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Wasser ist der Tanz des Lebens

Das Wasser gilt als Geburtsstätte und notwendige Voraussetzung allen Lebens auf der Erde. Diese Erkenntnis hat John Cage in einem Gedicht – ja: er war nicht nur Komponist! – über die Musik des Komponisten Lou Harrison zum Ausdruck gebracht: „Listening to it we become ocean“. Dieses Gedicht haben sich die taiwanesische Choreografin Chen-Wei Lee und […]

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Ein Solo für die Empathie

Die sexuelle Identität vor allem junger Menschen ist seit einiger Zeit Dauerthema in bestimmten Medien und in der Kulturlandschaft. Ob das bei einem Anteil zwischen 0,3% („konservativ“) und 3% („progressiv“) der Bevölkerung zu den zentralen Problemen der Gegenwart zählt, darüber lässt sich sicher streiten, doch für die Betroffenen trifft das auf jeden Fall zu. Das […]

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Monet und die wilde Küste

Maler- zumindest die figurativ arbeitenden – sind stets auf der Suche nach starken Motiven, und dazu zählen auf jeden Fall felsige Küsten mit schroffen Konturen und bewegter See. Eine solche Umgebung existiert unter anderem in der Normandie am Ärmelkanal. Der Westwind und die von ihm aufgepeitschte See dringen hier fast ungehindert weit nach Osten vor […]

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Die Lust am kraftvollen Sound

Das 5. Sinfoniekonzert des Staatstheaters Darmstadt lebte vor allem vom kraftvollen Sound, wobei das Orchester Stippvisiten im späten 19. und im mittleren 20. Jahrhundert sowie in der Gegenwart unternahm. Frauen prägten dieses Konzert besonders, denn als Dirigentin hatte man die noch junge Katharina Müllner gewinnen können, und als Solistin trat Yulianna Avdeeva auf, die drei […]

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Elizabeth Strout: „Erzähl mir alles“

Elizabeth Strout, eine Meisterin der psychologischen Spurensuche, steigt mit ihrem Roman „Erzähl mir alles“ in die Gesellschaft des kleinen Küstenstädtchens Crosby in Maine ein. Es beginnt die Jahreszeit des „Indian Summer“. Die Blätter der Bäume verfärben sich von Grün in eine knallgelbes Leuchten. Eine neue Jahreszeit kündigt sich mit Farbenpracht an, um dann schließlich ins […]

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Als die Krimiwelt noch in Ordnung war…

Edgar Wallace also – da denkt man als alter Bundesrepublikaner doch sofort an Joachim Fuchsberger und Karin Dor sowie an gemeinsames Familiengruseln vor einem kleinen Schwarzweiß-Fernseher. Diese Zeit lässt jetzt die Neue Bühne Darmstadt in ihrem Theaterstück „Die seltsame Gräfin“ nach dem Roman des britischen Allround-Autors wieder auferstehen. Der Krimi entstand zwar im Jahr 1925 […]

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Aus der Zeit gefallen…

Im 7. Kammerkonzert des Staatstheaters Darmstadt spielte die russische, seit 2010 in Deutschland lebende Pianistin Yulianna Avdeeva Werke bekannter Komponisten des 18. und 19. Jahrhunderts, genauer: von Johann Sebastian Bach, Franz Liszt und Fréderic Chopin. Alle drei zeichnen dabei der hohe Bekanntheitsgrad, die unbestrittene Zugehörigkeit zum Kanon und eine weitgehend eindeutige stilistische Einordnung aus. Doch […]

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Die Hybris des Films im Auge des Theaters

Das Kino liebt den großen Auftritt des menschlichen Egos, nicht zuletzt aufgrund seiner Reichweite und Massenkompatibilität, die eine weitgehende Identifikation der Kinobesucher mit der latenten Hybris des Menschen ermöglichen. Im Gegensatz dazu bedient das Theater bewusst die kleine Zielgruppe körperlich anwesender Zuschauer und fordert deren kritische Reflexion – oder sollte es zumindest tun. Das Staatstheater […]

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Denk nicht, schau!

„Denk nicht, schau!“ lautet der Titel der Ausstellung im Wiesbadener „Museum Reinhard Ernst“ (mre) über den österreichischen Maler Wolfgang Hollegha (1929-2023) und spiegelt gleichzeitig dessen künstlerische Maxime. Hollegha war bis ins hohe Alter tätig, und das letzte in dieser Ausstellung gezeigte Bild malte er im Alter von 92 Jahren. Seine Bilder leben vor allem von […]

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Cover, Nahaufnahmen

Bodo Kirchhoff: „Nahaufnahmen einer Frau, die sich entfernt“

Der neue Roman „Nahaufnahmen einer Frau, die sich entfernt“ von Bodo Kirchhoff ist in den Feuilletons schon viel diskutiert worden, viele Rezensenten sehen den Roman eher kritisch: zu konstruiert; ein männlicher Erzähler, der sich in eine Frau einfühlt, wenig plausibel; die Sprache „verschwurbelt“. Ich kann mich dieser Sicht nicht anschließen, im Gegenteil, mich hat der […]

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