Archive | Kunsthalle Schirn

"Ce n´est pas une pipe"

Die Verdrehung der Wirklichkeit

Diese Ausstellung passt wahrlich wieder einmal in die aktuelle politische Landschaft, denn sie besteht im Grunde genommen aus einer systematischen Verdrehung der Wirklichkeit. Die ausgestellten Bilder ignorieren die Gesetze der Physik, des Raumes und der realen Objekte ebenso wie die Sehgewohnheiten und das tradierte ästhetische Empfinden des Publikums. Der Belgier René Magritte (1898-1967) wurde in […]

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Jungnickel: "Drei blaue Ara"

Die Renaissance des Holzschnitts

Die Frankfurter „Kunsthalle Schirn“ präsentiert in der Ausstellung „Kunst für alle. Der Farbholzschnitt in Wien um 1900“ eine weitgehend unbekannte künstlerische Episode. Der Holzschnitt gilt allgemein als Technik des ausgehenden Mittelalter, die wegen ihrer technischen Schwächen bald durch den Kupferstich und die Kaltnadelradierungen abgelöst wurde. Durch die verschiedenen Jahrhunderte nach der Dürer-Zeit fristete diese Technik […]

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Winsor McKay: "Little Nemo in Slumberland"

Als die Bilder sprechen lernten

Die Frankfurter Kunsthalle Schirn zeigt in der Ausstellung „Pioniere des Comics. Eine andere Avantgarde“ die frühen Vertreter einer lange geächteten Kunstgattung. Comics à la „Donald Duck“ gehörten in den fünfziger und sechziger Jahren vor allem in Deutschland zu der Gattung der „Schundliteratur“, die man Kindern konsequent entziehen sollte. Erwachsene zählte man sowieso nicht zu dem […]

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Jonathan Monk
"Senza Titolo VII", 2012

Wer bin ich – ein Selfie?

Die Ausstellung „Ich“ in der Frankfurter Kunsthalle Schirn nimmt das Selbstportrait in Zeiten des „Selfie“ aufs Korn. Den Namen der Ausstellung ist zu lesen als „Ich“ mit einem waagerechten Strich durch alle drei Buchstaben. Der Schriftsatz dieser Webseite erlaubt diese Darstellung leider nicht. Dieser Strich will einerseits die narzisstische Seite der Selbstschau beleuchten und andererseits die Bedeutungsschwere […]

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"Der Bauernhof", 1921-1922

… von einem, der auszog, die Malerei zu ermorden

Die Frankfurter „Kunsthalle Schirn“ präsentiert in der Ausstellung „Joan Miró. Wandbilder, Weltenbilder“ eine Auswahl des katalanischen Malers. Zu ihrem 30. Geburtstag hat sich die Kunsthalle Schirn selbst ein Geschenk gemacht. Dank des internationalen Renommés der Kunsthalle und tatkräftiger Unterstützung gleich dreier regionaler Kulturstiftungen gelang es, verschiedene, in der ganzen Welt verstreute Werke des katalanischen Malers […]

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Blick in die Kuppel der Rotunde

Ein übergroßes Herz-Mobile

Die Kunsthalle Schirn präsentiert Heather Phillipsons Installation „Eat Here“. Auf dem Frankfurter Römerberg ist Weihnachtsmarkt, und da haben sich die verantwortlichen der Kunsthalle wohl gedacht, man könne auch ein wenig bewegliches Kunstlametta installieren. Um sich jedoch gehörig vom profanen Kommerz des Marktes abzugrenzen, hat man in der „Rotunde“ – dem Eintrittsbereich der Schirn – eine […]

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"Gonzo"

Fülle der Farben und Formen

Die Frankfurter „Kunsthalle Schirn“ widmet dem zeitgenössischen Maler Daniel Richter die Einzelausstellung „Hello. I Love You“. Daniel Richter, nicht verwandt mit dem dreißig Jahre älteren Kollegen Gerhard Richter, kam 1962 in Norddeutschland zur Welt und lebt heute in Berlin und Wien, wo er an der Akademie für Künste lehrt. Richter ist einer der richtungsweisenden zeitgenössischen Künstler […]

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Song I
(c) Norbert Miguletz

Die laufenden Bilder der Moderne

Die Frankfurter „Kunsthalle Schirn“ zeigt eine Retrospektive des US-amerikanischen Künstlers Doug Aitken. Bewegte Bilder sind nicht nur ein konstituierendes Element der Film- und Fernsehindustrie, sondern setzen sich auch zunehmend im Bereich der darstellenden Kunst durch, ja sie definieren diese Gattung schon nahezu um. Der kalifornische Künstler Doug Aitken, Jahrgang 1968, gehört zu denen, die Video- und […]

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Karl Wilhelm Diefenbach: "Per aspera ad astra", 1892

Propheten, Utopisten, Visionäre

Die Frankfurter Kunsthalle Schirn ruft mit der Ausstellung „Künstler und Propheten“ eine bisher weitgehend in Vergessenheit geratene künstlerische Epoche in Erinnerung. Das 19. Jahrhundert war eine Epoche gewaltiger Umbrüche. Kriege, Naturkatastrophen und Epedemien hatte es schon immer gegeben, und sie hatten seit dem Mittelalter jedes Mal weltflüchtige Endzeit- und Erlösungspropheten hervorgebracht. Doch das alltägliche Leben in nicht […]

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Jacques Villeglé bei der Arbeit

Ästhetische Archäologie der Straße

Die Frankfurter Kunsthalle „Schirn“ zeigt in der Ausstellung „Poesie der Großstadt. Die Affichisten“ eine frühe Form der Straßenkunst. Mit der zunehmenden Verbreitung der elektronischen Werbung auch in der Öffentlichkeit verschwindet Stück für Stück ein nicht immer als ästhetisch angenehm empfundenes Mittel der Werbung: das öffentliche Plakat. Dessen Nutzung unterlag in Deutschland zumindest nach dem Krieg […]

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