Archive | Sachbücher

2103_seuche

Ljudmila Ulitzkaja: „Eine Seuche in der Stadt“

In der Stadt Saratow südöstlich von Moskau an der Wolga forscht im Jahre 1939 der Virologe Rudolf Iwanowitsch Mayer in seiner Isolierkammer an Pestviren. Das langgestreckte Gebäude ist völlig eingeschneit und trübes Licht brennt hinter den Scheiben, als plötzlich mitten in der Nacht das Telefon klingelt. Eine alte Tartarin in der Pförtnerbude hebt unwirsch ab: […]

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2102_Fiktionen

Markus Gabriel: „Fiktionen“

Der erst vierzigjährige Autor dieses Buches ist bereits Lehrstuhlinhaber für Erkenntnisphilosophie an der Universität Bonn und leitet darüber hinaus weitere Institutionen aus diesem Forschungsbereich. Dies nur als Einordnung des intellektuellen Niveaus des vorliegenden Buches, das sich weder zur Unterhaltung noch als Einschlaflektüre eignet. Es fordert von seinen Lesern hohe Konzentration und die Bereitschaft, sich auf […]

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2102_flavour

Yotam Ottolenghi: „FLAVOUR“

Die Zwiebel ziert als optischer Knaller dieses Kochbuch von Yotam Ottolenghi. Die einzelnen Schichten sind im Querschnitt farblich herausgearbeitet und machen Lust auf eine Entdeckungsreise in die einzelnen Schalen. Optisch strotzt das Buch vor verführerischen Aufnahmen herrlicher Gerichte und motiviert damit, tiefer in die Kochkünste einzusteigen. Neue Ansätze in Ottolenghis Kochkunst sind Prozesse wie das […]

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Cover

Michel Houellebecq: „Ein bisschen schlechter“ Neue Interventionen, Essays

„Ein bisschen schlechter. Interventionen. Essays“ ist der Titel des 2020 erschienenen Buches von Michel Houellebecq. Wer sich nach der Lektüre der letzten Romane von Michel Houellebecq fragt, wo dieser Autor politisch und weltanschaulich steht, dem sei dieser Band empfohlen. In Essays und in Interviews aus den Jahren 2003 bis Mai 2020 gibt Houellebecq Auskunft über […]

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2102_dig_fasch

Maik Fielitz/Holger Marcks: „Digitaler Faschismus“

Hassreden, Hetze und Verschwörungstheorien sind einem Großteil der Bevölkerung erst durch die grotesken Tweets von Donald Trump zum Bewusstsein gekommen, weil erst die Tatsache, dass ausgerechnet der mächtigste Mann der (westlichen) Welt jegliches intellektuelle Format und elementare ethische Grundsätze missachtete, für das entsprechende Aufsehen sorgte, das auch Normalbürger ohne täglichen Facebook-Konsum erreichte. Die beiden Autoren […]

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2101_natur_technik

Emily Dodd: „Natur und Technik -Weshalb? Deshalb!“

Dieses Lexikon über Tiere und Pflanzen, den Körper, chemische Elemente, Energie, Kräfte und Bewegung beantwortet über 200 Fragen, die Kinder stellen würden. Reich bebildert mit Fotografien und schematischen Zeichnungen lockt es die jungen Leser auf eine Entdeckungsreise durch Natur und Technik. Nach jeder Doppelseite, die Naturphänomene erklärt, gibt es ein kleines Quiz mit drei Fragen, […]

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2101_beethoven

Hans-Joachim Hinrichsen: „Beethoven – Musik für eine neue Zeit“

Dass zu Ludwig van Beethovens 250. Geburtsjahr neue Bücher über diesen Ausnahmemusiker erscheinen würden, war zu erwarten, doch das vorliegende Buch sticht aus der Menge biographischer oder musikgeschichtlicher Werke über bedeutende Komponisten vor allem durch seine analytische Schärfe und die intellektuelle Kopplung an philosophische Entwicklungen dieser Epoche heraus. Dabei betont Hinrichsen vor allem die Nähe […]

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2011_kompromiss

Andreas Weber: „Warum Kompromisse schließen?“

Kompromisse haben seit längerer Zeit eine schlechte Presse. Sie werden im besten Fall als halbherzige Nachgiebigkeit, im schlechtesten als Feigheit gedeutet. Das „Münchner Abkommen“ von 1938 ist dafür ein so deutliches wie auch fragwürdiges Beispiel, und viele Kritiker bemängeln auch Angela Merkels zu Kompromissen neigende politische Grundhaltung. Andreas Weber stellt dem Kompromiss jedoch nicht nur […]

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2011_hartlaub

Matthias Weichelt: „Der verschwundene Zeuge“

Felix Hartlaub kam im Jahr 1913 als Sohn eines kulturell ausgesprochen engagierten Museumsdirektors mit jüdischem Hintergrund zur Welt und zeigte schon als Jugendlicher deutliches schriftstellerisches und zeichnerisches Talent. Während sein Vater kurz nach Hitlers Machtergreifung seinen Posten verlor, konnte Felix noch sein Studium der Geschichte absolvieren und wurde sogar promoviert. Nach Kriegsbeginn wurde er zwar […]

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2011_liebe_phil

Manfred Geier: „Die Liebe der Philosophen“

Die Liebe ist seit eh und je ein Thema der Philosophie gewesen, doch haben die Geistesgrößen verschiedener Epochen dieses Thema vornehmlich aus der distanzierten Sicht des philosophischen Beobachters behandelt. Sei es Eros, Philia oder die rein geistige Agape: meist haben die Philosophen die jeweilige Form der Liebe als intellektuelles Phänomen beschrieben, das es zu verstehen […]

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