Author Archive | frankraudszus

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Maxim Leo/Jochen Gutsch: „Du bleibst mein Sieger, Tiger“

Über die Pubertätserscheinungen von Teenagern beiden Geschlechts gibt es eine reichhaltige Satiren- und Ratgeberliteratur. Nun kommt eine weitere Gattung hinzu: die „Alterspubertät“. Die haben die beiden selbst-ironisch und -satirisch angehauchten Autoren in Männern und Frauen – vorrangig erstere! – um die fünfzig entdeckt und in einer Reihe von treffenden Kurzgeschichten analysiert. Es beginnt mit der […]

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2001_marlow

Volker Kutscher: „Marlow“

Nach der Serie „Babylon Berlin“ vor einigen Jahren kennt fast jeder deutsche Fernsehzuschauer den (Ober-)Kommissar Gereon Rath, der sich in der Serie mit dem kriminellen Berliner Umfeld der zwanziger Jahre herumschlagen musste. Mittlerweile sind Jahre vergangen, und die Nazionalsozialisten haben nicht nur die Macht übernommen, sondern den Staat auch gründlich zu einer Diktatur des (SA- […]

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Von Berlin über den Mond nach Darmstadt

Paul Linckes Operette „Frau Luna“ feierte bei der Premiere im Jahr 1899 und in vielen Aufführungen danach rauschende Erfolge. Das lag einerseits daran, dass diese Operette die Berliner und ihre spezielle Art deftig aber liebevoll aufs Korn nahm, andererseits aber auch an dem phantastischen wenn nicht absurden Sujet: der etwas naive Mechaniker Franz Steppke träumt […]

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Freiheit – die Musik meint

Das Rheingau Musik Festival geht in das 33. Jahr einer außergewöhnlichen Erfolgsgeschichte. Und in diesem Jahr kann es sein Programm auf einen Musik-„Heros“ ausrichten: Ludwig van Beethoven, der vor 200 Jahren, im Dezember 1770, zur Welt kam. Da liegt es nahe, seine Werke in den Mittelpunkt des Festivals zu stellen und sie aus verschiedenen Perspektiven […]

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Kraftvolle und kantige Klänge

Das vierte Sinfoniekonzert des Staatstheaters Darmstadt spiegelt unfreiwillig ein wenig die geopolitische Lage wider: zwei bedeutenden Werken der russischen Komponisten Sergej Prokofjew und Sergej Rachmaninow wurde eins des US-Amerikaners Leonard Bernstein vorangestellt, der vor zwei Jahren seinen hundertsten Geburtstag gefeiert hätte. Ein Kräftemessen der Großen auf musikalischer Ebene, könnte man sagen. Die Leitung dieses Konzerts […]

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Aus der eigenen Mitte

Taulant Shehu ist seit 2014 Tänzer des Hessischen Staatsballetts und in dieser Funktion bereits oft auf der Darmstädter Bühne aufgetreten. Jetzt hat er sich dort auch als Choreograph eingeschrieben. Seine Produktion „Dua“ feierte am 18. Januar in den Kammerspielen Premiere. Choreograph Taulant Shehu „Dua“ ist das albanische Verb für „lieben“. Es steht als Titelmetapher für […]

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Was bewegt Schauspieler(innen)?

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „An der Bar…..“ des Staatstheaters Darmstadt saßen am Mittwoch, dem 15. Januar 2020, die junge Schauspielerin Anabel Möbius aus dem Darmstädter Ensemble sowie das städtische Faktotum Aurora DeMeehl auf den „heißen Stühlen“ der Moderatorin Lina Zehelein in der Bar der Kammerspiele. „Drag Queen“ Aurora DeMeehl Wir bezeichnen Autora DeMeehl hier bewusst […]

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Delia Owens: „Der Gesang der Flusskrebse“

Der Roman der US-Amerikanerin Delia Owens spielt in den fünfziger und sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts in dem fiktiven Hafenstädtchen Barkley Cove an der Ostküste von North Carolina. Hier erstrecken sich weite Flussdeltas und eine flache, sumpfige Marschlandschaft, die Tieren und eigenbrötlerischen Menschen ideale Lebensbedingungen bietet. Die Handlung ist auf zwei Zeitebenen angesiedelt: in der […]

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1912_geld

Ernst-Wilhelm Händler: „Das Geld spricht“

Kriminalromane werden vorwiegend entweder aus der Perspektive des „allwissenden“ Autors oder aus der subjektiven Perspektive eines Detektivs oder eines Opfers erzählt. Nur wenige Autoren haben es gewagt, den Täter selbst als Ich-Erzähler in den Vordergrund zu stellen, wohl aus ethischen Gründen und damit letztlich wegen der Akzeptanz beim Publikum. Der Autor des vorliegenden Buches entwickelt […]

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1912_zauberzeit

Gedankenlesen und Kartentricks

Direkt neben dem Staatstheater Darmstadt liegt das klassizistische „Mollerhaus“, in dem unter anderem das freie „Theater Mollerhaus“ seinen Sitz hat. Der geräumige Theatersaal fasst etwa hundert Zuschauer, und ein geräumiges Foyer lädt zum Verweilen vor und nach der Aufführung ein. Am Samstag vor Weihnachten war hier die Gruppe „Rhein-Main-Magic“ mit ihrem Programm „Zauberzeit“ zu Gast. […]

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