Archive | Theater

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Oktoberfest der anderen Art

Der Titel „Kasimir und Karoline“ suggeriert vor allem bei Theaterunkundigen die Vorstellung einer mehr oder minder sentimentalen Liebesgeschichte. Und darum geht es in Ödön von Horvaths Stück in erster Näherung tatsächlich. Das Paar besucht Anfang der 20er Jahre des letzten Jahrhunderts gemeinsam das Münchner Oktoberfest, und Karolines größter Wunsch ist, einmal Achterbahn zu fahren. Doch […]

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Trotz Coolness dumm gelaufen…

Nach dem originellen „Meta“-Hamlet und der bissig gegenderten „Königin Lear“ war man gespannt, wie das Staatstheater Darmstadt mit „Romeo und Julia“den nächsten Shakespeare-Klassiker inszenieren würde. Hatte man doch im Zuge des wieder erwachenden Theaterlebens Thesen gehört, dass man klassische Stücke heute nicht mehr in Originalform bringen können. Bei dem grübelnden dänischen Prinzen war die intellektuelle […]

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Das Dschungelbuch als Familienballett

Nach scheinbar unendlich langer kultureller Enthaltsamkeit, ist es ein Segen wieder einmal in einem gut gefüllten Haus zu sitzen und einer Vorstellung des Landestheaters Detmold beiwohnen zu dürfen. Ort des Geschehens ist am heutigen Abend das Detmolder Sommertheater, wo „Das Dschungelbuch“ von Rudyard Kipling als Ballett von Katharina Torwesten dargeboten wird. Um genau zu sein, […]

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Programm der Kontraste

Mit Spannung wurde die bereits seit Wochen kräftig beworbene neue Tanztheater-Produktion am Hessischen Staatsballett erwartet. Die Premiere des neuen Programms mit dem Titel „What we are made of“ fand dann am 8. April statt und beinhaltete neben einer Wiederaufnahme einer älteren Choreographie auch eine Uraufführung, die naturgemäß den Abschluss des Programms bildete. „Untitled Black“ – […]

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Englisch-deutsches Thesen-Gewitter

Wir haben Mithu Sanyals Roman „identitti“ an dieser Stelle bereits besprochen, daher wollen wir hier nicht mehr detailliert auf die Handlung eingehen. Die erwähnte Rezension betont jedoch bereits die nicht nur komplizierte sondern inhärent ambivalente Diskurslage zum Thema der ethnischen Identität. Die Bühnenversion muss also nicht nur einen komplexen Thesenroman verarbeiten, sondern auch alle internen […]

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Die Träume der Siebziger

Tony Manero, ein junger Mann, fröhlich und voller Lust zu tanzen, lebt in einer Unterschichtfamilie in Brooklyn. Vater arbeitslos, Mutter verbittert, Schwester unscheinbar. Tony arbeitet in einem Geschäft für Farbenverkauf, und von dem schmalen Gehalt kauft er sich ab und zu ein schickes Hemd für seine Abende in der Disco. Ensemble Für diese Tanzabende lebt […]

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Der Verlierer gibt alles …

„The Winner takes it all“ ist ein durchaus tiefgründiger Spruch aus Sicht sowohl der Kapitalismuskritiker als auch der von ihnen kritisierten Zielgruppe. Und wo es übermächtige Gewinner gibt, stehen stets die jeweiligen Verlierer im Schatten. Diese Verlierer, denen rein gar nichts zu gelingen scheint, stehen im Mittelpunkt der Einmann-Show „Showtime“ des Staatstheaters Darmstadt, die am […]

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Eine Ikone auf Zeitreise

Miguel de Cervantes´ Roman „Don Quichotte“ gilt als eines der bedeutendsten Werke der europäischen Literaturgeschichte. Cervantes parodierte dabei die damals vorherrschende nostalgische Verklärung des mittelalterlichen Ritterideals in der Gestalt des realitätsfremden Don Quichotte, der diese alten Zeiten wiederbeleben möchte und dabei von einer Peinlichkeit in die nächste gerät. Vor allem der berühmte Kampf gegen die […]

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Panther im Glaskäfig

„Ihr Blick ist vom Vorübergehn der Scheiben so müd geworden, dass er nichts mehr hält“ – die leicht abgewandelte erste Strophe aus Rilkes „Panther“ könnte als Motto über der Frankfurter Inszenierung von Ibsens „Hedda Gabler“ stehen. Mateja Koleznik, die im Schauspiel Frankfurt bereits „Yvonne, die Burgunderprinzessin“ inszeniert hat, geht jetzt noch weiter in die Vergangenheit […]

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Festival der billigen Lacher

Bereits die erste Szene spiegelt den Grundtenor dieser Neuinszenierung von Oscar Wildes Komödie „Bunbury“ wider: da stellt sich Béla Milan Uhrlau als Algernon vor den noch geschlossenen Vorhang und vertilgt mit wachsender Gier und sinkender Esskultur etwa fünf Sandwiches. Hier regiert der reine Slapstick ohne jeglichen Bezug zur Handlung oder gar Anspruch auf Hintergründigkeit und […]

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