Archive | Hörbücher

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Ulrich Alexander Boschwitz: „Der Reisende“

Die Judenverfolgungen, die seit dem frühen Mittelalter vor allem von der christlichen Kirche ausgingen, haben im Laufe der Epochen den Topos des ewig wandernden (weil verfolgten) Juden geschaffen. Dieses Bild hat Ulrich Alexander Boschwitz als Grundlage seines Roman „Der Reisende“ herangezogen und auch in den Titel eingearbeitet. Boschwitz, Jahrgang 1915, gehörte ebenfalls zu der Kategorie […]

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François Lelord: „Hector und die Suche nach dem Paradies“

François Lelord hat in seiner „Hector“-Serie Kindheit und Jugend des Protagonisten mit den jeweiligen, altersbedingten Problemen und Herausforderungen geschildert. Nun ist Hector erwachsen und kommt als junger Arzt an eine psychiatrische Klinik. Schnell verliebt er sich in die bildhübsche Ärztin Clotilde, die jedoch auch von anderen umschwärmt wird und sich eher kühl zeigt. Als sich […]

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Thomas Wolfe: „Schau heimwärts, Engel“

Thomas Wolfe, geboren 1930 in North Carolina und gestorben bereits 1983 an der Tuberkulose, war einer der letzten großen Romanciers, die noch in fast unverbrauchter Naivität das Pathos des täglichen Lebens pflegten. In seinem Roman „Schau heimwärts, Engel“ schildert er das Leben einer typischen amerikanischen Familie während der ersten Hälfte des 20. Jahrhundert. Dabei nahm […]

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Sebastian Fitzek: „Flugangst 7A“

Dieser Thriller bezieht seine Spannung im wesentlichen aus zwei Quellen: erstens aus einer „Echtzeit“-Handlung, die sich vollständig während der Flugzeit von Argentinien nach Deutschland abspielt, und zweitens daraus, dass sich die entscheidenden Szenen in dem Flugzeug auf über zehntausend Metern Höhe in einer für weitreichende Entscheidungen geradezu klaustrophobischen Enge abspielen. Der Psychiater Krüger hat vor […]

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Albert Sixtus/Fritz Koch-Gotha: „Die Häschenschule“

Leser der älteren Generation kennen noch das liebevoll gezeichnete und aquarellierte Kinderbuch über die Welt der Hasen, die der vermeintlich so guten alten Zeit in der Menschenwelt so nahe ist. Alles ist hier nach modernen Maßstäben politische zumindest fragwürdig – Autorität, Geschlechterrollen, Zeigefinger-Pädagogik -, aber dennoch lieben Kinder diesen unverwüstlichen Dauerbrenner auf dem Kinderbuch-Markt. Jetzt […]

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Hans Fallada: „Junge Liebe zwischen Trümmern“

Hans Fallada ist dem breiten Publikum vor allem durch seine Romane bekannt, unter anderen „Kleiner Mann – was nun?“, „Wer einmal aus dem Blechnapf fraß“ und „Jeder stirbt für sich allein“. Diese stark autobiographischen Werke schildern Alltag und Nöte in der Weimarer Republik und dem Dritten Reich. Doch daneben hat er auch eine Reihe von […]

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Amor Towles: „Ein Gentleman in Moskau“

Graf Alexander Rostow lebte vor dem Ersten Weltkrieg auf dem Gut seines Vaters, eines hoch gestellten Beraters des Zaren. Jetzt, um 1922, sind die Eltern tot, das Gut ist niedergebrannt, und Alexander lebt im Moskauer Hotel „Metropole“ vom geretteten Geld in einer standesgemäßen Suite. Doch den bolschewistischen Kommissaren ist dieser Vertreter des alten Regimes natürlich […]

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Martin Walker: „Grand Prix“

Martin Walker ist bekannt für seine Romane aus dem Périgord im Südwesten Frankreichs. In dem kleinen – fiktiven – Ort Saint Denis ist Bruno der Chef der örtlichen Polizei. Während einer Oldtimer-Rallye wird er zum Todesfall eines älteren Pensionärs gerufen. Äußerlich scheint es sich um einen Herzinfakt zu handeln, und auch der Arzt bestätigt eine […]

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Alina Bronsky: „Und du kommst auch drin vor“

Die pubertierende Kim besucht mit ihrer Schulklasse eine Autorenlesung, eine Veranstaltung, die normalerweise gähnende Langeweile auslöst und mit dem Smartphone unter dem Tisch kompensiert wird. Doch Kim schreckt plötzlich auf, als sie aus dem Mund der selbst lesenden Autorin ihr eigenes Leben hört. In dem Roman geht es um ein junges Mädchen, dessen Eltern sich […]

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Yasmina Reza: „Babylon“

Der Titel dieses Romans der französischen Theater-Autorin verweist metaphorisch auf die mangelhafte oder gar fehlende Kommunikation zwischen Menschen und die bisweilen katastrophalen Folgen. Wie ein antikes Schicksal treffen diese Folgen die Beteiligten, ohne dass diese wirklich verstehen, was eigentlich geschehen ist. Die Ich-Erzählerin Elizabeth wohnt mit ihrem Mann Pierre in einem bürgerlichen Viertel einer Stadt, […]

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