Archive | Kunsthalle Schirn

Henri Rousseau: "Le Lion"

„Wildnis“ – Projektionen des Unkontrollierbaren

Eine Woche nach Eröffnung der Ausstellung „König der Tiere“ folgte in der Frankfurter Schirn die Eröffnung der Ausstellung „Wildnis“. Dass diese Parallelität nicht zufällig sondern geplant war, versteht sich angesichts der Analogie zwischen den Begriffen „Löwe“ und „Wildnis“ von selbst. Ebenso wie das so gefürchtete wie bewunderte Raubtier war und ist auch die [freie] Wildnis […]

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Der "König der Tiere" in stolzer Pose

Heroische Projektionen – Ausstellung „König der Tiere“

Die Wiederentdeckung vergessener, verkannter oder verdrängter Künstler ist ein Schwerpunkt des Direktors von Städel und Schirn, Dr. Philpp Demandt. Nach der Ausstellung über Lotte Laserstein folgt nun in der Kunsthalle Schirn eine neue Ausstellung über den Maler Wilhelm Kuhnert (1865-1926), der sich zu kaiserlichen Zeiten einen Namen als Maler vorzugsweise afrikanischer Wildtiere gemacht hatte. Um […]

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GEORG GROSZ, DEMOKRATIE, 1919

Traumatische Bilder

Anfang des Jahres 1914 befand sich das Deutsche Reich auf einem gefühlten Höhenflug. Man war das wirtschaftlich dynamischste und erfolgreichste Land Europas und durfte sich auch politisch als Großmacht fühlen, den Bürgern ging es im Rahmen der damaligen gesellschaftspolitischen Verhältnisse ausgesprochen gut. Viereinhalb Jahre später war alles verloren: militärisch besiegt, politisch in Versaille gedemütigt und […]

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Kent Monkman: "Bète Noire" (2014)

Die Virtuelle Realität des Dioramas

Schon immer hat die Nachbildung der Realität nicht nur die künstlerisch tätigen Menschen fasziniert. Die zweidimensionale Darstellung im Bild reichte ihnen bald nicht mehr, wie frühe Tonfiguren und vor allem die antiken Skulpturen zeigen. Doch was diesen in ihrer idealisierten Statik fehlte, war die Wiedergabe lebensnaher Szenen aus der Natur und dem Alltag der Menschen. […]

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Die Rotunde der Schirn bei der Pressekonferenz mit farbigen Säulen und der Metallskulptur im Hintergrund

Leise rieselt der Sand

In der Rotunde der Frankfurter Kunsthalle Schirn, die bereits des Öfteren Ausstellungsort für avantgardistische Installationen war, stehen zwei Edelstahl-Skulpturen, die man ohne Wissen der aktuellen Ausstellung auch für besonders edle Abfall- oder gar Streusalzbehälter halten könnte. Letztere Interpretation stützt auch der scheinbar zufällig um die Skulptur liegende Sand. Die etwa bis zur Schulter reichenden Elemente […]

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"Ce n´est pas une pipe"

Die Verdrehung der Wirklichkeit

Diese Ausstellung passt wahrlich wieder einmal in die aktuelle politische Landschaft, denn sie besteht im Grunde genommen aus einer systematischen Verdrehung der Wirklichkeit. Die ausgestellten Bilder ignorieren die Gesetze der Physik, des Raumes und der realen Objekte ebenso wie die Sehgewohnheiten und das tradierte ästhetische Empfinden des Publikums. Der Belgier René Magritte (1898-1967) wurde in […]

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Jungnickel: "Drei blaue Ara"

Die Renaissance des Holzschnitts

Die Frankfurter „Kunsthalle Schirn“ präsentiert in der Ausstellung „Kunst für alle. Der Farbholzschnitt in Wien um 1900“ eine weitgehend unbekannte künstlerische Episode. Der Holzschnitt gilt allgemein als Technik des ausgehenden Mittelalter, die wegen ihrer technischen Schwächen bald durch den Kupferstich und die Kaltnadelradierungen abgelöst wurde. Durch die verschiedenen Jahrhunderte nach der Dürer-Zeit fristete diese Technik […]

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Winsor McKay: "Little Nemo in Slumberland"

Als die Bilder sprechen lernten

Die Frankfurter Kunsthalle Schirn zeigt in der Ausstellung „Pioniere des Comics. Eine andere Avantgarde“ die frühen Vertreter einer lange geächteten Kunstgattung. Comics à la „Donald Duck“ gehörten in den fünfziger und sechziger Jahren vor allem in Deutschland zu der Gattung der „Schundliteratur“, die man Kindern konsequent entziehen sollte. Erwachsene zählte man sowieso nicht zu dem […]

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Jonathan Monk
"Senza Titolo VII", 2012

Wer bin ich – ein Selfie?

Die Ausstellung „Ich“ in der Frankfurter Kunsthalle Schirn nimmt das Selbstportrait in Zeiten des „Selfie“ aufs Korn. Den Namen der Ausstellung ist zu lesen als „Ich“ mit einem waagerechten Strich durch alle drei Buchstaben. Der Schriftsatz dieser Webseite erlaubt diese Darstellung leider nicht. Dieser Strich will einerseits die narzisstische Seite der Selbstschau beleuchten und andererseits die Bedeutungsschwere […]

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"Der Bauernhof", 1921-1922

… von einem, der auszog, die Malerei zu ermorden

Die Frankfurter „Kunsthalle Schirn“ präsentiert in der Ausstellung „Joan Miró. Wandbilder, Weltenbilder“ eine Auswahl des katalanischen Malers. Zu ihrem 30. Geburtstag hat sich die Kunsthalle Schirn selbst ein Geschenk gemacht. Dank des internationalen Renommés der Kunsthalle und tatkräftiger Unterstützung gleich dreier regionaler Kulturstiftungen gelang es, verschiedene, in der ganzen Welt verstreute Werke des katalanischen Malers […]

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