Dirk-Alexander Rümelin: „Zeit der Zumutungen“

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Buchumschlag

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Zumutungen gibt es heute viele – von der lärmenden Werbung bis hin zum überzogenen Starkult, vom Abkürzungsfimmel bis hin zu fragwürdigen Bestsellern. Die Sprache verludert, im menschlichen Miteinander dominieren die „Ich AG“ und Imponiergehabe. Viele Produkte, die wir heute kaufen, sind auf Ex und Hopp hin ausgelegt.

Dirk-Alexander Rümelin, Arzt und Autor in Frankfurt am Main, skizziert in Streiflichtern, was ihn im Alltag stört oder auch amüsiert. Das sind schlecht angezogene Männer ebenso wie das Mysterium, immer in der falschen Schlange zu stehen. Er schildert Phänomene wie die Mühsal mit heutigen Verpackungen, den überinformierten Patienten und den heutigen Akademisierungswahn. Das Ganze geschieht mit einem gewissen Augenzwinkern, denn der Untergang des Abendlands ist ja schon vor Jahrzehnten prophezeit worden, ohne dass er eintrat. Wir sollten uns durchaus über Zumutungen ärgern, aber wir sollten uns an Charles Dickens halten, der sinngemäß sagte: Die Welt ist wie sie ist und nur mit Humor zu ertragen.

Dirk-Alexander Rümelin „Zeit der Zumutungen“

Shaker Media Verlag Aachen 2014, 120 Seiten, 15,90€

Alexander Hoffmann

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