Archive | Literatur

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Gabriele Tergit, Effingers

Der Roman „Effingers“ von Gabriele Tergit erschien zum ersten Mal 1951 im Verlag Hammerich & Lesser, nachdem zuvor viele Verlage, darunter Suhrkamp und Rowohlt, das Manuskript abgelehnt hatten, zum Teil unter fadenscheinigen Gründen, etwa wegen angeblichen Papiermangels. Eine zweite Auflagen erschien 1978. Danach geriet der Roman in Vergessenheit. Nun ist er im Mai 2019 von […]

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Herbert Kapfer: „1919“

Vor etwas über einhundert Jahren, im November 1918, endete der Erste Weltkrieg durch den drohenden Zusammenbruch der deutschen Armee und die darauf folgende Revolution in Deutschland. Abdankung und Flucht des Kaisers, Auslieferung der deutschen Flotte an England und der vehemente Protest weiter Kreise – vor allem des Militärs – gegen den angeblichen „Verrat“ der Revolutionäre […]

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Doris Knecht: „Weg“

Lotte ist weg, verschwunden! Niemand weiß, wo sie steckt. Das ist ungewöhnlich und beunruhigend, denn Lotte versendet normalerweise Lebenszeichen. Heidi, ihre Mutter, macht sich Sorgen und informiert Georg, Lottes Vater, von dem sie seit Jahren getrennt lebt. Lotte hat sich durch den Genuss von Drogen eine Psychose eingehandelt und muss seitdem Medikamente nehmen, um ihr […]

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Peggy Mädler, Wohin wir gehen

In ihrem Roman „Wohin wir gehen“ begibt sich Peggy Mädler auf Spurensuche in zwei Familien. Es geht um Bewegungen, Bewegungen im Raum und in der Zeit, um den Verlust von Heimat und um die Suche nach den eigenen Wurzeln. Peggy Mädler macht diese Spurensuche fest an zwei Mädchenfreundschaften in zwei Generationen, die von der Kindheit […]

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Julian Barnes: „Die einzige Geschichte“

In dem Roman „Die einzige Geschichte“ von Julian Barnes steht wie in früheren Romanen das Thema Erinnerung hinter der Erzählung: Erinnerung als psychischer Prozess, dem wir nicht trauen können. Erinnerung verändert, verklärt, verdrängt Erlebnisse. Je älter wir werden, desto stärker verdichten sich Erinnerungen, je nach dem, welche Bedeutung und welche Auswirkungen die jeweiligen Ereignisse im […]

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Emanuel Maess: „Gelenke des Lichts“

Lieber Leser, heute möchte ich Ihnen ein Kleinod der zeitgenössischen Literatur vorstellen. Lassen Sie sich in die Welt von Emanuel Maess entführen; geben Sie sich ganz dem Sprachrhythmus und dem Zauber der deutschen Sprache hin. Dieser Roman überwältigt den Leser mit seiner wunderbaren Poetik. Es ist ein wahrer Genuss, in seinen Formulierungen, Metaphern und Worten […]

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Martin Mosebach: „Westend“

Nach den ersten Seiten dieses Anfang 2019 erschienen Buches geht man davon aus, dass sich dieser Roman über die gesamte Nachkriegszeit bis heute erstreckt, zumal die heimliche Hauptperson unmittelbar nach dem Krieg zur Welt kommt und heute in den Siebzigern wäre. Man bereitet sich also auf ein reiches Personaltableau mit unterschiedlichen Orten, Charakteren und Entwicklungsstadien […]

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Christoph Ramsmayr, Cox oder Der Lauf der Zeit

Der 2016 erschienene Roman „Cox oder der Lauf der Zeit“ des österreichischen Schriftstellers Christoph Ramsmayr entwirft ein Bild der chinesischen Gesellschaft im 18. Jahrhundert zur Zeit des Kaisers Qianlong, der in seiner Vermessenheit auch über den Verlauf der Zeit gebieten will. Im Mittelpunkt der Romanhandlung steht der weltweit bekannte englische Uhrmacher Alistar Cox, der von […]

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Ford Madox Ford: „Die allertraurigste Geschichte“

Bei diesem Buch bleibt der Leser bis zum Schluss im Zweifel darüber, ob es sich dabei um abgründige Ironie angesichts einer völlig in Konventionen erstarrten Gesellschaft oder um echte Erschütterung ob des tragischen Endes einer Ehe handelt. Das liegt nicht zuletzt an der Struktur dieses Buches, die nicht eine spannende chronologische Darstellung der Ereignisse sondern […]

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