Susanne Schaber: „Wien“

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Ein Stadtbild aus der Reihe „Lieblingsorte“

Wer Wien schon gut kennt und oft dorthin fährt, weil er die Stadt liebt, wird mit dem Wien-Führer von Susanne Schaber ganz neue Facetten der erlebnisreichen österreichischen Hauptstadt entdecken. Abseits der bekannten Routen geht es in verschwiegene Gassen, zu unentdeckten Plätzen und romantischen Parks. Welches Kaffeehaus hat den meisten Charme? Wo gibt es die besten Powidltascherln, wo den spritzigsten Wein?

1506_wienKann man in Wien auch wandern? Da bietet sich der Wiener Stadtwanderweg Nr. 8 an. Von der Mauerbachstraße im Westen des 14. Bezirks kann man auf ein Plateau, dann weiter zur Franz-Karl-Fernsicht wandern und von dort den spektakulären Blick über den Wienerwald genießen. Es sind elf Kilometer und in drei bis vier Stunden gemütlich zu schaffen.

Mitten in Wien, im ersten Bezirk, kann man zu Fuß weit über 25 Highlights ansteuern: afrikanischen Schmuck bei Andrea Münz und eine kleine Rast einlegen im „Schwarzen Kameel“, das durch sein Jugendstil-Ambiente und köstliche Häppchen besticht. Die Neidhart-Fresken, entstanden im ausgehenden 14. Jahrhundert, zeigen Liebesszenen im Grünen, aber auch Prügeleien zwischen Bauernburschen und Rittern.

Besuchen sollte man auch das Café Korb, eines der ältesten und charmantesten Kaffeehäuser der Stadt. An der Eröffnung im Jahr 1904 nahm sogar der Kaiser teil. Durch die Schönlaterngasse kann mann bummeln, wo dem Besucher Mittelalter, Renaissance und Barock begegnen.

So kann man sich mit diesem Reiseführer von Bezirk zu Bezirk treiben lassen, Kultur, Geschichte und Flair und natürlich immer wieder Kulinarisches genießen. Sogar am „Nordpol“ kann man Station machen und Grammelknödel, gebackenen Kalbskopf, Blunzentascherln oder – für die Süßmäuler – Liwanzen, Powidltascherln und Marillenknödel verkosten. Hier wird die gute böhmisch-österreichische Küche auf die Teller gebracht. Es sind Gerichte für gute Esser, die nichts davon halten, in die Kalorientabelle zu schauen, sondern die die Wiener Gemütlichkeit, zu der zweifelsohne die Wiener Kulinarik gehört, zu schätzen wissen und sich dem Genuss ganz hingeben. Hektik ist andernorts.

Das Buch „Wien“ ist im Insel-Verlag erschienen, umfasst 207 Seiten und kostet 12 Euro.

Barbara Raudszus

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