Archive | Sachbücher

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Johann-Günther König: „Hafen oder Tod“

Zweitausend Jahre Seefahrt und ihr Niederschlag in der Literatur finden in diesem Buch ihr Echo, und der Autor fügt dabei die selten fröhlichen und meist ängstlichen oder gar traumatischen Berichte über Meeresüberquerungen zu einer eindrucksvollen Palette der unterschiedlichsten Gemütsfarben zusammen. Dabei überwiegt das Gefühl, dass er selbst kein „gestandener“ Seemann ist, da er in seinen […]

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Cover Marmor

Judith Schalansky: „Marmor, Quecksilber, Nebel – Woraus die Welt gemacht ist“

Judith Schalansky hielt im Sommer 2025 Poetikvorlesungen an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Ihr neues Buch „Marmor, Quecksilber, Nebel“ basiert auf diesen Vorlesungen. Angesichts des Titels fragte ich mich, was Marmor, Quecksilber und Nebel mit Literatur zu tun haben könnten. Ich war gespannt auf Judith Schalansky und erwartete eine aufregende Lektüre, nachdem mich ihr 2018 […]

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2606_teufelspakt

Sebastian Haffner: „Der Teufelspakt“

Der Autor dieser Zeilen wuchs in den fünfziger Jahren in der Bundesrepublik auf und übernahm sein Weltbild hinsichtlich West-Ost und speziell der Sowjetunion von dem gesellschaftlichem Umfeld der Elterngeneration. Eltern, Lehrer und auch die Presse verbreiteten unisono das Bild der „bösen“ UdSSR, deren Soldaten am Ende des Krieges massenhaft deutsche Frauen vergewaltigt hatten und deren […]

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Liya Yu: „Hirn statt Moral“

Der Titel dieses Buches erscheint angesichts des in weiten Kreisen vorherrschenden Moralismus einleuchtend und auf eine eher faktengebundene Diskussion aktueller gesellschaftlicher Probleme zu dringen. Doch die Lektüre zeigt schnell, dass er wörtlicher gemeint ist als vom Leser angenommen. Die Autorin ist „neuropolitische“ Philosophin, was bedeutet, dass sie ihr philosophisches Gedankengebäude aus den Erkenntnissen der Gehirnforschung […]

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Agnes Callard: „Sokrates“

In der Danksagung am Ende dieses Buches gesteht die Autorin ihr eigenes Paradox – wir wollen es in Anlehnung an ihre Begriffe im Buch das „Callard-Paradox“ nennen – ein, das sich aus dem Widerspruch zwischen dem Buch als solchem und den in ihm entwickelten Erkenntnissen zu Sokrates´ Denkweise ergibt. Um es hier vorwegzunehmen: Callard leitet […]

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Cover, Sommer mit Goethe

Gustav Seibt: „Ein Sommer mit Goethe“

„Ein Sommer mit Goethe“ – welch ein Versprechen! Der Autor Gustav Seibt hat sich vorgenommen, seine eigene Goethe-Begeisterung weiterzugeben. Dafür legt er dieses kleine Buch vor, mit dem er seinen potenziellen Leserinnen und Lesern, gerade auch den „zögernden oder vielbeschäftigten“, einen Sommer mit Goethelektüre vorschlägt. In täglichen kleinen Häppchen könne man durch Texte von Goethe […]

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Markus Gabriel: „Ethische Intelligenz“

Der Untertitel dieses neuen Buches des derzeit bedeutendste deutschen Philosophen lautet „Wie KI uns moralisch weiterbringen kann“ und setzt damit schon ein handlungsweisendes Zeichen. Die Philosophie hat sich lange Zeit an das Objektivitätsmantra der Naturwissenschaften gehalten, das den Wissenschaftler als außenstehenden Beobachter definiert, der ohne eigenes Interesse die Wahrheit – was immer das ist – […]

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Ferdinand Knauss; „Der gelähmte Westen“

Laut einer weit verbreiteten Definition der westlichen Linken gibt es keine rechten Intellektuellen, ja, eine solche Bezeichnung sei geradezu ein innerer Widerspruch. Dahinter steht die Annahme, dass ein Intellektueller grundsätzlich progressiv ist, „rechte“ Weltanschauungen jedoch per se regressiv oder gar reaktionär sind. Der Autor dieses kleinen Buches zeigt, dass die linke Verortung des Intellektuellen zu […]

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Florian Freistetter: „Die Farben des Universums“

Schaut man nachts in einen wolkenlosen Himmel, dann sieht man nur schwarzes Nichts und weißgelbe Sterne. Schaut man sich jedoch Bildliteratur astronomischer Objekte an, dann leuchten die in spektakulären, wenn nicht abenteuerlichen Farben. Beide Eindrücke entsprechen nicht der Wahrheit, sondern sind dem begrenzten Auflösungsvermögen des menschlichen Auges einerseits und bewussten Filtertechniken der Weltraumforschung andererseits geschuldet. […]

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Graichen/Wemhoff: „Gründerzeit 1200“

Gerne kleidet man historische Bücher in ein Roman-Gewand, da Sachbücher als trocken gelten und daher nur einen begrenzten Leserkreis ansprechen. Das geht jedoch wegen der „menschelnden“ Herangehensweise meist auf Kosten der historischen Genauigkeit. Doch es gibt auch Sachbücher, die ohne diese Gattungskrücke sowohl ein lebendiges Abbild der jeweiligen historischen Situation als auch ein Stimmungsbild des […]

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