Archive | Literatur

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Dave Eggers: „Der Mönch von Mokka“

Der in den USA in prekären Jobs tätige Einwanderer Mokhtar Alkanshali hat eine neue Geschäftsidee: in seinem Heimatland Jemen, das früher für seinen guten Kaffee berühmt war, will er wieder qualitativ hochwertiger Kaffee anbauen. Er möchte so einerseits den armen Bauern dort eine Existenzgrundlage schaffen und andererseits in den USA einen Kaffeehandel aufziehen. Die Idee […]

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Nicolas Remin: „Sophies Tagebuch“

Es ist der 2. Mai 1945. Im Garten seines Hauses hebt ein Mann eine Grube aus. Anschließend schleppt er eine männliche Leiche aus dem Keller des Hauses und wirft sie in das ausgehobene Loch. Er ist so beschäftigt, dass er nicht merkt, wie ihn jemand beobachtet. Erst als der Lichtkegel einer Taschenlampe auf ihn fällt, […]

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Martin Suter: „Allmen und die Erotik“

Martin Suters neuer Kriminalroman „Allmen und die Erotik“ entführt uns in die Welt der feinen Meißner Porzellane. Es geht jedoch nicht um Teller und Tassen, sondern um raffiniertes Porzellan aus der Zeit des Rokoko. Die scheinbar harmlosen Figurinen täuschen kleine Genreszenen vor, lassen sich jedoch entkleiden und zeigen dann in aller Deutlichkeit, was sich hinter […]

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George Saunders: „Lincoln in Bardo“

Bardo ist ein tibetischer Begriff, der verschiedene Zustände des menschlichen Geistes bzw. der Seele beschreibt. Einer der sechs Zustände betrifft die Zeit unmittelbar nach dem Tode, in der sich nach tibetischer Auffassung die Seele in völliger gedanklicher Klarheit von der irdischen Hülle befreit, sich Rechenschaft ablegt über das gelebte Leben und die Wahrheit erkennt. Der […]

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Maxim Biller: „Sechs Koffer“

Maxim Biller setzt auf ungewöhnliche Art ein Familientrauma in Szene. Der Tate, Großvater einer russisch-jüdischen Großfamilie, wurde in den sechziger Jahren in Moskau an den KGB verraten und ermordet. Damit beginnt das Familiendrama und rollt über die Elterngeneration und ihre fünf Kinder gnadenlos hinweg. Jeder Einzelne ist auf der Suche nach dem Verräter in den […]

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Michael Ondaatje, Kriegslicht – Roman

In Michael Ondaatjes neuem Roman „Kriegslicht“ geht es um die chaotische Nachkriegszeit in London, aber auch um Erinnerung und um die Suche nach Wahrheit. Als Erwachsener begibt sich Nathaniel in den Archiven des Londoner Geheimdienstes auf Spurensuche nach dem Leben seiner Eltern, insbesondere seiner Mutter. 1945, unmittelbar nach Kriegsende, lassen die Eltern den 14-jährigen Nathaniel […]

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Inger-Maria Mahlke: „Archipel“

Teneriffa ist eine der Lieblingsinseln mitteleuropäischer und speziell deutscher Touristen. Hier kann man dem Novemberwetter in Deutschland entfliehen und gut überwintern. Die Sonne strahlt, Strände locken zum Bade und die Landschaft lädt zum Wandern ein. Doch wie sieht Teneriffa für die Einheimischen aus? Damit hat sich Inger-Maria Mahlke in ihrem Roman „Archipel“ auseinandergesetzt. Es ist […]

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Adolf Muschg: „Heimkehr nach Fukushima“

„Heimkehr“ an den verstrahlten, todbringenden Ort, das klingt absurd. Zu einem so unwirtlichen Ort kann es keine Heimkehr geben. In seinem neuen Roman „Heimkehr nach Fukushima“ geht es Adolf Muschg um die Frage, was Heimkehr an einen solchen Ort heißen kann, aber auch was Heimkehr überhaupt bedeutet. Paul Neuhaus, 62, studierter Architekt, aber als freier […]

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