Archive | Schauspiel

2007_sommernachtstraum_1

Liebeszauber am Melita-Brunnen

Der mitten im Wald zwischen Darmstadt und Trautheim gelegene „Melita-Brunnen“ ist eines der „Markenzeichen“ von Darmstadt. Was lag da näher, als ihn als virtuellen Spielort für die neue Produktion der „Hessischen Spielgemeinschaft“ zu wählen. Dafür hatte man sich ein so bekanntes wie kompliziertes Plot ausgedacht. Ensemble Ein angeblich kürzlich aufgefundenes Stück des Darmstädter Lokaldichters Niebergall […]

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2006_ich_schaue

Logbuch einer Online-Katastrophe

Die Corona-Krise hat die bereits stark vorangeschrittenen Online-Aktivitäten in allen Lebensbereichen noch einmal befeuert. Das wie alle Theater von der Pandemie besonders betroffene Staatstheater Darmstadt hat aus der Not des stillgelegten Betriebes jetzt die Tugend eines Projektes gemacht, das einerseits die neuen Medien nutzt und mit ihnen spielt, andererseits die Risiken und Gefahren einer vollständig […]

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Kranichstein „an der Bar“…

Das Staatstheater Darmstadt leidet wie alle Theater unter der Alterung seines Publikums. Film, Fernsehen und vor allem das Internet bilden gerade bei jüngeren Leuten eine immer größere Konkurrenz, und das Theater erscheint bei dieser Zielgruppe zusehends als angestaubt und pseudo-elitär. Deshalb entwickelt auch das Staatstheater Darmstadt verschiedene Aktivitäten, um näher an theaterferne Bevölkerungsschichten, vor allem […]

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2002_Struwwelpeter_1

Eine Frankfurter Zeitreise

Gedankenverloren und etwas verdrossen rührte Heinrich Hoffmann in seinem Kaffee. Er saß an einem kühlen Februar-Nachmittag in einem Wirtshaus in der Altstadt nahe dem Frankfurter Römer, die ihm seltsam bekannt vorkam, obwohl er hier seit gut 130 Jahren nicht mehr gewesen war. Ach Gott, wie die Zeit verrann! Warum hatte ihn Petrus auf die Erde […]

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2002_taugenichts_1

Der Taugenichts als Textcollage

Joseph von Eichendorffs „Aus dem Leben eines Taugenichts“ wurde zum letzten Mal vor 22 Jahren im Staatstheater Darmstadt aufgeführt, damals als Einpersonenstück im Intendanzgärtchen und ganz der romantischen Intention verpflichtet. Jetzt hat die Theaterwerkstatt des Theaters, ein Projekt theaterbegeisterter Laien, diese Vorlage wieder aufgenommen und aus einer völlig anderen Perspektive inszeniert. Eichendorffs Novelle spiegelt die […]

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2002_huis_clos_1

Fuge der Ausweglosigkeit

Als Jean-Paul Sartre im Jahr 1944 den Einakter „Huis Clos“ – auf Deutsch „Geschlossene Gesellschaft“ – veröffentlichte, befand sich Frankreich in einer ähnlichen Situation wie seine Protagonisten: eingeschlossen in der „Hölle“ der deutschen Besatzer, die jeden Widerstand mit drakonischen Mitteln bestraften. Insofern war dieses Stück auch eine Anspielung auf die historische Situation, obwohl Sartre damit […]

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2002_39stufen_1

Mein Name ist Slapstick-Bond

Wer Theater ausschließlich als Bildungsanstalt oder als Diskursplattform für die Menschheitsprobleme betrachtet, ist in diesem Stück definitiv fehl am Platze. Wer aber den Witz – einschließlich allfälliger Kalauer! – und die schräge Idee liebt, der wird bei der Darmstädter Inszenierung von John Buchans und Alfred Hitchcocks Komödie „Die 39 Stufen“ auf seine Kosten kommen. Von […]

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2001_demöb

Was bewegt Schauspieler(innen)?

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „An der Bar…..“ des Staatstheaters Darmstadt saßen am Mittwoch, dem 15. Januar 2020, die junge Schauspielerin Anabel Möbius aus dem Darmstädter Ensemble sowie das städtische Faktotum Aurora DeMeehl auf den „heißen Stühlen“ der Moderatorin Lina Zehelein in der Bar der Kammerspiele. „Drag Queen“ Aurora DeMeehl Wir bezeichnen Autora DeMeehl hier bewusst […]

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1911_amy4eva_2

Tramperinnen zwischen Traum und Tragik

Amelie und Eva sind gerade in der Prüfungsphase für die Mittlere Reife. Sie haben irgendwie die Nase voll von Schule, und der Selbstmord ihres schwulen Klassenkamerads und Freunds Effe hat sie aus dem Gleichgewicht geworfen. Beide sind Fans der Sängerin Amy Winehouse, und deshalb hat sich Amelie in „Amy“ umbenannt. Spontan beschließen die beiden, Effes […]

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1911_ratten_4

Tragödie im altberliner Dialektdschungel

Gerhart Hauptmann ist bekannt als naturalistischer Autor der vorletzten Jahrhundertwende, der in seinen Stücken vor allem die katastrophalen sozialen Verhältnisse und die Empathielosigkeit der Gesellschaft im ausgehenden 19. Jahrhundert kritisierte. Man kann in Zeiten ganz anderer sozialer Verhältnisse durchaus fragen, welchen Zweck die Aufführung eines solchen, am zeitlichen Kontext orientierten Stückes verfolgt, abgesehen vom archivarischen […]

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