Archive | Literatur

1708_sprache

Tom Wolfe: „Das Königreich der Sprache“

Weitgehend unstrittig ist die Sprache das wichtigste menschliche Unterscheidungsmerkmal gegenüber den Tieren. Erst die Sprache und damit die Möglichkeit der Planung und der Kommunikation über reine Warnlaute hinaus ermächtigte den Menschen dazu, über den Rest der Natur nach Belieben zu verfügen. Aus diesem Grunde hat sich die Linguistik als Wissenschaft von der Sprache seit der […]

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1707_gestaendnisse

Kanae Minato: „Geständnisse“

Yuko Moriguchi, Klassenlehrerin einer Mittelstufenklasse, verabschiedet sich von ihrer Klasse, da sie vorhat, die Schule zu verlassen. Bei einem tragischen Unglücksfall ist ihre vierjährige Tochter im Schulschwimmbad ertrunken. Moriguchi bedankt sich bei den Schülern für die erfolgreiche Teilnahme am Milch-Projekt der Schule. Jetzt soll untersucht werden, ob der tägliche Milchgenuss zu höherer Konzentration und besseren […]

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1707_die_taufe

Ann Patchett: „Die Taufe“

n ungeladener Gast erscheint zu einer Taufe. Der Gastgeber Fix ist zwar etwas erstaunt über den Neuankömmling Bert Cousins, erst recht, da dieser als Gastgeschenk eine Flasche Gin abliefert. Doch alle sind froh, das neue Baby Frances zu feiern. Die Taufparty wird immer fröhlicher, besonders je mehr Alkohol die Gäste konsumieren. Dann nimmt das Schicksal […]

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1704_absichten

Thomas Brussig: „Beste Absichten“

Ostberlin zu DDR-Zeiten: der Ich-Erzähler, 22 Jahre alt, wird zwecks „Aktualisierung seiner Unterlagen“ aufs Wehrkreiskommando bestellt. Was so harmlos klingt, konnte damals durchaus bedeuten, dass man ein zweites Mal „dienen“ musste. Die Ohnmacht des DDR-Bürgers, der nicht weiß, warum er einbestellt  oder was die Folge der Einbestellung sein wird, ist hier mit Händen zu greifen. […]

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1703_faschismus

Paola Soriga: „Wo Rom aufhört“

Der Roman von Paola Soriga spielt im Jahr 1944 während des Zweiten Weltkrieges. Ida hat den Widerstand gegen die Deutschen unterstützt und hat jetzt große Angst, von den Faschisten entdeckt zu werden. Sie hält sich in einer Höhle außerhalb Roms versteckt. Mutterseelenallein harrt die Siebzehnjährige aus. Ihr einzigen Begleiter sind die Mäuse, das Geräusch ihres […]

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1703_p_auster_1

Paul Auster in Frankfurt

Paul Austers neuer Roman „4 3 2 1“ hat in der Literaturbranche einigen Wirbel ausgelöst und ist auch hier besprochen worden. Nicht zuletzt die politischen Umbrüche in den USA dürften der Grund für die Einladung zu einer Lesung gewesen sein, ist doch Paul Auster einer der schärfsten Kritiker des neuen Präsidenten. Zu der Lesung hatten das […]

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1703_berlin

Verena B. Carleton: „Zurück in Berlin“

Dieser Roman erschien bereits im Jahr 1959 in den USA. Erst 2016 legte der Aufbau-Verlag den Roman als Neuentdeckung in deutscher Übersetzung auf. Es geht um den Deutschen Erich Dalburg, der sich lange Zeit in eine englische Identität flüchtete und sich Eric Devon nannte. Vor dem Zweiten Weltkrieg wuchs Erich in einem wohlsituierten jüdischen Haushalt […]

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1702_kertesz

Imre Kertész: „Der Betrachter“

Der ungarische Schriftsteller Imre Kertéz kam 1929 als Sohn jüdischer Eltern zur Welt und wurde während des Krieges erst nach Auschwitz und dann nach Buchenwald deportiert, wo er im April 1945 befreit wurde. Anschließend lebte er bis zur Wende 1989 in Budapest, fühlte sich aber diesem Land nie zugehörig, da die Bevölkerung die Deportation der Juden weitgehend […]

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1702_statt_etwas

Martin Walser: „Statt etwas oder Der letzte Rank“

Jemand musste Martin W. verleumdet haben, denn ohne, dass er etwas Böses getan hätte, wurde er beobachtet……. So könnte dieses Buch auch beginnen, denn es geht in ihm um eine als unerträglich empfundene permanente Beobachtung, Benotung und Verurteilung eines Individuums – des Ich-Erzählers – durch eine wie bei Franz Kafka unangreifbare Gesellschaft. Martin Walser hat in […]

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