Die Bilderbuch-Reihe „Little People, BIG DREAMS“ aus dem Insel-Verlag wird ständig um neue Persönlichkeiten erweitert, so dass man in dem bereits vorhandenen, reichhaltigen Fundus immer wieder auf besondere Menschen stößt. Liebevolle Illustrationen begleiten texte, die sich auf das Wesentliche der jeweils beschriebenen Person konzentrieren. Allein die Bilderwelt regt Kinder im Alter ab drei Jahren an zu erzählen, was sie alles entdecken. Die kurzen, prägnanten Sätze untermalen und beschreiben das Leben der Hauptperson.
Mahatma Gandhi
Beim Aufschlagen des Buches begegnet uns gleich die Friedenstaube bei verschiedenen Flugübungen. Fröhlich segelt sie über die ersten Buchseiten, Dann begegnet uns der kleine Mohandas mit großer, runder Nickelbrille. Die Friedenstaube sitzt auf seiner Schulter. Schon früh bildet sich sein friedlicher Charakter heraus. Er möchte, dass alle Lebewesen friedlich und hilfsbereit miteinander leben. Durch diese innere Motivation angetrieben, studiert er später Jura, um Anwalt zu werden. Seine erste Stelle bekommt er in Südafrika.
Als er eines Tages aus der ersten Klasse der Eisenbahn hinausgeworfen wird, weil er kein Weißer ist, wehrt er sich auf seine friedliche Art. Mit vielen anderen Menschen setzt er sich auf die Straße und setzt so eine Protestbewegung in Gang.
Über zwanzig Jahre lebt Gandhi in Südafrika und setzt sich immer wieder für die Rechte der dortigen indischen Bevölkerung ein. Dabei wächst in ihm der Gedanke, nach Indien zurückzukehren, um dort die Bevölkerung vom englischen Joch zu befreien. In Indien tritt er im landestypischen Beinkleid für Männer auf und wehrt sich in friedlichen Protesten gegen die von den Briten erhobene Salzsteuer. Immer wieder landet er im Gefängnis, wo er wegen der als ungerecht empfundenen Verhaftung in den Hungerstreik tritt. Viele Inder solidarisieren sich mit ihm und dank Gandhi kann sich Indien schließlich von der britischen Besatzung befreien. Gandhis Botschaft lautet: „Frieden ist ein guter Weg; wir können ihn gemeinsam gehen.“
Ein Anhang zeigt Originalfotos von Mahatma Gandhi und beschreibt noch einmal seinen Lebenslauf.
Taylor Swift
Das nächste Portrait betrifft die bekannte Sängerin Taylor Swift, die heute eine der weltweit erfolgreichsten Künstlerinnen.
Wie hat das kleine Mädchen es zu diesem Ruhm gebracht? Sie singt einfach gerne und hat den Mut, auf jeder sich ihr bietenden Bühne aufzutreten. Gesangs- und Schauspielunterricht tun ein Übriges. In der Schule wird sie zeitweise ausgelacht, weil „Country“ nicht cool ist. Doch Taylor bleibt am Ball und fängt an, eigene Lieder über ihr Leben zu schreiben. Damit ist sie erfolgreich und erhält schon bald den ersten Vertrag über ein Album. Noch nicht einmal zwanzig, bringt sie mit „Fearless“ ein zweites erfolgreiches Album heraus, und so geht es immer weiter bergauf.
Trotz aller Kritik, die Erfolg immer heraufbeschwört, bleibt Taylor sich treu. Sie will auch weiterhin ein freundlicher Mensch bleiben und in ihren Liedern von sich und ihren Gefühlen, aber auch von den eigenen Schwächen erzählen. Hier können ihre Fans sich wiederfinden. Taylor Swift glaubt immer an sich , und das führt sie zum Erfolg.
Bruce Lee
Bruce Lee kommt in San Francisco zur Welt. Sein Vater ist dort auf Tournee als Star der „Kanton Opera“. Doch bald zieht es die Familie zurück nach Hongkong. Hier arbeitet sein Vater bei der chinesischen Oper, und der kleine Bruce wird ein Kinderstar beim Film.
