Author Archive | frankraudszus

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Claire Berest: „ Das Leben ist ein Fest“

Der Name der mexikanischen Malerin Frida Kahlo lässt im ersten Augenblick auf einen deutschen Hintergrund schließen, und das trifft insofern zu, als ihr Vater als Achtzehnjähriger aus Deutschland nach Mexiko auswanderte, wo Frida – damals noch Frieda – im Jahr 1907 zur Welt kam. Sie selbst sah sich als Mexikanerin und hätte wohl jeglichen konkreten […]

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Johann-Günther König: „Hafen oder Tod“

Zweitausend Jahre Seefahrt und ihr Niederschlag in der Literatur finden in diesem Buch ihr Echo, und der Autor fügt dabei die selten fröhlichen und meist ängstlichen oder gar traumatischen Berichte über Meeresüberquerungen zu einer eindrucksvollen Palette der unterschiedlichsten Gemütsfarben zusammen. Dabei überwiegt das Gefühl, dass er selbst kein „gestandener“ Seemann ist, da er in seinen […]

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„Falstaff“ mit aktuellem Upgrade

Guiseppe Verdis späte „Falstaff“-Oper beruht auf Shakespeares „Die lustigen Weiber von Windsor“ und behandelt auf burleske Weise das uralte Thema des so größenwahnsinnigen wie übergriffigen „alten weißen Mannes“. Sir John Falstaff, als Figur aus einem anderen Stück übernommen, zieht seine Mitmenschen gnadenlos über den Tisch, frei nach der Devise: „nur der Erfolg zählt“. Als er […]

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Sebastian Haffner: „Der Teufelspakt“

Der Autor dieser Zeilen wuchs in den fünfziger Jahren in der Bundesrepublik auf und übernahm sein Weltbild hinsichtlich West-Ost und speziell der Sowjetunion von dem gesellschaftlichem Umfeld der Elterngeneration. Eltern, Lehrer und auch die Presse verbreiteten unisono das Bild der „bösen“ UdSSR, deren Soldaten am Ende des Krieges massenhaft deutsche Frauen vergewaltigt hatten und deren […]

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Es muss nicht immer die Fünfte sein….

Das 8. Sinfoniekonzert des Staatstheaters Darmstadt stand ganz im Bann des frühen 20. Jahrhunderts mit seinem spätromantischen Glanz und dem Aufbruch zu neuen musikalischen Ufern. GMD Daniel Cohen hatte das Programm sehr weit gespannt mit so unterschiedlichen Komponisten wie Olivier Messiaen, Alban Berg und Gustav Mahler. Nur der Einordnung halber: Messiaen als der jüngste (1908-1992) […]

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ABBA bitte mit Ra(h)meau

Kann man in einem Barock-Konzert moderne POP-Musik spielen, ohne gleich des Anbiederns an ein breites Publikum verdächtigt zu werden? Ja – wenn man die „Lautten Compagney Berlin“ ist! Das ist eine Gruppe von knapp zwanzig Musikern und Musikerinnen, die neben klassischen Instrumenten wie Geige, Cello und Kontrabass auch Blockflöten, Cembalo und Laute sowie eine historisch […]

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Barockmusik introvertiert

Barockmusik hört man heute oft von größeren Orchestern, die Wert auf Strahlkraft und akustische Präsenz Wert legen. Ein Publikum, das von Unterhaltungsmusik flächendeckende Verstärkung gewohnt ist und im E-Bereich von Opern und klassischen Sinfonien verwöhnt ist, goutiert denn auch diese musikalische Präsenz in Barockkonzerten. Doch man darf aus guten Gründen annehmen, dass die Aufführungspraxis im […]

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Liya Yu: „Hirn statt Moral“

Der Titel dieses Buches erscheint angesichts des in weiten Kreisen vorherrschenden Moralismus einleuchtend und auf eine eher faktengebundene Diskussion aktueller gesellschaftlicher Probleme zu dringen. Doch die Lektüre zeigt schnell, dass er wörtlicher gemeint ist als vom Leser angenommen. Die Autorin ist „neuropolitische“ Philosophin, was bedeutet, dass sie ihr philosophisches Gedankengebäude aus den Erkenntnissen der Gehirnforschung […]

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Agnes Callard: „Sokrates“

In der Danksagung am Ende dieses Buches gesteht die Autorin ihr eigenes Paradox – wir wollen es in Anlehnung an ihre Begriffe im Buch das „Callard-Paradox“ nennen – ein, das sich aus dem Widerspruch zwischen dem Buch als solchem und den in ihm entwickelten Erkenntnissen zu Sokrates´ Denkweise ergibt. Um es hier vorwegzunehmen: Callard leitet […]

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2606_Zirkus_II

Schwerkraft – ein Mythos?

In Träumen fliegt man bisweilen schwerelos durch den Himmel oder gleitet leicht und elegant die schwierigsten Skipisten hinunter, doch am nächsten Morgen zeigt sich dann die physische Realität in erschreckender Deutlichkeit. Doch diese verträumte Schwerelosigkeit kann man mit dem entsprechenden Talent und viel, viel Übung tatsächlich auf die Bühne bringen, so wie es am Staatstheater […]

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