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Ralph Caspers: „99 einfache Fragen“

Jugendliche haben unendlich viele Fragen an das Leben, die die Erwachsenen auch mal hatten, aber an die sich nicht mehr erinnern können. Deshalb stehen sie entsprechenden Fragen der nachwachsenden Generation oft hilflos oder gar herablassend gegenüber. Ralph Caspers hat diese Fragen aufgenommen und widmet jeder dieser 99 Fragen genau eine Seite. Dabei erklärt er kurz […]

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Abend der Reife

Der Wiener Klassik, die den Ausbruch aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit des Menschen durch die Aufklärung in der Reihenfolge Haydn, Mozart und Beethoven feierte, ging über in die Romantik, die sich aus Enttäuschung über den Rückschlag der Restauration dem grenzenlosen Gefühl hingab. Doch diese war statt mit einer Rückkehr zur vermeintlich seligmachenden Natürlichkeit mit einer brutalen […]

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Sebastian Lehmann: „Ich hab´s dir doch gleich gesagt, Sebastian.“

Scherze über Namen sind zwar generell tabu, doch bisweilen liefert die Realität selbst komische Korrelationen. Wer sich noch an Sven Regeners Roman „Herr Lehmann“ erinnert, findet hier ein „alter ego“ dieser Romanfigur. Sebastian Lehmann kommt aus Freiburg und lebt in Berlin, ob im dritten schwäbischen Landesteil Prenzlauerberg, ist dem Rezensenten nicht bekannt. In dem vorliegenden […]

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Die Wiederentdeckung einer Stilistin

Das späte 19. und das 20. Jahrhundert waren künstlerisch von großen Umbrüchen geprägt, die über Impressionismus und Expressionismus schließlich in die abstrakte Malerei führten. Die wichtigsten Vertreter jeder dieser Richtungen haben die jeweiligen Diskussionen derart dominiert, dass viele eher konventionell arbeitende Künstler beiderlei Geschlechts darüber in Vergessenheit gerieten, wenn sie nicht gerade im Umfeld der […]

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Ferdinand von Schirach: „Nachmittage“

Dieses Buch trägt keine Gattungsbezeichnung, und das liegt nicht nur daran, dass es keine klassische Handlung aufweist oder andere typische Merkmale von Prosa oder Poesie vermissen lässt. Am ehesten könnte man es noch als Tagebuch bezeichnen, da es geschickt Fakten und Fiktion vermischt. Den Titel sollte man wörtlich nehmen und nicht metaphorisch deuten, denn von […]

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Charles Lewinsky: „Sein Sohn“

Zwei Totengräber heben ein Grab aus. Sie haben gut zu tun, denn die Cholera wütet im Frankreich des Ancien Régime und fordert viele Opfer. Charles Lewinsky bereitet die Leser bereits auf den ersten Seiten auf harte Kost vor. In der zweiten Szene beschreibt er eine echte Geburt im Hörsaal der Universität, sozusagen als Lehrmaterial. Während […]

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Zeitreise in die wilden Zwanziger

Zum Ende eines langen und heißen Sommers ging das diesjährige Rheingau Musik Festival noch einmal „in die Vollen“. In der neu errichteten mobilen Konzerthalle im Hof von Schloss Johannesberg präsentierte die Junge Deutsche Philharmonie – ein Ensemble aus jungen Leuten bis 28 – unter der Leitung des Dirigenten Frank Strobel eine so vielseitige wie überraschende […]

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Carlo Rovelli: „Essays“

Der Italiener Carlo Rovelli ist ein äußerst vielseitiger Intellektueller. Als Physiker forscht er über Astronomie und speziell über Schwarze Löcher, als Schriftsteller äußert er sich zu allen wichtigen Fragen nicht nur der Naturwissenschaften, sondern auch der Philosophie, und auch zu Themen der Tages- und Geopolitik sowie allgemeinen Fragen der Lebensführung bis hin zu ethischen Überlegungen. […]

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Judith Kuckart: „Café der Unsichtbaren“

Judith Kuckarts „Café der Unsichtbaren“ ist ein eigentümlicher Roman. Es werden Geschichten erzählt, Kindheitserinnerungen ausgetauscht oder auch wieder durchlebt. Das Thema Zeit durchzieht den ganzen Roman: Welche Bedeutung hat die Vergangenheit für den Einzelnen, wie stehen aktuelle Begegnungen mit Begegnungen der Kindheit in Zusammenhang? Ist es so, dass im Leben alles zusammenhängt, dass uns unsere […]

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Nino Haratischwili: „Das mangelnde Licht“

Von dieser Autorin haben wir bereits den Roman „Das achte Leben“ vorgestellt, der eine georgische Familiengeschichte des 19. Jahrhunderts widerspiegelt. In dem neuen Roman schließt Nino Haratischwili zeitlich an den Vorgänger an, ohne jedoch das Personal zu übernehmen. Man darf aber dennoch einen starken biographischen Hintergrund vermuten, da die emotionale Eindringlichkeit der Geschichte auf intensives […]

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