Bruce mag die Schule nicht und interessiert sich eher für die Kampfsportkunst des Kung Fu. Eigentlich ist Sport sein Ding. Dort gelingt ihm alles, ob beim Boxen, Fechten oder Tanz. Beim Cha-cha-cha wird er sogar ein Champion.
Leider prügelt er sich auch gerne auf der Straße. Deshalb schicken ihn die Eltern wieder in die USA. Bruce will aus seinen Fehlern lernen und gelobt Besserung. Er studiert Schauspiel und Philosophie, aber eigentlich gilt sein Interesse immer der Kampfkunst. Hierin ist er besonders gut. Er fliegt durch die Luft und hat eine hervorragende Körperbeherrschung. Er trainiert weiterhin Geist und Körper, schreibt eigene Filme und schafft schließlich den großen Durchbruch im Hollywood-Film „Der Mann mit der Todeskralle“. Bruce ist immer auf der Suche nach seinem besseren Ich. Er glaubt an sich und bestärkt seine Schüler darin, es ihm gleichzutun.
Michelle Obama
Als kleines Mädchen lebt Michelle in einem einfachen Wohnviertel in Chicago. Schon früh lernt sie, dass man fleißig sein muss, wenn man es zu etwas bringen will. Ihre Eltern sind ehrgeizig und schicken sie auf eine Highschool mit besonderen Anforderungen. Kaum ist sie mit der Schule fertig, will sie gleich auf die Universität von Princeton. Die Berufsberaterin rät ihr jedoch davon ab, weil sie dafür nicht gut genug sei. Doch das spornt Michelle erst recht an: sie schafft es auf die bekannte Uni und macht einen sehr guten Abschluss. Dann geht sie nach Harvard und studiert dort Recht.
Als Anwältin kommt sie schließlich zurück nach Chicago, wo sie die Abende gerne bei ihren Eltern verbringt. In der Kanzlei, in der sie arbeitet, lernt sie Barack Obama kennen. Beide wollen Menschen helfen, denen es nicht so gut geht, und als Barack Präsident der USA wird, steht sie fest an seiner Seite. Sie ziehen in den Präsidentenpalast „Weißes Haus“ ein, der vor zweihundert Jahren von Sklaven erbaut wurde. Nun ist es das Haus einer schwarzen Familie. Michelle arbeitet begeistert im Garten beim Obst- und Gemüseanbau. Gute, gesunde Ernährung ist ihr wichtig, und das gibt sie auch an das amerikanische Volk weiter. Auch Sport ist ihr wichtig, und sie reist als Botschafterin für eine gesunde Ernährung um die ganze Welt. Weiterhin setztesie sich für bessere Bildungschancen für Mädchen ein.
Michelle hat ihren Traum verwirklicht, andere Menschen zu unterstützen, um eine bessere Welt zu erschaffen.
Albert Einstein
Viele besonders begabte Kinder lieben die Schule und ihre Anforderungen überhaupt nicht – so auch Albert Einstein. Zuhause jedoch beschäftigt sich der kleine Albert mit Mathe- und Physikbüchern und denkt sich viele Experimente und Theorien aus. Als er sechzehn Jahre alt ist, schreibt er seinen ersten wissenschaftlichen Aufsatz. Am Polytechnikum in Zürich lässt er sich zum Fachlehrer für Mathematik und Physik ausbilden.
Im Alltag ist er eher chaotisch, aber seine Gedanken sind perfekt geordnet. Er entwickelt die berühmteste Formel der Welt: „Aus sehr wenig Masse kann sehr viel Energie entstehen“. Bei der Erforschung von Raum und Zeit kommt er auf die Relativitätstheorie und wird damit weltbekannt. Er erhält sogar den Nobelpreis für die Entdeckung der Photonen, den winzigen Bestandteilen des Lichts. Weil er Jude ist, wandert er in die USA aus, als die Nazis in Deutschland an die Macht kommen. Die Rassentrennung in Amerika verurteilt er.
Was ist sein Erfolgsrezept? Er hört nie auf zu fragen und wird so zum größten Denker aller Zeiten, denn Neugier und Phantasie sind wichtiger als Wissen.






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