Donna Leon: „Heimliche Versuchung“

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November in Venedig: Nebelschwaden verhängen die Sicht auf die Palazzi, die Touristenströme haben die Stadt verlassen, und die Venezianer haben ihre Stadt wieder für sich. Es könnte alles so harmonisch sein, wenn nicht menschen mit krimineller Energie Commissario Brunetti vor imer neue Aufgaben stellen würden.

Da gibt es illegal erworbene Führerscheine von Pakistanern, die damit Lastwagen und Sattelzüge auf europäischen Straßen fahren, und an einem teuren Privatgymnasium in Venedig werden die Schüler zum Drogenkonsum genötigt. Eine beunruhigte Mutter eilt zu Brunetti und bittet ihn um Hilfe. Kurz darauf wird ihr Ehemann nachts überfallen, zusammengeschlagen und mit schweren Kopfverletzungen ins Krankenhaus eingeliefert. Wollte er die Dealer treffen und Selbstjustiz üben?

Brunetti begibt sich auf eine mühsame Spurensuche und stößt dabei auf noch gänzlich andere Machenschaften von Ärzten und Apothekern, die sich an alten Alzheimer-Patienten schadlos halten.

Wie immer gestaltet Donna Leon ihre Geschichte spannend und reichert sie sogar mit antiken Zutaten von Antigone und Kreon an. Dabei geht es immer wieder um Machtmissbrauch, Regelbruch und letztlich um Habgier.

Das Buch ist im Diogenes-Verlag erschienen, umfasst 336 Seiten und kostet 20,99 Euro.

Barbara Raudszus

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