörbuch vorgestellt, besteht aus zwei eng miteinander verbundenen Geschichten: einmal die Biographie einer Frau, die um 1970 in New York der USA zur Welt kam, einschließlich der Familiengeschichte vor ihrer Geburt, andererseits ihre Zerrissenheit zwischen einem glücklichen Familienleben mit perfektem Ehemann und Kindern einerseits und ihrer Jugendliebe andererseits, von der sie […]

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Szczepan Twardoch: „Demut“

Alois Pokora kommt im Jahr 1891 im oberschlesischen Nieborowitz als Sohn von Anton und Paulina Pokora zur Welt. Alois´ Vater arbeitet als Steinhauer im Kohlebergwerk. Sein Verdienst reicht gerade einmal, um seine Familie zu ernähren, die sich alle zwei Jahre um ein weiteres Kind vergrößert. Anton Pokora ist ein griesgrämiger Mensch, der keinerlei Freude am […]

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