2009_eroica

Transparente Klangvielfalt

Nachdem das letzte Sinfoniekonzert der vergangenen Saison im Staatstheater Darmstadt bereits unter einschränkenden Corona-Bedingungen stattgefunden hatte, startet die neue Konzertsaison mit dem gleichen Handicap. Das Orchester kann wegen der Abstandsgebote nur in reduzierter Stärke auftreten, und eben diese Abstände zwischen den Musikern stellen das Orchester auch vor Probleme beim Zusammenspiel. Der Kopf der „Eroica“-Partitur (Quelle: […]

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2009_american_dirt

Jeanine Cummins: „American Dirt“

Seit Donald Trump seinen Wählern die Abschottung des Landes vor illegalen mittelamerikanischen Migranten durch eine Mauer versprochen hat, ist die Lage dieser Migranten stärker in das Bewusstsein der Weltöffentlichkeit gerückt. Bis dahin fristeten die Berichte darüber eher ein Schattendasein in der jeweils lokalen Presse der USA und Mexikos. Lydia, die „Heldin“ dieses Migrantenromans, lebt mit […]

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Raumkunst zum Elend der Welt

Nach der künstlerischen Dürreperiode der Pandemie öffnet die Frankfurter Kunsthalle Schirn Anfang September wieder die Tore für eine neue Ausstellung. Sie zeigt die Raumkunst des iranischen Künstlertrios Ramin Haerizadeh, Rokni Haerizadeh und Hesam Rahmanian, das im Jahr 2009 seine Zelte im Dubaier Exil aufgebaut hat. In Iran war ihre Kunst offensichtlich nicht mehr erwünscht. Der […]

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2008_schwestern_1

Die große Selbstbespiegelung

Tschechows „Drei Schwester“ gehören zum unveräußerbaren Repertoire eines jeden Theaters, und so nimmt es Wunder, dass es in Darmstadt zum letzten Mal vor siebzehn Jahren inszeniert wurde. Jetzt hat sich die Regisseurin Katja Plötner dieses „ur-russischen“ Stoffes wieder angenommen und ihn unter Corona-Bedingungen im Kleinen Haus inszeniert. Ensemble Das Bühnenbild von Camilla Hägebarth besteht aus […]

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2008_lauf_1

Die Innenwelt der Helfer

NGOs – „Non Government Organisations“ – sind an allen Fronten des Leids und Elends in der Welt aktiv tätig, vornehmlich auf dem von Vielen als „gescheitert“ betrachteten Kontinent Afrika oder auf den Fluchtrouten des Mittelmeers. Sie gelten als leuchtende Beispiele für Selbstlosigkeit und Hilfsbereitschaft und pflegen dieses Image auch aus nachvollziehbaren weil mildtätigen Gründen. Rainer […]

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2008_China

Marcel Grzanna: „Eine Gesellschaft in Unfreiheit“

Dieses Buch ist weder eine politikwissenschaftliche noch eine soziologische Abhandlung über das gesellschaftliche System des heutigen China, sondern ein Erlebnisbericht einer siebenjährigen journalistischen Präsenz in diesem Land. Daher lebt es mehr von den eigenen Erfahrungen und Erlebnissen als von wissenschaftlichen Theorien und Thesen. Das hat natürlich eine fragmentarische Wirkung zur Folge, da Anzahl und Art […]

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Susan Neiman: „Von den Deutschen lernen“

Die Autorin dieses Buches ist zumindest mittelbar selbst von ihren beiden Kernthemen betroffen, da sie Jüdin und gleichzeitig Südstaatlerin der USA ist. Sie hat über dreißig Jahre lang in Deutschland gelebt, dort einen wichtigen Posten in der Erinnerungskultur des Holocaust bekleidet und die mühsame Aufarbeitung der Katastrophe des Dritten Reiches fast von Anfang miterlebt. Neiman […]

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Brendan Simms: „Hitler – Eine globale Biographie“

Die in den letzten siebzig Jahren erschienenen Hitler-Biographien und Analysen des Dritten Reiches füllen mittlerweile ganze Bücherwände, und dennoch erscheinen auch heute noch entsprechende Bücher, die ein völlig neues Licht auf diese Epoche werfen. Die bisher überwiegende und unwidersprochene Sicht auf Hitler lief darauf hinaus, dass sein zentraler Kampf – neben der geradezu paranoiden Juden-Phobie […]

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Marco Balzano: „Ich bleibe hier“

Die Protagonistin des Romans „Ich bleibe hier“ wächst als Bauerntochter im Südtiroler Graun auf. Ihre Mutter gibt ihr einen lebensbegleitenden Satz mit: „Vorwärts schauen, das ist die einzige Richtung, die erlaubt ist. Sonst hätte Gott uns die Augen seitlich gemacht wie bei den Fischen“. Dieser Satz ist es, der schon für die junge Frau gilt. […]

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2007_Zerstörung

Andreas Barthelmess: „Die große Zerstörung“

Die digitale „Disruption“ mit der enormen Beschleunigung und Automatisierung aller Lebensbereiche ist seit Hararis „Homo Deus“ ein zentrales Thema der Diskussionen – zumindest im Westen. Während Harari das Thema aus philosophisch-intellektueller Perspektive angeht, wählt Andreas Barthelmess den pragmatischen Alltagsblick eines IT-Experten. Erst Anfang vierzig, hat er bereits eine Karriere als Gründer eines Startups hinter sich […]

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