John Jay Osborne: „Liebe ist die beste Therapie“

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Charlotte und Steve haben sich gerade getrennt. Charlotte hat eine neue Wohnung bezogen. Jetzt sitzen beide in der Ehetherapie bei Sandy – ein letzter Versuch, die Ehe doch noch zu retten.

Der Leser nimmt gemeinsam mit dem Paar an über dreißig Sitzungen bei der Therapeutin Sandy teil und vollzieht den mühsamen Weg des „Wieder-zueinander-Findens“ nach. Anfangs sieht es noch so aus, als ob es keinen Weg zurück aus der Zwietracht gebe, da die Fronten verhärtet sind und die beiden vor lauter Groll und Verzweiflung einander nicht richtig zuhören und auf ihren jeweiligen Standpunkten beharren.

So zwingt die Therapeutin sie – manchmal subtil, manchmal massiv -, auf den anderen einzugehen, Zwischentöne zu interpretieren, ehrlich miteinander zu sein und sich letztendlich loszulassen, um wieder zueinander zu finden. Das liest sich durchaus spannend, denn der Leser nimmt selbst immer wieder verschiedene Positionen zwischen den drei Protagonisten ein, begibt sich sozusagen auch ein wenig auf die Suche nach sich selbst.

Das Buch ist im Diogenes-Verlag erschienen, umfasst 285 Seiten und kostet 22 Euro.

Barbara Raudszus

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