Keine Lehre aus der Leere

Das Staatstheater Darmstadt inszeniert Samuel Becketts “Warten auf Godot”. Eine Vorweg-Anmerkung scheint aus gegebenem Anlass angebracht: die vier männlichen Rollen dieses Stückes wurden ausnahmslos von männlichen Darstellern gespielt. Das Theater kehrt zumindest in dieser Inszenierung zu den üblichen Besetzungsregeln zurück, wie immer man das beurteilen mag. Becketts wohl berühmtestes und durchaus kontrovers interpretiertes Theaterstück – […]

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Berlioz Roméo et Juliette – wehe dem, wer Romeo und Julia erwartet

Shakespeares Meisterwerk, gemalt aus Symphonie, Tanz und einem Hauch Oper Die Deutsche Oper Berlin tritt erhobenen Hauptes einen Schritt aus dem bekannt leuchtenden Bühnenlicht klassischer Opern und des gastierenden Balletts des Berliner Staatsballetts hervor. Ungewohnt scheint der erste Blick, wenn der Strahl des Scheinwerfers nun nicht mehr den Mittelpunkt des Körpers trifft sondern direkt die […]

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Ein Abend großer Veränderungen

Martin Helmchen spielt beim 7. Kammerkonzert des Staatstheaters Darmstadt Variationen von Schubert, Webern, Schumann und Beethoven. Variationen bekannter oder eigener Themen waren schon immer ein beliebtes Betätigungsfeld der Komponisten. Vor allem das Klavier eignet sich für diese musikalische Form, da sie es erlaubt, die ganze Klangvielfalt dieses Instrument sich entfalten zu lassen. Klaviersonaten sind dagegen […]

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Cynthia Barcomi: “Cookies”

Ein Rezeptbuch für leckere Kleinigkeiten. Cynthia Barcomi ist Amerikanerin  und lebt in Berlin. Dort betreibt sie in Kreuzberg das Café “Barcomi´s”, in dem man ihre herrlichen Cookies probieren kann. In ihrem Leben haben Plätzchen immer eine große Rolle gespielt. Sie waren für sie ein Mittel, um sich bei anderen Menschen vorzustellen oder um sich auf […]

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Nassim Nicholas Taleb: “Antifragilität” – Anleitung für eine Welt, die wir nicht verstehen

Ein origineller Generalangriff auf das allgemeine Verständnis unser heutigen Welt. Nassim Nicholas Taleb ist der Archetypus des nonkonformistischen Denkers. Mit hoher Intelligenz ausgestattet und von größter Belesenheit, hat er sich einen unvoreingenommenen Blick auf die Welt erhalten, der nicht durch akademische Gewohnheiten und Konventionen getrübt ist. Seine langjährige Tätigkeit als “Trader” (Wertpapier-Händler einer Bank) hat er […]

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Christian David: “Sonnenbraut”

Ein desillusionierender Kriminalroman über die gesellschaftlichen Innereien Wiens. Nur eine Kleinigkeit, aber eine symptomatische: der Rezensent hat über nahezu 500 Seiten vergeblich versucht, eine Beziehung des Romantitels zum Inhalt herzustellen. Das mag am Rezensenten liegen, zeigt jedoch zumindest eine nicht sofort eingängige Denkweise des Autors. Die Handlung dieses Romans ist denkbar kompliziert und wird weiterhin dadurch […]

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Habinger/Schmoiger: “Aus 1 mach viel!”

Vom Samenkorn zum Festtagsschmaus. Renate Habinger und Christa Schmoiger haben sich in ihrem neuesten “Kinder-Erwachsenen-Buch” auf eine anregende Entdeckungsreise zum Thema “Samenkorn” begeben. Im ersten Kapitel erfahren wir, welche Samenkörner es gibt, wie sie aussehen, wo sie wachsen und wie sie wieder neu entstehen. Dazu, hübsch illustriert von Christa Schmoiger, entwickelt die Autorin Ideen, was man […]

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Düstere Metaphern zum Karfreitag

Das Staatstheater Darmstadt präsentiert einen “Kafka-Abend” mit zwei für die Bühne aufbereiteten Texten des Prager Außenseiters. Franz Kafka gehört zum Bildungskanon deutscher Abiturenten, obwohl es höchst fragwürdig ist, gerade diesen schwierigen, an komplexen Metaphern und Assoziationen reichen Autor vom Leben noch unbeleckten jungen Menschen vorzusetzen. Doch je älter man wird, desto mehr entschlüsseln sich Kafkas Texte, und nicht […]

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Arno Geiger: “Selbstporträt mit Flusspferd”

Ein Roman über die Schwierigkeiten des Erwachsenwerdens. Julian stammt vom Land und hat sich immer schon nach der großen, “coolen” Stadt gesehnt, in der man etwas erlebt und der ständigen Beobachtung durch Familie und Nachbarn entgeht. Schon als neunzehnjähriger Student lernte er in Wien Judith kennen und ging mit ihr eine längere Beziehung ein. Doch […]

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Daniel Glattauer: „Geschenkt“

Roman über eine späte und nicht ganz freiwillige Selbstfindung Gerold Plassek, auch „Geri“ genannt, arbeitet als Lokaljournalist bei einem Wiener Anzeigenblättchen und fühlt sich ansonsten als „cooler“, nonkonformistischer Zeitgenosse. Sein Single-Dasein und seine Tätigkeit als freier Jounralist erlauben ihm die freie Einteilung seiner Tage, die meist erst spät am Abend in „Zoltans Bar“ nach vielen […]

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