Archive | Literatur

1709_fremde

Stefan Hertmans: „Die Fremde“

Stefan Hertmans´ Roman verknüpft eine Liebesgeschichte aus der Ritterzeit im 11. Jahrhundert mit einer Spurensuche aus heutiger Sicht. Es geht um die Flucht der jungen Vigdis, einer Wikingertochter mit vornehmer Herkunft, die sich in den Sohn eines Rabbis verliebt und von ihm schwanger wird. Da ihre Familie dieser Verbindung niemals zustimmen würde, bleibt ihr nur […]

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1708_ausser_sich

Sasha Maria Salzmann:“Ausser sich“

Der Debütroman von Sasha Maria Salzmann ist harte Kost. Er begleitet die Zwillinge Alissa und Anton, die in Moskau das Licht der Welt erblicken. Sie wachsen in sehr beengten Verhältnissen auf und werden schon früh mit den Gewaltausbrüchen des Vaters konfrontiert. Sie versuchen, sich zu schützen, indem sie sich ineinander verkrallen, quasi miteinander verschmelzen. Als […]

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1708_licht

Jan Schomburg:“Das Licht und die Geräusche“

Dieser Roman gehört zu einer Gattung, bei der man sich fragt, ob sie sich speziell an Jugendliche wendet oder aber einem unspezifischen Publikum die Probleme des Erwachsenwerdens nahebringen will. Im letzteren Fall besteht stets das Problem, dass der erwachsene Leser diese Lebensphase längst überwunden hat und dem Buch außer einem gewissen Wiedererkennungseffekt nichts abgewinnen kann. […]

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1708_sprache

Tom Wolfe: „Das Königreich der Sprache“

Weitgehend unstrittig ist die Sprache das wichtigste menschliche Unterscheidungsmerkmal gegenüber den Tieren. Erst die Sprache und damit die Möglichkeit der Planung und der Kommunikation über reine Warnlaute hinaus ermächtigte den Menschen dazu, über den Rest der Natur nach Belieben zu verfügen. Aus diesem Grunde hat sich die Linguistik als Wissenschaft von der Sprache seit der […]

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1707_gestaendnisse

Kanae Minato: „Geständnisse“

Yuko Moriguchi, Klassenlehrerin einer Mittelstufenklasse, verabschiedet sich von ihrer Klasse, da sie vorhat, die Schule zu verlassen. Bei einem tragischen Unglücksfall ist ihre vierjährige Tochter im Schulschwimmbad ertrunken. Moriguchi bedankt sich bei den Schülern für die erfolgreiche Teilnahme am Milch-Projekt der Schule. Jetzt soll untersucht werden, ob der tägliche Milchgenuss zu höherer Konzentration und besseren […]

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1707_die_taufe

Ann Patchett: „Die Taufe“

n ungeladener Gast erscheint zu einer Taufe. Der Gastgeber Fix ist zwar etwas erstaunt über den Neuankömmling Bert Cousins, erst recht, da dieser als Gastgeschenk eine Flasche Gin abliefert. Doch alle sind froh, das neue Baby Frances zu feiern. Die Taufparty wird immer fröhlicher, besonders je mehr Alkohol die Gäste konsumieren. Dann nimmt das Schicksal […]

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1704_absichten

Thomas Brussig: „Beste Absichten“

Ostberlin zu DDR-Zeiten: der Ich-Erzähler, 22 Jahre alt, wird zwecks „Aktualisierung seiner Unterlagen“ aufs Wehrkreiskommando bestellt. Was so harmlos klingt, konnte damals durchaus bedeuten, dass man ein zweites Mal „dienen“ musste. Die Ohnmacht des DDR-Bürgers, der nicht weiß, warum er einbestellt  oder was die Folge der Einbestellung sein wird, ist hier mit Händen zu greifen. […]

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1703_faschismus

Paola Soriga: „Wo Rom aufhört“

Der Roman von Paola Soriga spielt im Jahr 1944 während des Zweiten Weltkrieges. Ida hat den Widerstand gegen die Deutschen unterstützt und hat jetzt große Angst, von den Faschisten entdeckt zu werden. Sie hält sich in einer Höhle außerhalb Roms versteckt. Mutterseelenallein harrt die Siebzehnjährige aus. Ihr einzigen Begleiter sind die Mäuse, das Geräusch ihres […]

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