Archive | Bücher

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Julian Barnes: „Die einzige Geschichte“

In dem Roman „Die einzige Geschichte“ von Julian Barnes steht wie in früheren Romanen das Thema Erinnerung hinter der Erzählung: Erinnerung als psychischer Prozess, dem wir nicht trauen können. Erinnerung verändert, verklärt, verdrängt Erlebnisse. Je älter wir werden, desto stärker verdichten sich Erinnerungen, je nach dem, welche Bedeutung und welche Auswirkungen die jeweiligen Ereignisse im […]

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Joshua Tree: „Das Fossil“

Der „Pyramid Mountain“, ein nahezu 3.000 Meter hoher Berg in der Antarktis, ist der Ausgangspunkt dieses Science-Fiction-Romans. Seinen Namen hat er wegen seiner nahezu perfekten Pyramidenform bekommen, die kaum auf natürliche Ursachen zurückzuführen ist. Der Naturwissenschaftler Dan Jackson ist denn auch der Meinung, dass dieser Berg künstlich errichtet wurde. Die „Human Foundation“ hat im Jahr […]

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Paul Collier: „Sozialer Kapitalismus“

Paul Collier ist Professor der Ökonomie in Oxford und hat eine ähnliche Stellen an anderen renommierten Universitäten, u.a. auch in Harvard, bekleidet. Er gehört also zu den Erfolgreichen, Arrivierten, sprich: der Elite. Er weiß das und reflektiert diese Tatsache auch, indem er sich mit seiner gleichaltrigen Cousine vergleicht. Beide entstammen kleinen, eher ärmlichen Verhältnissen, und […]

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Chris Ferrie: Drei neue Wissenschaftsbücher für Kleinkinder

Im vierten Kinderbuch der „Baby-Universität“ geht es um die Quantenphysik. Wieder wählt Chris Ferrie einen Ball, dieses Mal einen mit und einen ohne Energie. Mit der Lupe erkennen wir, dass Bälle aus Atomen bestehen, in denen Elektronen um Neutronen und Protonen kreisen. Das Elektron kann sich nur auf bestimmten Bahnen bewegen. Das mit der höchsten […]

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Emanuel Maess: „Gelenke des Lichts“

Lieber Leser, heute möchte ich Ihnen ein Kleinod der zeitgenössischen Literatur vorstellen. Lassen Sie sich in die Welt von Emanuel Maess entführen; geben Sie sich ganz dem Sprachrhythmus und dem Zauber der deutschen Sprache hin. Dieser Roman überwältigt den Leser mit seiner wunderbaren Poetik. Es ist ein wahrer Genuss, in seinen Formulierungen, Metaphern und Worten […]

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Klaus Schroeder/Monika Deutz-Schroeder: „Der Kampf ist nicht zu Ende“

Nach der Lektüre dieses Buches stellen sich spontan Vorstellungen typischer Textelemente aus fiktiven Buchrezensionen der betroffenen Gruppen ein (insofern diese das Buch nicht totschweigen): „…eine Ansammlung uralter gesellschaftspolitischer Kamellen …… Die Autoren müssen schon die Französische Revolution bemühen ……. Altbekannte Horrorgeschichten über die Bolschewistische Revolution, die durch Wiederholung nicht besser werden ….. Plumpe Kriminalisierung authentischer […]

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Olaf Nils Dube: „Bienen und Menschen“

Dieses Buch ist einerseits ein Erfahrungsbericht eines jungen Mannes um die dreißig, der mit seinem Leben als durchaus erfolgreicher Online-Journalist nicht mehr zufrieden ist. irgendwie fehlt ihm die Bodenhaftung, die Verbindung mit der Natur. Er fühlt sich wie ferngesteuert. Anfangs ist es einfach ein Unwohlsein,, doch die Idee, Imker zu werden, verdichtet sich immer mehr. […]

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Martin Mosebach: „Westend“

Nach den ersten Seiten dieses Anfang 2019 erschienen Buches geht man davon aus, dass sich dieser Roman über die gesamte Nachkriegszeit bis heute erstreckt, zumal die heimliche Hauptperson unmittelbar nach dem Krieg zur Welt kommt und heute in den Siebzigern wäre. Man bereitet sich also auf ein reiches Personaltableau mit unterschiedlichen Orten, Charakteren und Entwicklungsstadien […]

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