Archive | Bücher

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Laura Fuchs/Martin Gülich: „Die fabelhafte Reise des Gaspard Amundsen“

Gaspard Amundsen ist ein ausgewachsenes Großstadt-Krokodil. Er lebt jedoch nicht im Wasser sondern in einer gemütlichen Altbauwohnung mit vielen Büchern. Er ist schon hundertsieben Jahre alt, was ihmbisweilen zu schaffen macht, denn es zwickt hier und da. Irgendwie spürt er eine innere Unruhe und kommt auf die Idee, endlich einmal die Welt zu erkunden. Um im […]

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1704_minus18

Stefan Ahnhem: „Minus 18 Grad“

Nach einer Verfolgungsjagd durch das schwedische Helsingborg rast das verfolgte Auto absichtlich in das Hafenbecken. Die Leiche des Fahrers wird als ein bekannter Unternehmer identifiziert und der Fall als „Unfall“ beinahe zu den Akten gelegt, wenn nicht ein übergenauer Pathologe feststellen würde, dass der Tote tiefgefroren war und bereits vor gut zwei Monate gestorben sein muss. […]

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Dieter Thomä: „Puer Robustus – Eine Philosophie des Störenfrieds“

Seitdem es strukturierte menschliche Gesellschaften mit definierten Hierarchien und Herrschaftsverhältnissen gibt, existiert auch der Störenfried, der sich nicht in die gegebene Ordnung einfügen will und sie auf vielfältige Weise bekämpft. Der vielleicht berühmteste Störenfried ist Jesus, der nicht nur gegen die römischen Besatzer sondern auch gegen die jüdischen Priesterkaste opponierte. In einem Atemzug könnte man […]

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1704_aschenkind

Sofie Rathjens: „Aschenkind“

Leonie Henning tritt eine Lehrerstelle in einem kleinen Dorf in Norddeutschland an. Kollegen und Dorfbewohner beäugen die Neue argwöhnisch. Hier hat man sich gut arrangiert und erledigt unangenehme Dinge gerne dadurch, dass man sie unter den Tisch kehrt. Doch dann geschieht der erste Mord. Auf einem Acker findet man die Leiche der dreizehnjährigen Hannah Windisch. Offensichtlich wurde […]

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1704_absichten

Thomas Brussig: „Beste Absichten“

Ostberlin zu DDR-Zeiten: der Ich-Erzähler, 22 Jahre alt, wird zwecks „Aktualisierung seiner Unterlagen“ aufs Wehrkreiskommando bestellt. Was so harmlos klingt, konnte damals durchaus bedeuten, dass man ein zweites Mal „dienen“ musste. Die Ohnmacht des DDR-Bürgers, der nicht weiß, warum er einbestellt  oder was die Folge der Einbestellung sein wird, ist hier mit Händen zu greifen. […]

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1703_faschismus

Paola Soriga: „Wo Rom aufhört“

Der Roman von Paola Soriga spielt im Jahr 1944 während des Zweiten Weltkrieges. Ida hat den Widerstand gegen die Deutschen unterstützt und hat jetzt große Angst, von den Faschisten entdeckt zu werden. Sie hält sich in einer Höhle außerhalb Roms versteckt. Mutterseelenallein harrt die Siebzehnjährige aus. Ihr einzigen Begleiter sind die Mäuse, das Geräusch ihres […]

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Paul Auster in Frankfurt

Paul Austers neuer Roman „4 3 2 1“ hat in der Literaturbranche einigen Wirbel ausgelöst und ist auch hier besprochen worden. Nicht zuletzt die politischen Umbrüche in den USA dürften der Grund für die Einladung zu einer Lesung gewesen sein, ist doch Paul Auster einer der schärfsten Kritiker des neuen Präsidenten. Zu der Lesung hatten das […]

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Wolfgang Brenner: „Zwischen Ende und Anfang“

Als die Regierung Dönitz am 8. Mai 1945 die Kapitulation unterzeichnete, atmeten viele Bürger auf, dass der Albtraum ein Ende hatte. Mindestens ebenso viele bedauerten jedoch auch, dass die glorreiche Zeit unter Hitler ein so schreckliches Ende gefunden hatte, und träumten im Stillen von einem anderen Ausgang des Krieges. Unter diesen spannungsgeladenen Umgebungsbedingungen begann die […]

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Verena B. Carleton: „Zurück in Berlin“

Dieser Roman erschien bereits im Jahr 1959 in den USA. Erst 2016 legte der Aufbau-Verlag den Roman als Neuentdeckung in deutscher Übersetzung auf. Es geht um den Deutschen Erich Dalburg, der sich lange Zeit in eine englische Identität flüchtete und sich Eric Devon nannte. Vor dem Zweiten Weltkrieg wuchs Erich in einem wohlsituierten jüdischen Haushalt […]

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Imre Kertész: „Der Betrachter“

Der ungarische Schriftsteller Imre Kertéz kam 1929 als Sohn jüdischer Eltern zur Welt und wurde während des Krieges erst nach Auschwitz und dann nach Buchenwald deportiert, wo er im April 1945 befreit wurde. Anschließend lebte er bis zur Wende 1989 in Budapest, fühlte sich aber diesem Land nie zugehörig, da die Bevölkerung die Deportation der Juden weitgehend […]

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